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Motorsport

Formel 1 plant für 2027 das wohl absurdeste Sprintrennen aller Zeiten - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Oliver Jensen

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Videoclip • 01:46 Min


Der Große Preis von Monaco bietet zwar viel Glamour und Faszination, aber kaum Action auf der Rennstrecke. Umso unsinniger, dort in der Saison 2027 auch noch ein Sprintrennen zu veranstalten.

Das Formel-1-Rennen von Monaco übt eine große Faszination aus. Die schnellen Boliden rasen mitten durch die Stadt, durch einen Tunnel hindurch und an vielen luxuriösen Yachten vorbei. Neben der Strecke zeigen sich die Stars und Sternchen. Bei kaum einem Rennen ist der Promi-Faktor so hoch wie hier.

Langweilig wird es erst, wenn das Rennen beginnt. Denn so glamourös das Drumherum ist, so langweilig ist meist das Geschehen auf der Rennstrecke.

Das Problem: Auf dem engen Kurs ist das Überholen nahezu unmöglich. Wie an einer Schnur gezogen, fahren die Rennboliden hintereinander her. 2025 gab es im gesamten Rennen nur vier Überholmanöver. Und manche Zuschauer fragen sich heute noch, wann diese gewesen sein sollen.

Fast nach jedem Rennen wird in den Medien und unter Fans diskutiert, ob der Große Preis von Monaco überhaupt noch seine Daseinsberechtigung hat. Die Formel 1 hält unverändert daran fest. Das ist angesichts der Historie und des Glamour-Faktors von diesem Grand Prix verständlich.

Dass nun aber der Rennkalender für 2027 auch noch ein Sprintrennen in Monaco beinhaltet, erscheint auf den ersten Blick wie ein Aprilscherz. Problem ist nur: Wir haben nicht April - und das Sprintrennen wird am 5. Juni 2027 tatsächlich stattfinden.

Kimi Antonelli (Mercedes-AMG Petronas 12) in der Chiron, 3 Freies Training, Grosser Preis von Monaco, Motorsport, Herren, Formel 1, 06.06.2026 Monte Carlo Monaco MCO *** Kimi Antonelli Mercedes AMG Petronas 12 in the Chiron, 3 Free Practice, Monaco Grand Prix, Motorsport, Men, Formula 1, 06 06 2026 Monte Carlo Monaco MCO Copyright: xkolbert-press ChristianxKolbertx

Bild: kolbert-press


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Formel 1 Sprintrennen sind sinnvoll - aber nicht in Monte Carlo

Bereits jetzt lässt sich die These aufstellen: Das Sprintrennen von Monaco wird das unsinnigste Sprintrennen der Formel-1-Historie.

Grundsätzlich ist es verständlich, dass die Formel 1 auf Sprintrennen setzt. Zehn dieser Kurzrennen sind für 2027 geplant, nachdem der Kalender 2026 sechs Sprintrennen beinhaltet. Die für viele Fans langweiligen freien Trainings werden dadurch von drei auf eins reduziert. Stattdessen gibt es zweimal ein Qualifying und zwei Rennen in unterschiedlicher Länge. Das ist zunächst einmal deutlich spannender.

Sprintrennen richten sich auch an Zuschauer, denen ein kürzeres Rennformat entgegenkommt. Innerhalb von rund 25 bis 30 Minuten gibt es einen spannenden Start, ein paar Überholmanöver und womöglich ein spannendes Finish.

Doch in Monaco fällt all das vermutlich weg. Das Sprintrennen dürfte eher eine Parade durch Monaco ohne Positionsveränderung werden.

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Nur die Qualifyings bieten in Monaco Spannung

Im Rennen gibt es immerhin noch die Möglichkeit, durch eine clevere Boxenstrategie ein paar Plätze gut zu machen. Doch im Sprint wird höchstens an die Box gefahren, wenn es einen Wetterumschwung oder sonstige unvorhergesehene Ereignisse gibt.

Warum nimmt die Formel 1 also ein Sprintrennen in den Kalender auf, der pure Langeweile verspricht?

Die Antwort liegt auf der Hand: Sprintrennen und Hauptrennen bedeutet auch, dass es zwei Qualifyings gibt. Die Qualifyings waren in den vergangenen Jahren meist deutlich spannender als die eigentlichen Rennen. Hier könnte tatsächlich ordentlich Spannung aufkommen.

Die Rennen muss man sich dann ja nicht unbedingt anschauen.

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