Verletzung nach wie vor ein Thema
Olympia 2026: Federica Brignone spricht nach Doppel-Gold offen über Rücktritt
Aktualisiert:
von Chris Lugertran Olympia
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Videoclip • 01:27 Min
Bei den Olympischen Winterspielen schrieb Federica Brignone eine wundersame Geschichte. Doch nun gab die 35-Jährige zu, dass ihre Horrorverletzung vom vergangenen April womöglich ein Karriereende einfordere.
Federica Brignone sorgte für das womöglich größte Märchen der Olympischen Winterspiele in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Im April 2025 hatte sich der italienische Skistar im Rahmen der nationalen Meisterschaften schwer verletzt, sich einen mehrfachen Schien- und Wadenbeinbruch sowie einen Kreuzbandriss zugezogen.
Ein Start bei Olympia nur zehn Monate später? Eigentlich ausgeschlossen. Doch Brignone gab ihren Traum nicht auf, kämpfte sich zurück und stand bei den Spielen schließlich nicht nur am Start, sondern gewann sogar zweimal Gold - im Super-G und im Riesenslalom. Es war nicht weniger als eine medizinische Sensation.
Doch hinter der Fassade sieht es bei der 35-Jährigen ganz anders aus. Die schwere Verletzung aus dem vergangenen Jahr ist noch lange nicht überstanden - und wird womöglich nie völlig ausheilen, wie sie nun zugab. "Die Wahrheit ist, dass ich nie ganz genesen werde", sagte Brignone der "Gazzetta dello Sport".
Ein Karriereende sei deshalb ein ganz konkretes Thema. "Wenn es eine Qual sein muss, weil es mir zu schlecht geht, werdet ihr mich nächstes Jahr wohl kaum sehen", stellte sie klar.
Brignone würde Olympia-Gold eintauschen
Die Schmerzen seien ein täglicher Begleiter. "Mit dieser Verletzung muss ich leben, auch wenn es nach und nach besser wird. Wenn ich morgens Ski fahre, hinke ich danach den ganzen Tag", erklärte die zweimalige Weltmeisterin.
Brignone verriet, dass sie sogar ihre zwei olympischen Goldmedaillen eintauschen würde, wenn sie damit den verheerenden Sturz aus dem Vorjahr rückgängig machen könnte. Sie versuche stets, "meine Grenzen zu überwinden" und habe bei Olympia "die Zähne zusammengebissen".
Doch mehr geht womöglich nicht mehr. "Jetzt weigern sich mein Körper und mein Gehirn, weiterzumachen", bilanzierte sie.
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