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FC Bayern: Christoph Freund als letzter großer Baustein für eine neue Ära - Kommentar

Veröffentlicht:

von Justin Kraft

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Videoclip • 01:05 Min


Mit Christoph Freund hat der FC Bayern nun seinen letzten größeren Baustein auf dem Weg zu mehr sportlicher Kontinuität gesetzt. Ein Kommentar.

Das Wort folgerichtig ist oftmals etwas irreführend. Genau genommen ist damit einfach nur gemeint, dass etwas exakt so kommen musste, wie es gekommen ist.

Aber wer will das schon wissen? Als Christoph Freund 2023 zum FC Bayern kam, fand er einen europäischen Topklub vor, der drauf und dran war, seinen Status sukzessive zu verspielen.

Sportliche Misserfolge häuften sich, im Kader gab es einige größere Probleme und Kontinuität gab es auf den entscheidenden Positionen nicht. Trainer wurden regelmäßig ausgetauscht, Hasan Salihamidzic und Oliver Kahn waren zuvor gescheitert und Freund sammelte im RB-Universum zwar schon viel Erfahrung, aber kam auf diesem Niveau als einigermaßen unbeschriebenes Blatt.

Rund drei Jahre später würden wohl nicht wenige sagen, dass die Verlängerung des Sportdirektors bis 2029 "folgerichtig" sei. Schließlich haben die Münchner eine sehr erfolgreiche Saison hinter sich und es erstmals seit vielen Jahren geschafft, sich auf vielen Positionen wieder stabil aufzustellen.

Kontinuität beim FC Bayern

Zwischen der Verpflichtung von Freund und seiner Verlängerung im September 2026 kamen unter anderem Max Eberl als Sportvorstand, Rouven Kasper als Vorstand Marketing und Vertrieb und es wurde die endgültige Entscheidung getroffen, Jan-Christian Dreesen als CEO und Vorstandsvorsitzenden zu behalten. Er übernahm die Rolle bereits vor der Freund-Verpflichtung.

Zwischenzeitlich sah es gerade auf Vorstandsebene extrem luftig aus beim FCB. Neben Kahn gingen auch Andreas Jung (Marketing, Sommer 2024) und Dr. Michael Diederich (Finanzen, September 2025). Jetzt ist man dort wieder inhaltlich logisch und mit kompetentem Personal aufgestellt.

Im sportlichen Bereich scheinen die Bayern zudem ein gut harmonierendes Trio gefunden zu haben. Das Zusammenspiel zwischen Freund und Eberl funktioniert gut, Vincent Kompany überragt als Trainer. Gab es zu Beginn noch die Sorge, dass zwei Führungspersönlichkeiten in der sportlichen Leitung zu viel sein könnten, sind diese Sorgen mittlerweile ausgeräumt.

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Freund, Eberl und Kompany: Das Trio der Zukunft?

Beide teilen sich die Öffentlichkeitsarbeit untereinander auf und bringen unterschiedliche Stärken im Alltag mit. Freund hat vor allem am Campus gute Arbeit geleistet, dort personell umstrukturiert, sein Knowhow aus Salzburg einbringen können und die Schnittstelle zu den Profis optimiert.

Der Campus ist mittlerweile nicht nur eine wichtige Quelle für den eigenen Profikader, sondern auch eine große Einnahmequelle auf dem Transfermarkt. Eberl wiederum spielt seine Stärken in der Kaderplanung aus. Der Kader ist heute deutlich ausgewogener als vor zwei oder drei Jahren.

Die Verträge der wichtigsten Führungspersönlichkeiten sind nun mittelfristig gesichert. Auch wenn es gerade um Eberl immer Unruhe gab und neue Unruhe beim FC Bayern immer nur eine kleine sportliche Krise entfernt ist, ist das Fundament so gut wie seit den frühen 2010er Jahren nicht mehr.

Am Ende werden die Ergebnisse darüber entscheiden, wie lange dieser Zustand hält und ob das gerade der Beginn einer neuen Ära ist. Dass die Bayern aber auch auf dem Fußballplatz so stabil wirken wie schon seit vielen Jahren nicht mehr, dürfte kein Zufall sein. Es ist fast schon folgerichtig.

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