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Bundesliga: DFB wird Vereine bei Risikospielen an Polizeikosten beteiligen

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 05:31 Min


Seit jeher wollen Bundesländer die Profiklubs an Kosten für Polizeieinsätze beteiligen. Nun stellt sich der DFB auf eine Seite.

Der DFB wird künftig anfallende Polizeikosten im Rahmen von Hochrisikospielen "mindestens anteilig an den jeweiligen Heimverein weitergeben". Dies sieht ein Beschluss vor, den das DFB-Präsidium am Freitag getroffen hat.

Der DFB sei hierzu "aufgrund der bestehenden Vermögensbetreuungspflicht grundsätzlich auch verpflichtet", hieß es weiter. "Sollte der DFB Gebührenbescheide für Polizeikosten erhalten, werden wir die Kosten an die jeweiligen Vereine weiterreichen", sagte Präsident Bernd Neuendorf.

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Bundesliga: Bremen als Vorreiter für Polizeikostenweitergabe

Unabhängig davon halte er aber die Gebührenerhebung für Polizeikosten "nach wie vor für den falschen Ansatz", führte Neuendorf weiter aus.

"Das gemeinsame Ziel von Politik, Polizei, Verbänden und Vereinen muss es sein, die Sicherheitslage vor Ort zu verbessern und Polizeieinsatzstunden anlässlich Fußballspielen zu verringern. Beides wird durch eine Gebührenregelung nicht erreicht. Wir bevorzugen daher weiterhin einen kooperativen Ansatz in der Zusammenarbeit mit Politik und Polizei."

Hintergrund des DFB-Grundsatzbeschlusses ist eine gesetzliche Regelung in Bremen, die Gegenstand eines Rechtsstreits mit der Bundesliga gewesen war. Das Bundesverfassungsgericht hatte geurteilt, dass eine Erhebung von Gebühren im Zusammenhang mit Hochrisikoveranstaltungen grundsätzlich rechtmäßig sei. Die saarländische Landesregierung plant aktuell eine vergleichbare Regelung.

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