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Formel 1: Aberkanntes Gasly-Podium in Monaco - Briatore erhebt brisante Vorwürfe gegen McLaren

Veröffentlicht:

von Franziska Wendler

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Videoclip • 01:11 Min


Im Rahmen des aberkannten Podestplatzes von Pierre Gasly beim Monaco-GP erhebt Alpine-Berater Flavio Briatore schwere Vorwürfe gegen McLaren.

Das Endergebnis des Großen Preises der Formel 1 in Monaco bleibt weiter ein hitziges Thema. Das Internationale Berufungsgericht der FIA hatte Alpine-Pilot Pierre Gasly seinen dritten Platz bei dem Grand Prix im Fürstentum nachträglich entzogen – nach Einsprüchen von Red Bull und McLaren.

Flavio Briatore, Berater und Manager bei Alpine, hat im Rahmen des Italien-GP nun schwere Vorwürfe erhoben. So vermutet er Einflussnahme von McLaren auf einen der zuständigen Richter.

"Ich halte das zunächst einmal für sehr unfair, aber wir akzeptieren die Entscheidung", begann Briatore am Rande der Pressekonferenz der Teamchefs seine Ausführungen.

Der Italiener fuhr fort: "Sehr seltsam war: Es gab vier Richter im Gremium, und einer von ihnen trat wie ein Staatsanwalt auf. Das an sich ist kein großes Problem. Das Problem ist, dass es eine enge Verbindung zu McLaren gibt."

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Briatore erhebt heftige Vorwürfe

In der Folge holte der Exekutivberater von Alpine sogar einen Zettel hervor und führte weiter aus: "Wir haben ein schönes Foto von diesem Mann bei der Rede für McLaren im Jahr 2018 in MSO, Beverly Hills. Er hat eine Stiftung, die 'One Drop Foundation' heißt.“

Und weiter: "Und McLaren hat zwei oder drei McLaren-Fahrzeuge gespendet. Und ich halte es für ziemlich unfair, dass einer der Richter mit einem Team in Verbindung stand, das gegen uns protestiert hat."

Doch damit nicht genug. "Der Richter muss normalerweise komplett unabhängig sein“, so Briatore. Demnach habe sich der Richter während der Anhörung "sehr schlecht" verhalten: "Und danach haben wir herausgefunden, warum er so schlecht zu uns war: Weil er in Verbindung zu McLaren steht."

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McLaren-Teamchef von Anschuldigungen empört

Wenig überraschend kamen die Anschuldigungen des 76-Jährigen bei McLaren alles andere als gut an.

"Ich finde, dass sich diese Konferenz für McLaren in eine Richtung entwickelt, die ziemlich beleidigend für McLaren und für den Ruf eines Teams ist, das viel Respekt verdient“, reagierte McLaren-Teamchef Andrea Stella mit scharfen Worten.

"Und wenn jemand solche Vorwürfe erhebt, die ziemlich schwerwiegend erscheinen, muss man die Verantwortung für das übernehmen, was er in einem öffentlichen Forum sagt", betonte der Italiener weiter: "Die Anhörung, das gesamte Verfahren vor dem Internationalen Berufungsgericht, wurde nach den höchsten Standards durchgeführt. Wir sollten diesen Fall nicht so infrage stellen, wie es hier gerade getan wird."

Gasly bei Monaco-GP nur noch Siebter

Gasly hatte beim Rennen in Monaco ursprünglich als Dritter die Ziellinie erreicht. Aufgrund eines Verstoßes gegen das Tempolimit in der Boxengasse erhielt er dann aber zwei Fünf-Sekunden-Strafen. Gegen diese legte Alpine zunächst erfolgreich Protest ein, woraufhin Gasly fünf Tage nach dem Rennen seinen dritten Platz zurückerhielt.

Nun korrigierte die FIA das Endergebnis aber noch einmal. So wird Gasly nur als Siebter geführt, der dritte Platz geht dafür an Red-Bull-Pilot Isack Hadjar.

Beim Rennen im Fürstentum kam es in diesem Jahr zu mehreren fehlerhaften Messungen in der Boxengasse. Einige Strafen wurden während, andere nach dem Rennen ausgesprochen.

Schwierig: Diverse Strafen wurden bereits während des laufenden Rennens bei Boxenstopps abgesessen, konnten damit also nicht mehr zurückgenommen werden. Gasly wiederum saß seine Strafe nicht ab, weil Alpine nach dem Rennen Einspruch einlegen wollte und dies auch tat - letztlich erfolglos.

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