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WM 2026: Trump, Infantino und die FIFA haben Team USA das Turnier gekostet! Ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Kai Esserran Fußball
WM 2026: "Stellt alles infrage!" Klopp schießt im Balogun-Skandal gegen FIFA
Videoclip • 03:54 Min
Nach langem Hin und Her durfte Folarin Balogun für die USA im Achtelfinale der WM auflaufen. Man sah ihm und dem ganzen Team USA allerdings an: Diese Farce hat am Ende mehr geschadet als geholfen. Ein Kommentar.
Eigentlich wollte das "USMNT" Kraft und Energie daraus ziehen.
Kraft und Energie aus dem Urteil, die Sperre von Folarin Balogun auszusetzen und ihn aufstellen zu können. Am Ende verpuffte das jedoch wie ein Tropfen auf dem heißen Stein. Die USA verlor sang- und klanglos mit 1:4 gegen Belgien.
Nicht nur wurden dem Team von Mauricio Pochettino klar die Grenzen aufgezeigt - das "Wir gegen alle"-Gefühl schlug komplett in die andere Richtung um.
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WM 2026: Spieler wurden gegen ihren Willen instrumentalisiert
Denn man sah relativ deutlich: Jenes Gefühl, jenes Mantra wurde den Spielern der USA regelrecht aufgezwungen.
Spieler und Verband hatten sich zwar ob der Roten Karte beklagt, einen formellen Protest jedoch nie formuliert und eingereicht. Stattgegeben wurde ihm dennoch, weil von oberster Stelle - dem Weißen Haus - Druck ausgeübt wurde.
Die Politik focht also einen Kampf aus, den im eigentlichen Team niemand kämpfen wollte. Die Spieler, die bisher ein wirklich gutes Turnier spielten und völlig zurecht im Achtelfinale standen, wurden für die Politik instrumentalisiert.
Noch schlimmer: Sie wurden Opfer der logischen Gegenreaktion der Fußballwelt, die mehrheitlich fassungslos war.
Sowohl Donald Trump als auch Gianni Infantino sind die Gegenstimmen, die sie aufs Schärfste kritisieren, wahrscheinlich herzlich egal. Was soll passieren, werden sie deshalb abgesetzt? Das klingt wie ein größerer Witz als der Freispruch für Balogun.
Doch man sah es auf dem Platz: Chris Richards, einer der individuell besten und stabilsten US-Spieler, patzte folgenschwer. Genau so wie sein Torhüter Matt Freese, der einen schier unerklärlichen Ausflug wagte.
Begingen sie diese Fehler, weil in den letzten 36 Stunden vor dem Spiel wenig über eben jenes Spiel gesprochen wurde? Vermutlich nicht. Hat das die Spieler in irgendeiner Form dennoch unterbewusst beeinflusst und vielleicht gehemmt? Kaum zu bestreiten.
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WM 2026: Statt furiosem US-Team bleibt nur Einflussnahme der Regierung in Erinnerung
Dabei hatten die Spieler selbst noch versucht, der Sache etwas Positives abzugewinnen. Christian Pulisic sprach von einem zusätzlichen Schub, den ihnen die unverhoffte Rückkehr des besten Torschützen gebe.
Am Ende war das Gegenteil der Fall. Die USA wirkten von der ersten Minute an fahrig, ideenlos, fast wie gelähmt von der eigenen Geschichte, die sie in den Tagen zuvor geschrieben hatten.
Dabei hatte dieses Team bis dahin ein Turnier gespielt, das Amerika im Sturm eroberte: mutig, furios, mit einem Fußball, der Lust auf mehr machte - auch weit über die Landesgrenzen hinweg. Genau dieses Bild ist nun kaputt. Nicht, weil die Mannschaft schlechter wurde, sondern weil sich das Narrativ komplett verschoben hat.
Es geht nicht mehr um Pulisic, um Balogun - der im übrigen für all das am allerwenigsten kann - oder um eine junge US-Auswahl, die ein vorzügliches Heimturnier spielte. Es geht um Donald Trump und Gianni Infantino, die sich nicht einmal die geringste Mühe gaben, ihre Einflussnahme zu vertuschen.
Und genau das ist die bitterste Pointe dieses Achtelfinales: Eine eigentlich starke Mannschaft wurde nicht nur durch Belgien entzaubert, sondern viel mehr durch die eigene Regierung - und den Weltverband - um die Erzählung ihres Turniers gebracht.
Alles nur, weil sich Infantino Trump gebeugt hat, wie ein höriger Bediensteter.
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