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Ex-HSV-Profi Königsdörffer sorgt mit Jubel in Hamburg für Kontroverse - "Gehört sich nicht"

Veröffentlicht:

von ran.de

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HSV - Merlin Polzin nach Klatsche bedient: "Maximal beschissen"

Videoclip • 01:11 Min


Ex-HSV-Profi Ransford Königsdörffer jubelt gegen seinen ehemaligen Verein exzessiv. Eine Aktion, die zu einer kontroversen Debatte wird.

Schlimmer hätte der Sonntagnachmittag für den Hamburger SV wohl kaum verlaufen können. Am zweiten Spieltag setzte es beim Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 eine deftige 0:5-Niederlage. Die wohl kontroverseste Szene war dabei ausgerechnet der Jubel eines Ex-HSV-Profis.

Im Sommer wechselte Ransford Königsdörffer ablösefrei von den Rothosen zu den Mainzern. In der zweiten Halbzeit sorgte der Stürmer mit einem unhaltbaren Schuss für den Endstand.

Nach dem Torerfolg entschied sich der 24-Jährige für einen ganz besonderen Jubel. Ein Sprint, ein Knierutscher, dazu einiges an Gestik mit den Händen hinter den Ohren in Richtung der HSV-Fans.

Ein exzessiver Jubel gegen den Ex-Klub - nur Wochen nach dem Abschied: Der Inbegriff von Provokation im Fußball, der unzählige Pfiffe und Buhrufe gegen den Angreifer nach sich zog.

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HSV-Kapitän Remberg mit klaren Aussagen

Auch bei den Hamburgern kam die Aktion nicht allzu gut an. Kapitän Nicolai Remberg stellte seinen Ex-Teamkollegen zur Rede, ging entschlossen auf die Jubeltraube der Mainzer zu.

"Ich mag Ransi unfassbar gerne. Ich komme unfassbar gut mit ihm klar", konstatierte Remberg im anschließenden "DAZN"-Interview.

"Aber ich bin Kapitän von diesem Verein und wenn einer vor unseren Fans jubelt, dann gehört sich das für mich nicht, dann muss ich da hingehen. Das muss ich dann sagen."

Demnach habe er Königsdörffer klar gemacht, dass dessen Jubel "einfach nicht korrekt" sei. Und weiter: "Er hat hier gespielt. Dann so zu jubeln, so doll und so extrem - wenn du dann einen Knierutscher machst, ist das vielleicht auch nicht cool."

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Heftige Beleidigungen gegen Königsdörffer

Ein bisschen Verständnis zeigte der HSV-Kapitän trotz aller Kritik aber dennoch, schließlich musste Königsdörffer in der zurückliegenden Saison teils heftige Kritik ertragen.

"Von außen hat man gar nicht mitbekommen, wie schlimm die Beleidigungen gegen ihn waren. Deswegen muss ich vielleicht jetzt nicht sagen, ich kann ihn verstehen, aber es war schon manchmal echt unter der Gürtellinie, was ich da mitbekommen habe", sagte er.

"Das kam vielleicht bei ihm gerade raus, so hatte ich das Gefühl, weil er danach dann auch abklatschen wollte."

Während sich der Ex-HSV-Profi zu seinem Jubel nicht äußern wollte, versuchten sich die Trainer beider Teams in Deeskalation. "Ich will das nicht überbewerten. Das ist mir scheißegal, wer irgendwas nach einem Tor macht", erklärte HSV-Übungsleiter Merlin Polzin.

So sollten dies die Jungs "untereinander klären", zumal er nach einem 0:5 andere Probleme zu analysieren habe.

Ex-Profi Kittel zeigt kein Verständnis

Mainz-Coach Urs Fischer sagte derweil: "Man sollte es natürlich nicht übertreiben. Aber ich finde, dass sich ein Spieler freuen sollte, wenn er ein Tor schießt.“

Eine Sichtweise, die nicht jeder teilen konnte.

Der ehemalige Hamburger Sonny Kittel, der selbst noch mit Königsdörffer zusammengespielt hatte, kommentierte unter einem entsprechenden Video auf dem Instagram-Kanal von "DAZN": "Bodenlos".

Ransford Königsdörffer wechselte 2022 von Dynamo Dresden zum HSV und bestritt 138 Spiele für den Verein. In der Saison 2024/25 hatte er großen Anteil am Aufstieg des Klubs, in der vergangenen Saison war er Stammspieler und traf fünfmal.

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