US Open
Alexander Zverev nach Krimi bei US Open ratlos: "So werde ich das Turnier nicht gewinnen"
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von SIDran Mehr Sport
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Videoclip • 01:33 Min
Nächster Fünfsatz-Krimi, nächster knapper Sieg: Alexander Zverev steht nach einem weiteren Kraftakt in der 3. Runde der US Open. Für den Titel braucht es aber bessere Leistungen.
Tief in der New Yorker Nacht stand Alexander Zverev abgekämpft im Bauch des Arthur Ashe Stadiums und gab sich keinen Illusionen hin. "Wenn ich so weiterspiele", sagte der Tennisstar nach seinem nächsten Marathon-Match bei den US Open, "werde ich das Turnier nicht gewinnen." Im Anschluss an seinen zittrigen Drittrundeneinzug lautete die große Frage auch für Zverev selbst: Wo ist die Topform geblieben?
Beim 6:4, 4:6, 7:6 (7:3), 6:7 (3:7), 6:3 gegen den Franzosen Quentin Halys jedenfalls war der Hamburger davon wie schon in der ersten Runde weit entfernt. Er gewinne seine Matches gerade "eklig", befand Zverev. Das sei zwar auch eine Qualität, aber: "Ich hoffe, dass ich bald wieder besseres Tennis spiele."
Vor dem Duell mit dem gesetzten Alejandro Tabilo am Samstag braucht er tatsächlich dringend eine Leistungssteigerung, wenn es klappen soll mit einem ernsthaften Angriff auf den zweiten Grand-Slam-Titel. Zverev, der nach einem enttäuschenden Abschneiden der restlichen Deutschen in New York mal wieder den Alleinunterhalter gibt, erwartet gegen den Chilenen ein "weiteres schwieriges" Match.
Immerhin: "Körperlich", sagte Zverev, fühle er sich immer noch gut. Und das, obwohl der French-Open-Sieger in seinen beiden Auftaktpartien insgesamt 9:25 Stunden auf dem Court verbrachte. Zum Vergleich: In seinen ersten beiden Matches auf dem Weg zum Titel in Paris waren es gerade einmal 3:56 Stunden gewesen.
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Einige Topspieler bereits ausgeschieden
Nach dem zwischenzeitlich arg unsicheren Auftritt gegen Halys hatte sich Zverev erleichtert das Shirt vom Leib gerissen und sich den Applaus der wenigen verbliebenen New Yorker Nachtschwärmer abgeholt. Er sprach noch auf dem Court von einer "beschissenen Performance".
Weil der Hamburger bei schwülen Bedingungen aber am Ende kühlen Kopf bewahrte, gelang ihm dennoch der achte Einzug in die dritte Runde von New York. Nach 4:33 Stunden verwandelte Zverev um 2.15 Uhr Ortszeit seinen erlösenden Matchball gegen die Nummer 52 der Welt.
Und es gibt weitere gute Nachrichten: Sollte sich Zverev rechtzeitig fangen, steht dem nächsten erfolgreichen Grand-Slam-Turnier wenig im Weg. Der Pfad ins Finale ist ähnlich wie in Paris ein machbarer.
Am Donnerstag verabschiedeten sich in dem Kanadier Félix Auger-Aliassime - Zverevs letztjährigem Bezwinger in Runde drei - und Alex de Minaur (Australien) gleich zwei Top-Ten-Spieler aus der Draw-Hälfte des 29-Jährigen. Noch übrig aus der Weltspitze als mögliche Halbfinalgegner? Lediglich US-Star Taylor Fritz und Paris-Finalist Flavio Cobolli aus Italien.
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Zverev als einziger Deutscher noch dabei
Aus deutscher Sicht ist Zverev wie so oft in den vergangenen Jahren recht früh der Einzelkämpfer. Die "restlichen" Profis sorgten für eine unbefriedigende Gesamtbilanz der Akteure des Deutschen Tennis-Bundes (DTB). Am düsteren Donnerstag in Flushing Meadows strichen schließlich auch Eva Lys, Tatjana Maria und Jan-Lennard Struff die Segel.
Damit schaffte es neben Zverev kein einziger DTB-Profi in die dritte Runde. Lys zog aus ihrer Pleite immerhin noch etwas Positives: "Ich fand es eigentlich sehr gut, dass ich auf die Schnauze bekommen habe, weil ich weiß, woran ich arbeiten kann", sagte sie nach ihrem bitteren 0:6, 2:6 gegen die French-Open-Siegerin Mirra Andrejewa
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