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Champions League

Champions League: BVB-Trainer Niko Kovac muss sein goldenes Händchen zwingend behalten - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

ran Fußball Bundesliga

BVB-Problem für Jürgen Klopp? Niko Kovac klärt auf

Videoclip • 01:34 Min


Niko Kovac ist mit seinen Wechseln der heimliche Matchwinner für Borussia Dortmund gegen Villarreal. Doch für eine erfolgreiche Saison darf diese Qualität keine Eintagsfliege gewesen sein. Ein Kommentar.

Ethan Nwaneri? Umtriebiger Offensivgeist, der den Pfosten traf. Jobe Bellingham? Leitete das 2:1 mit einem tollen Pass auf Fabio Silva ein. Und dann natürlich eben jener Silva, der an seine zuletzt starken Jokereinsätze nahtlos anknüpfte und neben seiner Vorlage auch drei eigene Torabschlüsse hatte, die allerdings vereitelt wurden.

Keine Frage: Der Auftaktsieg von Borussia Dortmund gegen den FC Villarreal (3:2) in der Ligaphase der Champions League war auch ein Erfolg der Einwechselspieler. Und damit das Verdienst von Trainer Niko Kovac, der ein goldenes Händchen bewies und sich die drei Punkte ans Revers heften kann.

Allerdings braucht es deutlich mehr solcher Momente des Kroaten im Laufe der Champions-League-Saison, damit am Ende eine erfolgreiche Saison zu Buche steht. Die Ambitionen beim BVB in der Königsklasse sind hoch, weil auch der finanzielle Druck spürbar ist.

Champions League: Frühes Aus kostete den BVB viel Geld

Das Aus in der Playoff-Runde gegen Atalanta Bergamo in der Vorsaison war nicht nur sportlich eine herbe Enttäuschung, sondern riss auch ein Loch in die Kassen. Um die 17 Millionen Euro sprangen bei den UEFA-Prämien weniger heraus als erhofft, weil das einkalkulierte Ziel Achtelfinale verpasst wurde.

Damit war das enttäuschende Abschneiden in der Champions League ein maßgeblicher Faktor für das Gesamtminus in Höhe von fast 22 Millionen Euro im vergangenen Geschäftsjahr. Bedeutet: Der BVB ist auf eine starke Champions-League-Saison angewiesen. Daran muss sich Kovac messen lassen.

Insofern ist der Erfolg gegen Villarreal ein schöner Auftakt, mehr aber bislang nicht. Kovac ist noch immer den Beweis schuldig geblieben, einen Verein europäisch weit bringen zu können. Zur Erinnerung: Mit den Bayern scheiterte er in der Saison 2018/19 im Achtelfinale, ehe das fast identische Team nach seiner Entlassung unter Hansi Flick zum Sextuple marschierte.

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Borussia Dortmund: Niko Kovac muss europäisch liefern

Und gerade in der Champions League ist der BVB auf diese entscheidenden Momente seines Trainers angewiesen. In der Bundesliga ist die individuelle Qualität des Dortmunder Kaders in den meisten Fällen hoch genug, um sich durchsetzen zu können. Auf internationalem Niveau aber ist der BVB ein Klub von vielen, der sich direkt unterhalb der europäischen Elite einreiht.

Neben der Tagesform, Losglück oder Schiedsrichterentscheidungen kann eben auch die Qualität des Trainers darüber entscheiden, ob die nächste Runde erreicht wird - oder nicht. Das Abschneiden in der Champions League könnte auch über die Zukunft von Kovac in Dortmund entscheiden.

Denn noch einmal ein solch frühes Ausscheiden kann sich der Klub schlicht nicht leisten - nicht finanziell und auch nicht für seine sportliche Reputation, die ja gerade in puncto internationale Vermarktung auch Geld einbringt.

Insofern ist das sprichwörtliche goldene Händchen des Trainers beim BVB tatsächlich Gold wert. Die Dortmunder werden hoffen, dass Kovac es möglichst lange beibehalten kann.

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