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Türkei: Fans fordern Montella-Aus nach Italien-Debakel

Veröffentlicht:

von Mike Stiefelhagen

ran Fußball

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Videoclip • 01:15 Min


Die Türkei erlebt gegen Italien einen bitteren Abend in der Nations League. Auf den Rängen wächst der Ärger, auch ein ungewöhnliches Versprechen des Verbandschefs wird zum Thema.

Nach 27 Minuten lag die Türkei schon 0:3 zurück.

Auf den Rängen forderten Fans den Rücktritt von Vincenzo Montella. Beim 1:4 (0:3) gegen Italien am Montagabend in Bursa musste sich der Nationaltrainer heftige Proteste anhören.

Von den Tribünen kamen "Montella istifa"-Rufe, mit denen Anhänger den Italiener zum Rücktritt aufforderten.

Damit steht die Türkei nach zwei Spielen in der Nations League ohne Punkt am Ende der Gruppe A1. Bereits zum Auftakt hatte Montellas Mannschaft mit 0:1 gegen Frankreich verloren.

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Montella lehnt Rücktritt ab und stellt sich vor seine Spieler

Ans Aufhören denkt Montella dennoch nicht. Auf der Pressekonferenz erklärte er, ein Rücktritt stehe für ihn nicht zur Debatte. Er glaube weiter an seine Arbeit und die Mannschaft. Sollte sich das ändern, würde er zuerst mit seinen Spielern sprechen.

Für den Auftritt zu Beginn der Partie fand er klare Worte. Die ersten 30 Minuten seien so schlecht gewesen, dass die Pfiffe verdient gewesen seien. Seine Mannschaft müsse aus den Fehlern lernen, ohne ihr Selbstvertrauen zu verlieren.

Zugleich störte ihn der Umgang mit einzelnen Spielern. Die Pfiffe gegen Torhüter Altay Bayindir hätten ihn getroffen. Angesichts der Leistungen in den vergangenen drei Jahren hätten seine Spieler mehr Unterstützung verdient.

Besonders deutlich wurde er bei Yilmaz und Kerem Akturkoglu. Den beiden würde er am liebsten Statuen errichten, erklärte Montella. Sie spielten seit längerer Zeit auf ungewohnten Positionen und gäben trotzdem alles für die Nationalmannschaft.

Fans spotten über versprochene Villen

Auch Verbandspräsident Ibrahim Haciosmanoglu bekam den Ärger ab. Neben Rücktrittsforderungen gegen den Verband riefen Zuschauer "Villa versene". Damit forderten sie ihn auf, eine Villa zu verschenken.

Der Spott bezog sich auf ein Versprechen des Verbandschefs: Nach der erfolgreichen Qualifikation für die WM 2026 hatte Haciosmanoglu laut "T24" angekündigt, den Nationalspielern Villen in Bodrum zu schenken.

Haciosmanoglu verließ nach den Protesten die Tribüne. Auch gegen ihn persönlich waren Rufe laut geworden, er solle gehen.

Für die Türkei stehen als Nächstes zwei Auswärtsspiele an: Am Freitag, 2. Oktober, geht es nach Belgien. Am Montag darauf folgt in Italien die Gelegenheit zur Revanche.

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