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Laufen

Extremsportler Rainer Predl verläuft sich in der Wüste - und setzt zur Aufholjagd an

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

taff

Last Soul Ultra: Laufen bis zum Umfallen

Videoclip • 06:47 Min • Ab 12


Hitze, Sand und ein folgenschwerer Umweg: Extremläufer Rainer Predl musste beim Ultra Mirage 100k in Tunesien an seine Grenzen gehen.

Bei Temperaturen von über 35 Grad, zahlreichen Dünen und ohne Schatten hatte der Niederösterreicher Rainer Predl ein ehrgeiziges Ziel: Er wollte den Streckenrekord von 8:21 Stunden beim Ultra Mirage 100k unterbieten und an seinen Sieg beim Sahara-Marathon 2014 in Algerien anknüpfen.

Zunächst lief alles nach Plan. Nach rund 47 Kilometern führte Predl das Feld an.

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Predl verläuft sich: Einheimischer im Pick-up macht ihm Fehler klar

Dann verlief er sich. Erst zwei Kilometer später machte ihn ein Einheimischer, der mit einem Pick-up voller Schafe vorbeikam, auf seinen Fehler aufmerksam. Der zusätzliche Weg kostete wertvolle Zeit und Kraft. "Das kostet schon unter normalen Umständen Substanz, in der Wüste noch mehr", sagte Predl laut einem Bericht von "NÖN".

Auf dem Rückweg konnte Predl zumindest einige andere Teilnehmer davor bewahren, ebenfalls falsch abzubiegen.

Der Lauf durch die Sahara, hier ein Beispielfoto mit Mathieu Blanchard (85) und Aziz Yachou (6), führt die Läufer an ihre Grenzen

Bild: Action Plus


Dehydriert fiel der Marchfelder auf Rang fünf zurück. Neben der extremen Hitze sorgten auch Schlangen und aggressive Wildhunde entlang der Strecke für unangenehme Begegnungen.

Trotz aller Strapazen mobilisierte Predl seine letzten Reserven und arbeitete sich wieder nach vorne. Nach 10:10 Stunden erreichte er als Dritter das Ziel. Nur ein Algerier und ein Tunesier waren schneller – ihr Vorsprung betrug knapp zehn Minuten.

Ohne Umweg hätte Predl vermutlich gewonnen - und vielleicht auch einen neuen Streckenrekord aufgestellt.

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