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NFL: Green Bay Packers und Matt LaFleur müssen endlich mit dem Angsthasenfootball aufhören - ein Kommentar

Aktualisiert:

von Kevin Obermaier

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NFL-Highlights: Packers at Vikings

Videoclip • 04:19 Min


Die Green Bay Packers machen da weiter, wo sie vergangene Saison aufgehört haben: Sie verlieren Spiele, die sie nicht verlieren dürfen. Der Hauptschuldige: Head Coach Matt LaFleur. Ein Kommentar.

Einen kleinen Rundflug über die jüngsten Spiele der Green Bay Packers gefällig?

Sechs Niederlagen in Folge.

In der Wild Card Round bei den Chicago Bears mit 21:3 geführt - und noch verloren. Dabei 25 Punkte im letzten Viertel zugelassen. Unnötig.

In Week 1 der neuen Saison bei den Minnesota Vikings mit 22:10 geführt - und noch verloren. Dabei 22 Punkte im letzten Viertel zugelassen. Gegen einen Backup-Quarterback. Äußerst unnötig.

Das allein an Verletzungen (Defensive End Micah Parsons) oder Sperren (Running Back Josh Jacobs) von Schlüsselspielern festzumachen, wäre zu einfach: Der Kader der Packers ist nach wie vor gut genug, um NFL-Spiele zu gewinnen. Zumindest drei Viertel lang.

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Green Bay Packers: Head Coach Matt LaFleur ist kein guter Entscheider

Nein, solche Partien wie in Chicago und in Minnesota (oder in Cleveland zu Beginn der vergangenen Saison, oder nochmal in Chicago kurz vor Weihnachten) trotz klarster Führungen noch aus der Hand zu geben - und das in beängstigender Regelmäßigkeit - liegt an schlechtem Game Management und miserablem Playcalling.

In Green Bays Fall also am Head Coach.

Matt LaFleur mag ein gewiefter Tüftler sein, ein kreativer Spielzug-Designer. Aber er ist kein verlässlicher Hauptübungsleiter.

Wenn es darum geht, ein Spiel zu lesen, zu verwalten, die richtigen Entscheidungen in den richtigen Momenten zu treffen, offenbart der 46-Jährige eklatante Schwächen - immer wieder und viel zu oft.

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Packers spielen Angsthasenfootball unter LaFleur

Siehe Minnesota.

Warum sichere Punkte wieder von der Anzeigetafel streichen? Warum einen Acht-Punkte-Vorsprung gegen einen Backup-Quarterback nicht mitnehmen? Warum sich stattdessen auf die Lotterie eines vierten Versuchs einlassen und Gefahr laufen, einen verunsicherten Gegner wieder aufzubauen?

Warum bei ersten Versuchen alle Kreativität plötzlich über Bord werfen und eindimensional werden? Warum nicht auf dem Gaspedal bleiben? Warum nur noch konservative Läufe über die Mitte ansagen, wenn man zuvor groß angekündigt hat, die Spiele in die Hände seines Franchise-Quarterbacks legen zu wollen?

Die Packers spielen mit LaFleur nicht, um zu gewinnen - sie spielen, um nicht zu verlieren. Und das resultiert in der NFL ironischerweise meist im Verlieren. Mit Angsthasenfootball kann man in der besten Football-Liga der Welt nicht auf Dauer bestehen.

Nicht nur ist es schwierig, aus dem eigenen Trott dann wieder herauszukommen, auch der Gegner wird dadurch nur unnötig wieder aufgebaut.

Und dann reicht gegen die Packers eben auch ein Backup-Quarterback, um das Team im letzten Viertel komplett auseinanderzunehmen.

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Packers: LaFleur muss endlich seinem Kader vertrauen

LaFleur muss endlich die Angst vor der eigenen Courage ablegen.

Aufhören, aus Football eine Raketenwissenschaft zu machen und die Dinge kaputt zu denken. Und vor allem dem Talent in seinem Kader - namentlich Quarterback Jordan Love - über ein ganzes Spiel hinweg vertrauen.

Sonst drohen den Packers in dieser Saison noch mehr Kollapse im letzten Viertel.

Und noch mehr unnötige Niederlagen.

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