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NFL: Die Los Angeles Rams sind auf dem Boden der Tatsachen angekommen! Ein Kommentar

Aktualisiert:

von Kai Esser

INGLEWOOD, CA - AUGUST 27: Head coach Sean McVay of the Los Angeles Rams walks the sideline between plays during an NFL, American Football Herren, USA preseason game between the Los Angeles Rams and the Los Angeles Chargers on August 27, 2026, at SoFi Stadium in Inglewood, California. (Photo by Greg Fiore Icon Sportswire) NFL: AUG 27 Rams at Chargers EDITORIAL USE ONLY Icon2608271828

Bild: Icon Sportswire


Die Los Angeles Rams sind mit einigen Vorschusslorbeeren in die Saison gestartet, haben im ersten Spiel jedoch einen krachenden Schuss vor den Bug bekommen. Der kommt keine Woche zu früh. Ein Kommentar.

Man hatte in der Preseason den Eindruck, dass es bei den Los Angeles Rams in der Saison 2026 nicht darum gehen würde, ob sie den Super Bowl gewinnen.

Es ging im Narrativ eigentlich fast nur darum, ob sie es schaffen, den ungeschlagen zu holen. Seitdem die Saison auf mindestens 16 Spiele erweitert wurde, hat es kein Team geschafft, ungeschlagen zu bleiben.

Das hat sich nun bereits nach Woche eins erledigt. Die Rams wurden in Melbourne von den San Francisco 49ers aufgemischt, am Ende waren sie beim 7:27 nicht weniger als absolut chancenlos.

Dieser Schuss vor den Bug wird den Rams jedoch gut tun - um auf den Boden der Tatsachen zu kommen.

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Los Angeles Rams: Auch die Spieler lesen die Presse

Denn es ist ein Sache, ob die Presse etwas von "ungeschlagener Saison" und "Super-Bowl-Favorit" schreibt. Es ist jedoch eine andere Sache, wenn die eigenen Spieler das glauben.

Linebacker Nate Landman sagte in der Woche vor dem Spiel, sie seien das Team, dass es zu schlagen gilt, dessen sei sich jeder bewusst.

Solche Ansagen kann man im November machen, wenn man schon zehn Siege auf dem Konto hat. Aber nicht eine Woche vor Saisonstart. Laut Head Coach Sean McVay haben die Rams "schlecht trainiert".

Noch Fragen?

Das ist das Schöne an der NFL: Bis ein Spiel tatsächlich gespielt ist, kann jeder jeden schlagen. Trades und Qualität alleine gewinnen eben noch keine Partie.

Freilich, dass die Niederlage gegen einen direkten Konkurrenten in der Division kommt, ist bitter. Aber besser in Woche eins werden die Rams auf den Boden der Tatsachen geholt, als in den Playoffs. Und die Aussage von Landman zeigt: Das war offenbar bitter nötig.

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Myles Garrett kein Faktor: Die NFL ist nicht Madden

Dass individuelle Klasse alleine nichts bedeutet, zeigte das Beispiel Myles Garrett. Der amtierende Defensive Player of the Year wurde teuer von den Cleveland Browns losgeeist, um die Rams völlig unschlagbar zu machen - auf dem Papier zumindest.

Und was war am Ende bei seinem Debüt? Null Sacks, null Tackles for Loss, ja nicht einmal ein halber Tackle stehen am Ende für den Defensive End zu Buche.

Das kann Garretts Qualität natürlich nicht schmälern, spätestens wenn Aaron Donald gemeinsam mit ihm auf dem Feld steht, werden seine Sacks kommen.

Allerdings: Das ist nicht der EA-Sports-Madden-Franchise-Modus, bei dem man die KI-Gegner auf Schwierigkeitsgrad Rookie einstellen und mit einer Ansammlung von mit 99 bewerteten Spielern den virtuellen Super Bowl gewinnen kann.

Das ist die NFL. Und auch wenn das Superteam auf dem Platz steht, am Ende die Trophäe zu holen, ist immer noch die mit Abstand schwerste Aufgabe im Sport.

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