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BVB - Kehl gegen Mislintat? Machtkämpfe bei Borussia Dortmund

Aktualisiert:

von Christoph Gailer

ran Fußball Bundesliga

BVB - Ricken zu emotionalem Tullberg: "Kann sehr laut werden"

Videoclip • 02:01 Min


Bei Borussia Dortmund musste Trainer Nuri Sahin nach der 1:2-Pleite in der Champions League beim FC Bologna nach nur wenigen Monaten gehen. Hinter den Kulissen gibt es beim BVB nun offenbar Machtkämpfe in der Führungsriege.

Von Christoph Gailer

Nach der vierten Niederlage im vierten Pflichtspiel des Jahres 2025 zog Borussia Dortmund am Mittwoch die Reißleine.

Der Klub trennte sich am Tag nach der 1:2-Pleite in der Champions League in Bologna offiziell von Cheftrainer Nuri Sahin.

Die Fehlentwicklung der zurückliegenden Wochen und Monate könnte beim letztjährigen Champions-League-Finalisten möglicherweise aber noch weitere personelle Opfer fordern.

Laut einem Bericht der "Sportbild" soll nämlich hinter den Kulissen ein Machtkampf brodeln, vor allem zwischen Sportdirektor Sebastian Kehl und dem Technischen Direktor Sven Mislintat.

Das Wichtigste zur Borussia Dortmund in Kürze

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Heikle Interna geleakt: Will Mislintat Kehls Job?

Generell sollen sich Kehl und Mislintat nicht besonders gut leiden können, wie es im Bericht heißt. Demnach sei der Umgangston zwischen beiden rau, wenn sie sich überhaupt mal unterhalten würden.

Erschwerend komme hinzu, dass der früherer Stuttgarter Sportchef Mislantat sich karrieretechnisch zu Höherem berufen sehe und deshalb auf Kehls Job als BVB-Sportdirektor schiele.

Bei seinen angeblichen Ambitionen, BVB-Sportdirektor zu werden, erlitt Mislintat jedoch kürzlich einen Rückschlag. Denn Lars Ricken, Dortmunds Geschäftsführer Sport, verlängerte den Vertrag mit Amtsinhaber Kehl bis zum 30. Juni 2027.

Eine Entscheidung, die bei Mislintat auf Unverständnis gestoßen sein soll. Wie es im Bericht weiter heißt, soll sich der 52-Jährige in der Vergangenheit wiederholt gegen Kehl und auch Ex-Trainer Sahin ausgesprochen haben.

Kehl stützte Sahin hingegen bis zuletzt, zählte zu dessen größten Vertrauten im Verein.

Kehl oder Mislintat? TV-Experte Hamann fordert eine klare Entscheidung von Ricken

Diese Berichte über Dissonanzen zwischen Kehl und Mislintat zeigen, dass der BVB vor richtungsweisenden Wochen in der Führungsebene stehen dürfte.

"Mit beiden geht es wahrscheinlich nicht, dann muss sich Lars Ricken für einen entscheiden", stellt daher "Sky"-Experte Dietmar Hamann in seiner Kolumne klar, "die unsägliche Saga bei Kehls Vertragsverlängerung, die sich über acht, neun Monate hinzieht, sieht nach außen nicht gut aus und ist kein Zeichen von Einheit".

In dieselbe Kerbe schlägt mit Lothar Matthäus ein weiterer "Sky"-Experte: "Die Personen in der Dortmunder Führung harmonieren nicht. Sie harmonieren noch weniger als die Mannschaft. Wenn es oben nicht stimmt, färbt das auch auf die Mannschaft ab."

Mega-Vertrag für Erling Haaland: Die Topverdiener im Sport laut Forbes-Liste

  • Forbes: Die Topverdiener im internationalen Sport
    Superstar Erling Haaland hat seinen Vertrag bei Manchester City vorzeitig bis 2034 verlängert. Dennoch dürfte der Norweger nicht unter den Topverdienern im Sport sein. Dabei soll er laut Medienberichten durch den neuen Kontrakt nun 500.000 Pfund pro Woche (ca. 591.000 Euro) bei den "Citizens" kassieren. ran zeigt das Forbes-Ranking der Topverdiener im Sport. (Stand: 17. Januar 2025/Quelle: Forbes)

    2025 Getty Images

  • Forbes: Die Topverdiener im internationalen Sport
    Laut "The Athletic" wurden im Rahmen der Vertragsverlängerung sämtliche Ausstiegsklauseln für Haaland gestrichen. Das Jahresgehalt des Norwegers soll künftig ungefähr 31 Millionen Euro betragen. Somit winken dem Stürmer bis zum Vertragsende über 300 Millionen Euro Gehalt bei den Citizens. Zum Vertragsende im Jahr 2034 wäre Haaland 34 Jahre alt.

