2. Bundesliga
Hertha BSC: Verbot von Stadion-Vlogs - Hauptstadt-Klub geht gegen Influencer vor
Veröffentlicht:
von ran.deran Fußball
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Videoclip • 01:26 Min
Hertha BSC verbietet zukünftig kommerziell produzierte und monetarisierte Vlogs im Berliner Olympiastadion. Damit setzt der Hauptstadt-Klub konsequent bereits geltende Regeln um.
In einem Statement hat Hertha BSC betont, dass der Verein zukünftig konsequenter gegen kommerziell produzierte und monetarisierte Vlogs vorgehen wird und beruft sich dabei auf ein bereits bestehendes Regelwerk.
Mit diesem Verbot geht die Hertha vor allem gegen Influencer vor, die Videos ihrer Stadionerlebnisse in den sozialen Medien veröffentlichen und damit Geld verdienen.
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Hertha BSC: Stadionbesuche sollen ein "gemeinsames Fußballerlebnis" sein
In einem Statement schreibt der Zweitligist: "Stadionbesuche bei Hertha BSC sollen vor allem eines sein: ein gemeinsames Fußballerlebnis. Fans sollen die Spiele, die Atmosphäre und die Unterstützung der Mannschaft erleben können, ohne dass das Stadiongeschehen von Kameras für kommerzielle Content-Produktionen begleitet wird."
Während "kommerziell produzierte und monetarisierte Vlogs, für die entsprechendes Kamera- und Produktionsequipment eingesetzt wird", zukünftig verboten sind, bleiben "private Foto- und Videoaufnahmen für persönliche Zwecke" von dieser Regel ausgeschlossen.
Hertha BSC geht gegen Influencer-Vlogs vor
Betroffen von der neuen Regelung sind vor allem Influencer, die ihre Stadionerlebnisse in den sozialen Medien veröffentlichen. Somit ermöglichen sie es auch Zuschauern, denen ein echter Stadionbesuch verwehrt bleibt, am Geschehen teilzunehmen und Einblicke zu bekommen. Sie fangen die Stimmung auf den Rängen ein, zeigen Spiel- und Torszenen und gewähren Einblicke hinter die Kulissen.
Doch viele Fans sehen ihr Vorgehen auch kritisch. Anhänger im Stadion fühlen sich von filmenden Influencern, die Spiele nebenbei für ihre Zuschauer kommentieren, gestört. Auch die Tatsache, dass sie mit derartigen Vlogs Geld verdienen und meist mit Werbepartnern und Agenturen zusammenarbeiten, die ihnen den Stadionaufenthalt ermöglichen, gefällt vielen Anhängern nicht.
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So äußerte sich etwa Jost Peter vom Fan-Bündnis "Unsere Kurve" gegenüber dem "rbb": "Ich habe nicht jahrelang gegen die fortschreitende Kommerzialisierung des Fußballs gekämpft, damit ich mich filmen lasse und jemand anderes Geld damit verdient."
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Hertha BSC: Private Erinnerungsausnahmen sind erlaubt
Hertha BSC beruft sich in dem Statement jedoch auch auf die "geltenden Ticket- und Stadionbestimmungen sowie die bestehenden Medien- und Verwertungsrechte. Für die Spiele der Bundesliga und 2. Bundesliga gelten darüber hinaus die Vorgaben der Bundesliga-Gruppe zur individuellen Nutzung und Verwertung medialer Vermarktungsrechte. Die entsprechenden Regelungen bestehen bereits." Während diese Regelungen in der Vergangenheit laut Verein nicht konsequent durchgesetzt wurden, wird man zukünftig härter durchgreifen.
Auch der Hauptstadt-Klub selbst unterliege "bei der Produktion und Veröffentlichung eigener Spieltagsinhalte [...] diesen Vorgaben. Eine eigenständige kommerzielle Verwertung von Spieltags- und Stadioninhalten durch Dritte kann daher nicht ohne entsprechende Zustimmung des Vereins erfolgen."
Weiter betont die Berliner Hertha, dass Besucher "mit erkennbarer professioneller Produktionsausrüstung" mit Konsequenzen rechnen müssen. Ihnen werde die Nutzung ihrer Ausrüstung untersagt und im Stadion nicht zugelassen. Explizit betont wird jedoch nochmal, dass private Erinnerungsaufnahmen von der Regelung ausgenommen bleiben.
Auch Dynamo Dresden verbietet Stadion-Vlogs
Hertha BSC ist mit dieser Maßnahme der zweite deutsche Profi-Verein, der gegen Stadion-Vlogs vorgeht. Bereits im August sprach Dynamo Dresden ein Verbot derartiger Videos im Rudolf-Harbig-Stadion aus.
Als Spitzenreiter der 2. Bundesliga empfängt Hertha BSC am Sonntag Greuther Fürth im Olympiastadion (ab 13:30 im Liveticker). Die neuen Regelungen gelten bereits für diese Partie.
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