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NFL - Aaron Rodgers bei den Pittsburgh Steelers: Diese Farewell-Tour ist unwürdig - Kommentar

Veröffentlicht:

von Raman Rooprail

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NFL: Aaron Rodgers wird gegrillt - "Zeit für die Rente"

Videoclip • 02:47 Min


Aaron Rodgers wollte seine Karriere noch einmal verlängern, doch bei den Pittsburgh Steelers droht das Vorhaben zum Albtraum zu werden. Eine schwache Offensive Line, enttäuschende Receiver und fehlende Unterstützung könnten dafür sorgen, dass die NFL-Legende ein Ende erlebt, das ihrer Karriere nicht gerecht wird. Ein Kommentar.

Aaron Rodgers wollte es noch einmal wissen.

Nach all den Diskussionen, den Spekulationen und seinem langen Entscheidungsprozess in der Offseason verlängerte der Quarterback seine Karriere um ein weiteres Jahr.

Die Hoffnung: ein letztes Kapitel, das seiner außergewöhnlichen Laufbahn gerecht wird.

Nach den ersten Wochen der Saison drängt sich allerdings eine andere Frage auf. Haben die Pittsburgh Steelers ihrem prominenten Neuzugang überhaupt die Voraussetzungen geschaffen, um erfolgreich zu sein?

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Steelers: DK Metcalf nur ein Schatten seiner selbst

Der Blick auf die Offensive gibt eine ernüchternde Antwort. Rodgers fehlen die Waffen. Jetzt droht sogar der wochenlange Ausfall von Neuzugang Michael Pittman Jr., der sich am Sonntag am Fuß verletzte. Schon zuvor fehlte der Offensive die nötige Tiefe, nun droht die Situation noch schwieriger zu werden.

Hinzu kommt ein DK Metcalf, der bislang weit hinter den Erwartungen zurückbleibt. Der Receiver läuft sich immer wieder frei und bekommt seine Chancen, lässt aber zu viele davon ungenutzt.

Zahlreiche fallengelassene Bälle und verpasste Big Plays prägen seinen Saisonstart. Es wirkt teilweise so, als stünde nicht der zweimalige Pro Bowler auf dem Feld, sondern dessen deutlich weniger talentierter Zwillingsbruder.

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Aaron Rodgers: Offensive Line lässt ihn im Stich

Doch selbst mit besseren Leistungen seiner Passempfänger hätte Rodgers aktuell ein grundlegendes Problem: die Offensive Line. Rodgers steht regelmäßig unter Druck und hat oft kaum Zeit, seine Reads durchzugehen.

Das wäre selbst für Rodgers in seinen besten Jahren eine Herausforderung gewesen. Damals konnte er sich jedoch noch mit seiner Beweglichkeit aus brenzligen Situationen befreien. Diese Fähigkeit ist mit 42 Jahren naturgemäß nicht mehr in gleichem Maße vorhanden. Wenn die Pocket kollabiert, fehlen ihm schlicht Optionen, den Spielzug zu retten.

Die Probleme strahlen längst auf das gesamte Angriffsspiel aus. Auch das Laufspiel mit Jaylen Warren und Rico Dowdle kommt kaum in Schwung. Ohne funktionierende Blocks an der Line of Scrimmage werden selbst solide Running Backs regelmäßig früh gestoppt.

Die Steelers-Offensive wirkt dadurch eindimensional, berechenbar und insgesamt völlig harmlos.

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Aaron Rodgers: Zeitpunkt für Karriereende verpasst?

Zwar steht zum Saisonstart ein Sieg zu Buche, doch der Erfolg in Woche eins sollte nicht darüber hinwegtäuschen, wie groß die offensiven Baustellen sind. Gegen die Falcons profitierte Pittsburgh von einem Defense-Touchdown und traf zudem auf einen Gegner, der selbst enorme Probleme offenbarte. Als Gradmesser für die eigene Stärke taugte diese Partie überhaupt nicht.

Deshalb wächst die Sorge, dass Rodgers' letztes NFL-Kapitel in eine Richtung läuft, die weder er noch die Steelers geplant haben. Statt eines würdigen Abschieds droht eine Saison, in der ein alternder Quarterback hinter einer schwachen Offensive Line permanent um sein Überleben kämpft, während ihm die nötige Unterstützung fehlt.

Vielleicht hätte Rodgers die Zeichen der Zeit bereits in der Offseason erkennen müssen. Wochenlang rang er mit der Entscheidung, ob er noch einmal zurückkehren sollte. Heute wirkt es, als wäre der richtige Zeitpunkt für den Abschied damals bereits gekommen gewesen.

Nun gibt es aber kein Zurück mehr.

Rodgers hat sich für diese letzte Reise entschieden - und muss sie zu Ende gehen. Die Gefahr ist allerdings groß, dass diese Farewell-Tour als unwürdiger Schlusspunkt einer der beeindruckendsten Quarterback-Karrieren der NFL-Geschichte in Erinnerung bleibt.

Und das hat der Sportler Aaron Rodgers eigentlich nicht verdient.

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