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Wimbledon - Hubert Hurkacz gibt auf: Jan-Lennard Struff steht im Viertelfinale
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von SIDran Mehr Sport
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Der erfolgreiche Run von Jan-Lennard Struff beim Grand Slam in Wimbledon geht weiter. Der 36-Jährige profitiert dieses Mal von der Aufgabe seines Gegners und steht im Viertelfinale.
Der Traum lebt, die märchenhafte Reise des Unbeugsamen geht weiter: Jan-Lennard Struff hat sensationell das Viertelfinale von Wimbledon erreicht.
Der Warsteiner profitierte beim Stand von 3:6, 6:7 (5:7), 7:6 (7:2), 7:5, 4:2 allerdings auch von der Aufgabe seines körperlich schwer angeschlagenen Gegners Hubert Hurkacz und erreichte im Alter von 36 Jahren erstmals die Runde der letzten acht bei einem Grand Slam - wo nun mit Titelverteidiger Jannik Sinner die schwerstmögliche Aufgabe wartet.
Nachdem Struff im fünften Satz nach 3:40 Stunden Spielzeit das Break gelang, warf der unter Rückenschmerzen leidende Hurkacz entnervt seinen Schläger weg und gab auf. "Es so zu beenden ist ein Jammer. Das Ende war ziemlich hart", sagte Struff. Er sei dennoch "sehr glücklich, dass ich erstmals den Schritt in das Viertelfinale gehen konnte", ergänzte Struff bei Prime Video: "Dass es hier in Wimbledon passiert, ist einfach geil."
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Erster Viertelfinal-Einzug für Struff bei einem Grand Slam
Struff setzte damit beim Rasenklassiker seinen Siegeszug fort, der sich im Vorfeld nicht angedeutet hatte: Seit Oktober hatte er bei keinem Turnier im Hauptfeld zwei Matches gewonnen. Der Warsteiner startete als Nummer 74 der Welt im All England Club, im Live-Ranking liegt er jetzt schon auf Platz 40. Auch gegen Hurkacz zeigte Struff eine starke Leistung, ließ sich von einem Zwei-Satz-Rückstand nicht aus der Ruhe bringen und erzwang sein Glück.
Im 47. Anlauf bei einem der vier großen Turniere feiert Struff nun seine Viertelfinal-Premiere. Seit der Einführung des Profitennis 1968 hatte nur der Franzose Fabrice Santoro länger warten müssen (54 Versuche). Mit seinen 36 Jahren ist er zudem nun der älteste Spieler, der in Wimbledon und überhaupt bei einem Grand Slam zum ersten Mal im Viertelfinale steht. Dass es nun gegen Topfavorit Sinner, der den japanischen Qualifikanten Shintaro Mochizuki 6:3, 7:6 (7:0), 6:3 schlug, geht, sei "Wahnsinn", sagte Struff.
Mit seinem famosen Lauf bis ins Achtelfinale hatte Struff für viel Begeisterung gesorgt - auch bei Alexander Zverev. "Struffi liebe ich. Struffi ist sensationell", schwärmte der Hamburger im Vorfeld und rechnete seinem Landsmann große Chancen gegen den Weltranglisten-96. Hurkacz aus: "Das kann er auch gewinnen. Dann steht er zum ersten Mal in seiner Karriere im Viertelfinale von einem Grand Slam. Und das würde ich ihm unfassbar gönnen."
Schafft es auch Zverev ins Viertelfinale von Wimbledon?
Im warmen London startete Struff auf Court 2 mit Problemen, bei seinem ersten Aufschlagspiel schaffte Hurkacz sofort das Break. Der Pole, der vor fünf Jahren im Halbfinale gestanden hatte und im August 2024 noch die Nummer sechs der Welt war, dominierte zunächst.
Mit dem Rücken zur Wand stemmte sich Struff aber gegen das Aus, nach dem Sieg im Tiebreak des dritten Satzes wuchs die Hoffnung auf ein erneutes Comeback. Hurkacz nahm vor dem vierten Satz eine medizinische Auszeit, Ende des Durchgangs ließ er sich unter sichtbaren Schmerzen erneut behandeln - und forderte nach dem Ausgleich wieder eine Pause, später auch den Abbruch wegen Dunkelheit. Doch die Partie wurde fortgesetzt, bis der Pole nicht mehr konnte und wollte.
Nach Struff will am Montag auch Zverev erstmals das Viertelfinale erreichen. Der French-Open-Sieger trifft auf den an Nummer 13 gesetzten Tschechen Jiri Lehecka. Sollte Zverev gewinnen, würden zum ersten Mal nach 2012 wieder zwei deutsche Tennisprofis im Viertelfinale von Wimbledon stehen.
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