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Tour de France: Tour-Aus für Lipowitz: Sturzdrama überschattet Zeitfahren

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:13 Min


Für Florian Lipowitz endet die Tour de France auf dramatische Weise. Der Vorjahresdritte stürzt im Einzelzeitfahren schwer.

Im schmerzhaftesten Moment seiner jungen Karriere schleppte sich Florian Lipowitz mit gesenktem Kopf in Richtung Krankenwagen. Mit der linken Hand hielt der deutsche Tour-Hoffnungsträger seine verletzte und blutende rechte Schulter, an die Fortsetzung der Frankreich-Rundfahrt war nicht mehr zu denken. Ein Sturzdrama im Einzelzeitfahren hat den Vorjahresdritten auf tragische Weise aus allen Podestträumen gerissen.

er 25-Jährige vom Team Red Bull-Bora-hansgrohe kam am Dienstag in einer Rechtskurve zu Fall und rauschte bei hoher Geschwindigkeit in eine Absperrung. Über die Art und Schwere der Verletzung war zunächst nichts bekannt. Lipowitz wurde im Ziel in Thonon-les-Bains in der mobilen Untersuchungsstation der Tour versorgt.

Tour de France: Evenepoel über Lipowitz: "ein großes Unglück"

Der Unfall überschattete einen sportlich ansonsten erfolgreichen Tag für die deutsche Red-Bull-Mannschaft. Weltmeister Remco Evenepoel bestätigte seine Zeitfahr-Dominanz eindrucksvoll. Der Doppel-Olympiasieger gewann das einzige Einzelzeitfahren der 113. Frankreich-Rundfahrt mit einer Machtdemonstration vor Spitzenreiter Tadej Pogacar und verkürzte mit seinem zweiten Etappensieg nacheinander auch den Rückstand auf den Mann im Gelben Trikot.

"Das ist ein großes Unglück. Es ist ein bittersüßer Sieg", sagte Evenepoel im Sieger-Interview über den schweren Sturz von Lipowitz: "Ich wünsche ihm das Allerbeste." Der Sportliche Leiter Patxi Vila sprach von einem "seltsamen Gefühl. Wir sind glücklich und traurig. Ich hoffe, dass er schnell wieder gesund zurückkommt." Auch Pogacar schickte Genesungswünsche: "Ich bin an derselben Stelle auch fast gestürzt. Ich hoffe, dass Lipo okay ist."

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Nach Vingegaard: Lipowitz bereits der zweite prominente Ausfall

Evenepoel benötigte im Regenbogen-Overall des Weltmeisters 32:19 Minuten für die 26,1 km entlang des Genfer Sees zwischen Évian-les-Bains und dem Ziel in Thonon-les-Bains. Der 26-Jährige lag am belgischen Nationalfeiertag 28 Sekunden vor dem zweitplatzierten Pogacar. Dritter wurde der Däne Mattias Skjelmose (Lidl-Trek/+1:04).

Für Evenepoel, der seinen Sieg trotz des Dramas um Lipowitz ausgelassen feierte, war es sein insgesamt vierter Tour-Tageserfolg und der zweite nacheinander. Evenepoel hat als Zweiter der Gesamtwertung 4:32 Minuten Rückstand auf Pogacar und damit beste Chancen auf eine Podestplatzierung in Paris. Dort endet die Tour am kommenden Sonntag.

Lipowitz wird die französische Hauptstadt, in der er 2025 sensationell als Gesamtdritter und Träger des Weißen Trikots eingefahren war, nicht auf dem Rad erreichen. Der Deutsche ist der zweite prominente Ausfall binnen 48 Stunden. Erst am Sonntag war der zweimalige Tour-Champion Jonas Vingegaard (Visma-Lease a bike) nach einem Sturz ausgeschieden.

16. Etappe: Lipowitz konnte vor Storz mithalten

Ohne den Dänen Vingegaard ging der Tagessieg nur über die Spezialisten Pogacar und Evenepoel, der mit einem Prototypen seines Rad-Herstellers auf den anspruchsvollen Kurs ging. Vor dem Top-Duo legte Lipowitz stark vor und sicherte vermeintlich früh den fünften Gesamtrang vor dem enttäuschenden Spanier Juan Ayuso (Lidl-Trek) ab. Mit den Podest-Rivalen Isaac Del Toro (UAE Emirates-XRG) und Paul Seixas (Decathlon CMA CGM) fuhr der Deutsche auf Augenhöhe, dann platzten alle Podestträume auf schmerzhafte Weise.

Im Kampf um den Tagessieg erwischte Evenepoel einen besseren Auftakt. An der Spitze der Cote de Larringes, einem 9,7 km langen Anstieg, der mit dem Rollen von der Startrampe begann, lag er 14 Sekunden vor Pogacar. Nach der technischen Abfahrt folgte ein etwa acht Kilometer langes Flachstück ins Ziel - Pogacar kam nicht mehr heran.

Vor der spektakulären Alpentrilogie, bei der die großen Entscheidungen im Gesamtklassement fallen werden, wartet auf der 17. Etappe am Mittwoch ein etwas entspannterer Tag auf das Peloton. Der Kurs führt über 174,7 km nach Voiron und begünstigt einen Ausreißererfolg. Die Sprinter hoffen auf eine letzte Chance.

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