Paralympics
Paralympics: Deutsche Sportler boykottieren Eröffnungsfeier
Aktualisiert:
von SIDran Olympia
Olympia: Verstörende Nachrichten! Snowboard-Ikone Chloe Kim reagiert
Videoclip • 01:27 Min
Bei den Paralympics dürfen Sportler aus Russland und Belarus teilnehmen. Die deutsche Delegation reagiert deutlich und boykottiert die Eröffnungsfeier.
Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) wird aus Protest gegen die Zulassung von Sportlern aus Russland und Belarus den Einmarsch der Nationen bei der Eröffnungsfeier der Paralympics boykottieren. Wie der Verband mitteilte, werde das Team D keine Sportler und Offizielle ins Amphitheater von Verona entsenden. Diese Entscheidung diene "sowohl der Konzentration auf die bevorstehenden Wettkämpfe als auch dem Anliegen, die solidarische Haltung gegenüber der ukrainischen Delegation respektvoll zum Ausdruck zu bringen".
Einen kompletten Boykott der Eröffnungsfeier stellt dies allerdings nicht dar. An den im Vorfeld an den verschiedenen Austragungsorten aufgezeichneten Aufnahmen, die während der Zeremonie im Stadion und Fernsehbild eingeblendet werden, werde das Team Deutschland Paralympics "wie vorgesehen teilnehmen". Mit diesen Maßnahmen verbindet die deutsche Mannschaft "sportliche Fokussierung mit einer eindeutig wertebasierten Position", heißt es in der Pressemitteilung weiter.
Für den DBS habe die Perspektive "seiner Athletinnen und Athleten höchste Priorität. Ihre Einschätzungen sowie ihre Verantwortung gegenüber dem sportlichen Wettbewerb und den Werten der Paralympischen Bewegung wurden umfassend in die Entscheidungsfindung einbezogen." Zuletzt hatte der Verbandspräsident noch einen Boykott abgelehnt. Davon halte er "nichts", hatte Hans-Jörg Michels dem "SID" gesagt: "Das hat man in der Vergangenheit gesehen, dass das im Grunde genommen nichts bringt für den Sport."
DBS kritisiert Paralympisches Komitee scharf
Doch nun folgte die Kehrtwende samt harscher Kritik am Internationalen Paralympischen Komitee (IPC). "Der Beschluss der IPC-Generalversammlung im September 2025 und das Urteil des CAS beinhalteten ausdrücklich keine Verpflichtung, Startplätze an diese Nationen zu vergeben", schrieb der DBS: "Die Entscheidung des IPC fordert die Paralympische Bewegung in besonderem Maße heraus." Das IPC hatte im Februar sechs Wildcards an russische Sportlerinnen und Sportler vergeben, die nun unter eigener Flagge starten. Auch Belarus bekam vier Startplätze.
"Angesichts der aktuellen Entwicklungen ist es umso wichtiger, den Kern der Paralympischen Idee zu bewahren: faire Wettkämpfe in einem friedlichen Umfeld, in dem Athletinnen und Athleten aus aller Welt ihre Leistungen und persönlichen Geschichten präsentieren können", betonte der DBS: "Gerade in herausfordernden Zeiten bleibt es unsere gemeinsame Aufgabe, die Paralympischen Werte sichtbar zu leben und die Integrität des Sports entschlossen zu schützen."
Neben der Ukraine hatten zuvor bereits andere Nationen wie Estland, Finnland, Lettland, Litauen, Polen, Niederlande und Tschechien einen Boykott der Eröffnungsfeier angekündigt.
Weitere News und Videos

2. Bundesliga
Nürnberg an der Spitze - Lautern schlägt Braunschweig

NFL
Injury Update: Rams-Schock! Superstar an Hüfte verletzt

Formel 1
Hamilton wehrt sich gegen heftige Ferrari-Gerüchte

U21 EM
Lettland vs. Deutschland: U21-EM-Quali - Alle Infos zur Übertragung im Free-TV, Stream und Ticker

Fußball
Brunner in Topform: Tor, U21-Ticket und Lob von Klopp

NFL
Donald-Comeback gegen die Giants? "Das ist der Plan"

La Liga
Adeyemi spielt bei Flick eine ganz besondere Rolle

Tennis
Tennis - Laver Cup 2026 live: Alexander Zverev & Co. - alle Infos zu Teilnehmern, Spielplan und Übertragung im TV und Stream

Fußball
Klopp trifft Kapitäns-Entscheidung bei Kimmich