Basketball-WM
Basketball-WM der Frauen: Medaille muss kein Traum bleiben, wenn DBB-Team eine Sache deutlich besser macht - ein Kommentar
Aktualisiert:
von Marcus Giebelran Basketball
Basketball-WM: Dirk "Glücksbringer" Nowitzki feiert DBB-Frauen
Videoclip • 03:53 Min
Das DBB-Team verpasst bei der Heim-WM das Finale. Das große Problem im Spiel gegen die favorisierten Französinnen: Turnover über Turnover. Stellt die Auswahl von Bundestrainer Olaf Lange dieses Problem ab, ist am Sonntag Bronze drin. Ein Kommentar.
Das Final-Wochenende der Basketball-WM der Frauen in Berlin begann für das DBB-Team mit einem Dämpfer, aber keinesfalls mit einer Enttäuschung.
Denn dafür ist auch gar keine Zeit, steht doch schon am Sonntag (ab 16:00 Uhr live auf ProSieben MAXX und Joyn) das letzte Turnierspiel der Gastgeberinnen an.
Es wird das größte der Verbandsgeschichte. Denn auch nach dem letztlich zu deutlich ausgefallenen 64:86 im Halbfinale gegen Frankreich ist die erste WM-Medaille weiterhin in Reichweite. Dafür muss das Team von Bundestrainer Olaf Lange vor allem seine größte Schwachstelle aus dem Halbfinale abstellen. Denn 25 Turnovers sind fraglos viel zu viel. Vor allem gegen Topteams.
Wie sich gegen Frankreich zeigte. Denn die DBB-Auswahl hielt über weite Strecken mehr als ordentlich mit dem Starensemble mit, dessen 9:0-Start nach der Halbzeit jedoch letztlich vorentscheidend war. Über die gesamte Spielzeit hinweg unterstrich das Lange-Team, dass es sich den Platz im Halbfinale verdient hat.
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DBB-Team laut Bundestrainer mit zehn "völlig unnötigen" Ballverlusten
Nur warf es den Ball und damit die vorhandene Chance auf das Finale in mehreren Szenen zu einfach weg. Der Bundestrainer selbst sprach am ran-Mikrofon davon, etwa zehn der Ballverluste seien "völlig unnötig" gewesen.
Die Folge: Die Französinnen um Topscorer Gabby Williams (22 Punkte) hatten trotz der deutschen Rebound-Hoheit (41:32) neun Abschlüsse mehr. Hinzu kam eine leicht bessere Trefferquote der Siegerinnen (45 Prozent zu 43 Prozent). In vielerlei Hinsicht präsentierte sich das DBB-Team also absolut konkurrenzfähig, wenn nicht sogar auf Augenhöhe.
Der Lohn, wenn es auch ein schwacher Trost ist: Als die Uhr im Schlussviertel heruntertickte, gab es in der Berlin Arena Standing Ovations von den Rängen. Die Zuschauer wird es auch am Sonntag brauchen, wenn sich Leonie Fiebich & Co. wieder aufrichten und nach der Bronzemedaille greifen wollen.
Nach dem sechsten Aufritt binnen neun Tagen - dem gegen den bislang mit Abstand stärksten Gegner - ist klar: Die erste WM-Medaille der DBB-Frauen muss kein Traum sein. Wenn sie nur besser auf den Ball aufpassen.
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