    2025 Getty Images

  • Platz 15: Kirk Cousins (American Football)
    Gehalt: 58,3 Millionen Euro
    Team: Atlanta Falcons (NFL)

    2024 Getty Images

  • Platz 14: Lionel Messi (Fußball)
    Gehalt: 63,2 Millionen Euro
    Team: Inter Miami (MLS)

    2024 Getty Images

  • Platz 13: Nick Bosa (American Football)
    Gehalt: 64,6 Millionen Euro
    Team: San Francisco 49ers (NFL)

    Getty Images

  • Platz 12: Justin Herbert (American Football)
    Gehalt: 65,8 Millionen Euro
    Team: Los Angeles Chargers (NFL)

    ZUMA Press Wire

  • Platz 10: Aaron Rodgers (American Football)
    Gehalt: 69,8 Millionen Euro
    Team: New York Jets (NFL)

    GETTY IMAGES NORTH AMERICA/SID/LUKE HALES

  • Platz 10: Anthony Joshua (Boxen)
    Gehalt: 72,9 Millionen Euro

    2024 Getty Images

  • Platz 9: Canelo Alvarez (Boxen)
    Gehalt: 72,9 Millionen Euro

    2024 Getty Images

  • Platz 8: Max Verstappen (Motorsport/Formel 1)
    Gehalt: 73,9 Millionen Euro
    Team: Red Bull Racing

    2024 Getty Images

  • Platz 7: Neymar (Fußball)
    Gehalt: 77,8 Millionen Euro
    Team: Al-Hilal (Saudi-Arabien)

    2024 Getty Images

  • Platz 6: Kylian Mbappe (Fußball)
    Gehalt: 87,5 Millionen Euro
    Team: Real Madrid (Spanien)

    CordonPress

  • Platz 5: Joe Burrow (American Football)
    Gehalt: 93,3 Millionen Euro
    Team: Cincinnati Bengals (NFL)

    UPI Photo

  • Platz 4: Lamar Jackson (American Football)
    Gehalt: 95,8 Millionen Euro
    Team: Baltimore Ravens (NFL)

    AFP/GETTYIMAGES/SID/Scott Taetsch

  • Platz 3: Karim Benzema (Fußball)
    Gehalt: 97,2 Millionen Euro
    Team: Al-Ittihad (Saudi-Arabien)

    MB Media Solutions

  • Platz 2: Jon Rahm (Golf)
    Gehalt: 192,5 Millionen Euro

    AFP/GETTY IMAGES/SID/TIM WARNER

  • Platz 1: Cristiano Ronaldo (Fußball)
    Gehalt: 194,4 Millionen Euro
    Team: Al-Nassr (Saudi-Arabien)

    imago


Das fehlende Zusammenspiel zwischen Kehl und Mislintat soll laut "Sportbild" wohl auch Auswirkungen auf die aus heutiger Sicht missglückte Kaderzusammenstellung für die aktuelle Saison gehabt haben. Dies könne man an einigen Personalien klar festmachen.

So blieben die teuren Neuzugänge Maximilian Beier und Yan Couto, für die sich Kehl eingesetzt haben soll, bislang sportlich teils deutlich hinter den Erwartungen zurück. Der Vertrag mit dem umstrittenen Kapitän Emre Can wurde hingegen laut "Sportbild" vor allem auf Wunsch von Ex-Trainer Edin Terzic verlängert. Der soll wiederum ein enger Vertrauter Mislintats gewesen sein.

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Welche Rollen spielen Boss Watzke und Berater Sammer?

Neben dem angeblich tobenden Machtkampf zwischen Kehl und Mislintat gehören auch noch Hans-Joachim Watzke (Vorsitzender der Geschäftsführung) und Matthias Sammer als externe Berater zum Führungszirkel des aktuell enttäuschenden Tabellen-Zehnten der Bundesliga.

Den Machtkampf zwischen Kehl und Mislintat soll Watzke hingegen nur von außen verfolgen. Der BVB-Boss wolle nicht persönlich durchgreifen, weil er sowohl Kehl als auch Mislintat selbst in den Verein geholt hatte.

Zudem erklärte der 65-Jährige schon in der Vergangenheit, dass Ricken als Geschäftsführer Sport auch im sportlichen Bereich das Sagen habe und sich Watzke daher zurücknehme.

Dass Ricken durchaus gewillt und und der Lage ist, durchzugreifen, hat der Ex-BVB-Profi schon bewiesen, gerade auch im Bezug auf die umstrittene Personalie Mislintat. Auf Rickens Anweisung wurde Mislintat in der jüngeren Vergangenheit sogar der Zugang zum Profileistungszentrum verwehrt.

Und was ist mit dem externen Berater Sammer? Der frühere BVB-Star und -Meistertrainer führt quasi ein "Doppelleben". Einerseits ist er bei Champions-League-Spielen der Dortmunder als Experte für "Amazon" im Einsatz, andererseits sitzt er in der Bundesliga als externer Berater der BVB-Geschäftsführung an der Seite von Watzke und Ricken auf der Tribüne.

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Eine Konstellation bei Sammer, die nicht nur Befürworter hat.

"Sammer ist Berater der Geschäftsführung, sitzt in der Bundesliga oben auf der Tribüne, aber in der Champions League ist er Experte bei Amazon. Er hat recht, wenn er Kritik übt, aber die Konstellation, die man in Dortmund zulässt, ist ein Problem. Ich schätze Matthias sehr, aber in dieser Doppelfunktion schadet er Borussia Dortmund", kritisierte Matthäus bei "Sky" die Sammer-Rolle innerhalb der Dortmunder-Führung.

Es gibt also viele offene Fragen rund um den BVB, die weit über die Neubesetzung der Trainerposition hinausgehen, bzw. viel weiter oben im Verein beginnen - in der Führung.