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Green Bay Packers: Josh Jacobs gehört von der NFL erneut aus dem Verkehr gezogen - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Kai Esser

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NFL-Highlights: Panthers at Packers

Videoclip • 04:37 Min


Bei seinem ersten Touchdown nach seinem Comeback hat Josh Jacobs wieder für Aufregung gesorgt. Entweder ist er böswillig oder schlichtweg dumm. Für beides sollte ihn die NFL erneut sperren. Ein Kommentar.

Dass Moral und Werte in der NFL nicht gerade groß geschrieben werden, das beweisen Deshaun Watson und Experten, die bereits den Comeback-Player-of-the-Year-Award für ihn fordern, wöchentlich.

Josh Jacobs sorgte aber für ein neues Lowlight: Nach seinem ersten Touchdown gegen die Carolina Panthers hielt der Running Back der Green Bay Packers beide Arme hinter den Rücken. Viele sahen darin eine Imitation von Handschellen.

Auch, wenn Jacobs anschließend beteuerte, dass es sich um einen "Gospel-Song" handeln sollte - die Gefahr, dass das fehlinterpretiert werden könnte, nahm er bewusst in Kauf. Alleine wegen dieser Dummheit gehört er bestraft.

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Josh Jacobs verhöhnt Opfer - ob bewusst oder unbewusst

Nur zur Erinnerung: Jacobs hat die ersten sechs Spieltage der Saison auf der Commissioners Exempt List verbracht, weil er gegenüber seiner Partnerin gewalttätig wurde.

Das ist keine Mutmaßung, keine Unschuldsvermutung: Jacobs ist wegen häuslicher Gewalt erst verhaftet und dann verurteilt worden. Vor Gericht wies er die Vorwürfe nicht zurück.

Dass die Packers ihn kommentarlos wieder aufnehmen, als wäre nichts passiert - geschenkt. Die NFL ist ein Business und das wird sich auch leider nicht mehr ändern lassen, Jacobs ist schlichtweg zu gut und zu wichtig für den Erfolg des Teams.

Aber dann nach einem Touchdown mit dieser Geste zu jubeln? Auch, wenn er eine andere Intention beteuert – das verhöhnt sein Opfer im tiefsten Maße.

Entweder seine Aussagen stimmen, dann ist er schlichtweg dumm. Oder aber sie stimmen nicht, dann ist es böswilliger Vorsatz.

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Causa Josh Jacobs: NFL müsste Exempel statuieren

Die NFL ist bei Strafen immer sehr schnell. Eine falsche Jubelgeste kostet Geld, genau so wie ein nicht genehmigter Schuh. Wieso also bei offensichtlichem Spott für ein Opfer (mindestens) einer Gewalttat nicht auch?

"Stop Hate" - "It takes all of us". Die Slogans an den Endzonen der NFL-Spielfelder sind gut und wichtig. Sie bedeuten aber nichts, wenn die Liga sie nur plakativ und fürs Image aufmalt.

Eine lächerliche Geldstrafe, die weniger als einen Prozent seines Jahresgehalts beträgt, reicht nicht. Er muss wieder gesperrt werden. Die NFL muss ein Exempel statuieren. Slogans sind nicht genug. Taten müssen folgen.

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Seit 2020 zieren Slogans die Endzonen der NFL-Stadien

Bild: Icon Sportswire


Mindestens ein Spiel Sperre müsste es sein. Nicht nur trifft das Jacobs am härtesten, da er für diese Woche nicht bezahlt wird, die NFL würde dem Opfer zur Seite springen - und womöglich weiteren Opfern Mut macht, denn die Dunkelziffer bei häuslicher Gewalt ist noch immer unsagbar hoch.

Die Commissioners Exempt List soll dazu da sein, den Schuldigen zum Nachdenken zu bringen. Einen Lerneffekt zu erzielen.

Dieser ist bei Jacobs offenbar nicht eingetreten. Also sollte er so lange weiter auf jene Liste gesetzt werden, bis er seine Touchdowns wieder ohne Hintergedanken feiern will.

Oder überhaupt mit Gedanken.

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