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Leichtathletik-EM

Leichtathletik-EM: "Will keinen Meter was machen" - Scharfe Kritik an Gesa Krause aus der eigenen Mannschaft

Aktualisiert:

von SID

:newstime

Erste deutsche Leichtathletik-Medaillen

Videoclip • 25 Sek • Ab 12


Beim EM-Hindernislauf stürzt die deutsche Medaillenkandidatin Lea Meyer in den Wassergraben. Später schießt sie gegen Landsfrau und Siegerin Gesa Krause.

Hindernisläuferin Lea Meyer hat nach ihrem verhängnisvollen Sturz bei der Leichtathletik-EM in einem bemerkenswert trotzigen Interview die Europameisterin Gesa Krause kritisiert.

"Es ist einem ja bewusst: Gesa will keinen Meter was machen", sagte Meyer, die das Finale am Donnerstagabend lange von vorne bestimmt hatte, im "ZDF". "Die sitzt das aus und rennt dann hinten raus."

Meyer war in Birmingham als Vorlaufschnellste auf Medaillenkurs, sie stürzte aber auf der letzten Runde kopfüber in den Wassergraben. "Ich behaupte trotzdem, ich bin die beste Hindernisläuferin Europas mit Alice Finot (Silbermedaillengewinnerin, d. Red.), definitiv, einhundert Prozent", sagte sie.

"Ich finde, ich hätte die Medaille verdient. Nichtsdestotrotz: So ein Sturz darf nicht passieren, ist dämlich." Bereits bei der WM 2022 war sie in den Wassergraben gestürzt.

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Krause kontert cool: "Wer das macht, entscheidet sich ja selbst dazu"

Die Kritik lächelte die Goldmedaillengewinnerin cool weg: "Ich meine, wer die Führungsarbeit macht", sagte Krause nach ihrem insgesamt dritten EM-Titel, "entscheidet sich ja selbst dazu. Und ich persönlich bin einfach nicht so der Frontläufer. Also das ist schon auch eine bewusste Entscheidung. Und ich bin jemand, der gerne auf dem letzten Kilometer oder auf der letzten Runde Gas gibt - vor allem bei Meisterschaften."

Später war Meyer auch noch einsichtig: "Heute haben die besten Wettkämpferinnen gewonnen", sagte sie. "Die beiden sind wesentlich älter als ich - und haben es auch verdient. Mehr habe ich nicht zu sagen."

Eien Kampfansage für die Olympischen Sommerspiele in Los Angeles 2028 sendete sie trotzdem: "Spätestens in LA stehe ich als deutsche Rekordhalterin. Ich gehöre an die Spitze Europas." Noch ist sie mit einer Bestzeit von 9:09,13 Minuten fast sechs Sekunden langsamer als Krause (9:03,30).

Meyer rudert auf Instagram zurück: "Ist verdient Europameisterin"

Auf Social Media entschärfte Meyer ihre Kritik. "Gesa ist verdient Europameisterin geworden. Sie hat die beste Taktik gewählt und ihre Stärken ausgespielt", schrieb die 28-Jährige in einer Stellungnahme bei Instagram.

Sie war auf Medaillenkurs liegend auf der letzten Runde in einen Wassergraben gestürzt, zuvor hatte sie lange das Tempo vorgegeben. Am Ende reichte es nur zu Platz vier. "Ich war im entscheidenden Moment nicht gut genug, habe Fehler gemacht und meine Taktik ist nicht aufgegangen", schrieb Meyer. Das sei "mein alleiniger Fehler".

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