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FIFA verteidigt Gianni Infantino: Diese Attacke ist entlarvend - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Andreas Reiners

:newstime

EX-DFB-Präsident rechnet mit Infantino ab

Videoclip • 01:20 Min • Ab 12


Die FIFA hat mal wieder ein Statement veröffentlicht, das tief blicken lässt. Der Verband und sein Präsident sind angeschlagen – und schlagen zurück. Ein Kommentar.

Von Andreas Reiners

Das Statement kam quasi aus dem Nichts.

Am späten Samstagabend knöpfte sich die FIFA in einem Schreiben die Kritiker vor, vor allem die von Präsident Gianni Infantino. Der steht seit einiger Zeit wegen diverser Missstände immer massiver unter Druck.

Es regt sich Widerstand gegen den 56-Jährigen, der sich in seiner Amtszeit eine Machtfülle innerhalb des Verbands aufgebaut hat, mit der er schalten und walten kann, wie er will.

Selbstkritik? Fehlanzeige. Darin bleiben sich die FIFA und ihr Präsident treu.

Was Machtmenschen oft passiert, ist auch bei Infantino zu beobachten: Er wurde immer gieriger, hielt sich für unfehlbar und unangreifbar, überschritt Grenzen und überschätzte dabei das eigene Standing außerhalb der FIFA ebenso wie er gleichzeitig seine Gegner unterschätzte.

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FIFA und Gianni Infantino: Entlarvendes Statement

Und was machen Menschen, die in die Ecke gedrängt werden? Zurückbeißen. Um sich schlagen.

Genau das ist am Samstagabend passiert.

Es gab keine inhaltliche Auseinandersetzung mit Vorwürfen, Gerüchten oder Problemen, sondern eine Generalabrechnung, einen Rundumschlag, um "den Präsidenten" (Infantino wurde nicht namentlich genannt) zu unterstützen.

Das hätte man mit guten Begründungen oder Belegen unterfüttern können. Darauf hat man aber verzichtet.

Wer die Zeilen verfasst hat, bleibt übrigens offen. Im Statement ist es ein "Sprecher". Es ist einigermaßen bizarr, wenn sich ein Verband durch einen anonymen Sprecher wehrt und Infantino offiziell außen vor bleibt, auch namentlich.

Was im Dunstkreis der FIFA aber nicht mehr überrascht.

FIFA zeigt eine eklatante Schwäche

Die FIFA zeigt mit dem Vorgehen so oder so keine Stärke, sondern eine eklatante Schwäche.

Wer keine Argumente nennt, hat auch keine. Wer Vorwürfe nicht entkräftet, kann es ganz offensichtlich auch nicht. Und wer sich mit dem Ganzen nicht einmal in Ansätzen auseinandersetzt, will es schlicht und ergreifend nicht.

Ein klassisches Eigentor. Mal wieder.

Was nur deutlicher zeigt, dass die FIFA und Infantino längst mit dem Rücken zur Wand stehen. Und deshalb zum Gegenangriff übergehen. Nach dem Motto: Angriff ist die beste Verteidigung, auch wenn sie inhaltlich zahnlos ist.

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FIFA und Infantino: Die Zukunft kann verändert werden

Was das Statement aber auch zeigt: Dass es mit Sicherheit keine Veränderungen geben wird. Dafür bräuchte es eine Art Einsicht, eine Selbstreflexion, den Funken eines Willens. Davon ist in dem Schreiben nichts zu lesen, nicht einmal zwischen den Zeilen.

Weshalb der Weltfußball in eine komplizierte Zukunft geht.

Die ist aber nicht in Stein gemeißelt. Darauf weist die FIFA in ihrem Statement selbst hin: Infantino ist demokratisch gewählt. Er kann im Frühjahr 2027 daher auch abgewählt werden. Theoretisch zumindest. Denn nach den jüngsten Bekenntnissen einiger Verbände wird das wohl nicht passieren.

Das weiß auch die FIFA. Weshalb es auch keine inhaltliche Auseinandersetzung geben muss.

Selbst wenn man mit dem Rücken zur Wand steht.

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