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NFL: Lions stürzen Vikings, Burrow historisch, Kuriosum in Tampa Bay

Aktualisiert:

von Tobias Wiltschek

NFL

Kreativer NFL-Grusel: Philadelphia Eagles mal anders

Videoclip • 01:04 Min


Mit den Minnesota Vikings hat nun auch das letzte Team seine erste Niederlage hinnehmen müssen. Lamar Jackson wird zum großen Pechvogel, Joe Burrow schreibt Geschichte. Baker Mayfield gewinnt ohne einen einzigen erfolgreichen Pass gespielt zu haben. ran fasst die frühen Spiele von Week 8 zusammen.

Kansas City Chiefs @ Denver Broncos

New England Patriots @ Miami Dolphins

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Los Angeles Chargers @ Los Angeles Rams

Minnesota Vikings @ Detroit Lions 15:19

Die Lions um den deutschen Star-Receiver Amon-Ra St. Brown haben die Siegesserie der Vikings gestoppt und dem Team von Quarterback Kyler Murray die erste Saisonniederlage beigebracht. Dabei lief es zunächst überhaupt nicht für die Lions und St. Brown. Der hatte am Ende des ersten Drives einen vermeintlichen Touchdown zur Führung erzielt. Doch erstens wurde der nach Videobeweis zurückgenommen, und zweitens verletzte sich der Wide Receiver bei der Aktion leicht.

St. Brown kam aber wieder zurück und verzeichnete insgesamt sieben Catches für 46 Yards und dazu einen Lauf für 10 Yards. Für das Highlight des Tages sorgte Vikings-Receiver Justin Jefferson mit einem Mega-Catch zum Touchdown und einer zwischenzeitlichen 7:3-Führung. Am Ende aber reichte auch diese spektakuläre Aktion nicht zum Sieg. In der bärenstarken NFC North führen die Vikings (6-1) weiter vor den Lions und den Bears (jeweils 5-2).

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Baltimore Ravens @ Buffalo Bills 10:36

Die Ravens (4-4) erlebten im neuen Highmark Stadium bei den Bills einen – Achtung Wortspiel – rabenschwarzen Tag. Quarterback Lamar Jackson verletzte sich bereits im ersten Play schwer am Daumen seiner Wurfhand und musste bei seinem Comeback nach drei Wochen sofort wieder vom Feld. Wann er wieder fit sein wird, steht derzeit in den Sternen. Noch vor der Pause verletzte sich auch sein Vertreter Tyler Huntley, so dass QB Nr.3 Joe Fagnano ins kalte Wasser geschmissen wurde.

Der war bei seinem Debüt jedoch überfordert und kam nur auf 91 Yards Raumgewinn (0 TD, 1 INT). Bills-Quarterback Josh Allen (21/34, 289 Yards) leistete sich zwar auch eine Interception, warf aber auch zwei Touchdown-Pässe und lief einmal mit dem Ball in die Endzone. Sein Team befindet sich nach dem sechsten Sieg im siebten Spiel weiterhin voll auf Kurs Richtung Playoffs.

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Lamar Jackson verletzt sich am Daumen

Bild: AFP/Getty Images/SID/Timothy T Ludwig


Cleveland Browns @ Pittsburgh Steelers 6:27

Im direkten Duell um die Divisionsspitze behielten die Steelers klar die Oberhand und führen nun die AFC North mit sechs Siegen bei zwei Niederlagen an. Maßgeblich für den Sieg der Steelers war ihr herausragendes Laufspiel. Jaylen Warren, Rico Dowdle und Pat Freiermuth liefen jeweils zu einem Touchdown.

Da war es aus Sicht der Steelers zu verschmerzen, dass sich Aaron Rodgers (172 Yards, 0 TD, 1 INT) diesmal mit seinen Pässen weniger auszeichnen konnte als sonst. Sein Gegenüber Deshaun Watson (0 TD, 0 INT) musste indes schon früh im Spiel einen heftigen Hit einstecken, kam aber nach kurzer Zeit, in der ihn Shedeur Sanders vertrat, wieder zurück aufs Feld. Trotz 324 Yards Raumgewinn konnte auch er die Niederlage nicht verhindern.

Tennessee Titans @ Cincinnati Bengals 36:43 OT

Verrücktes Spiel und eine historische Show im Paycor Stadium von Cincinnati. Nachdem die Titans im ersten Viertel überraschend mit 13:0 in Führung lagen, drehten Joe Burrow und seine Bengals das Spiel und lagen zur Pause mit 14:13 vorn. Im dritten Viertel kamen die Gäste wiederum mit einer Two-Point Conversion nach Touchdown von Tony Pollard zum zwischenzeitlichen Ausgleich.

Im Schlussviertel der regulären Spielzeit überschlugen sich dann die Ereignisse: Die Titans gingen mit 36:29 in Führung, ehe Burrow (462 Yards, 5 TD, 3 INT) mit einem Touchdown-Pass auf Tee Higgins das Spiel in die Overtime schickte. Auch dort behielt der 29-Jährige die Nerven und entschied die Partie mit einem Lauf in die Endzone zugunsten der Bengals. Mit über 450 Yards, 5 Passing- und einem Rushing-Touchdown lieferte Burrow statistische Werte, die seit 75 Jahren kein Quarterback mehr erreicht hat!

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Arizona Cardinals @ Dallas Cowboys 33:30 OT

Was für eine bittere Pleite! Dallas schien lange Zeit auf dem Weg zu einem ungefährdeten Sieg zu sein, ehe es noch einmal unglaublich spannend und total verrückt wurde. Die Cowboys führten zur Pause mit 14:3 und ließen kurz danach ein weiteres Field Goal folgen. Dann aber ließen sie es etwas zu locker angehen, und die Cardinals kamen 2:11 Minuten vor Schluss per Touchdown von Trey McBride zum 24:27-Anschluss.

Ein Field Goal von Brandon Aubrey aus 41 Yards Entfernung schien dann den Sieg der Cowboys doch zu besiegeln, ehe den Gästen sechs Sekunden vor Schluss der regulären Spielzeit nach einem Touchdown-Pass von Gardner Minshew auf Michael Wilson der Ausgleich gelang. Der folgende Kick hätte den Cardinals dann sogar noch den Sieg vor der Overtime beschert. Doch Chad Ryland jagte das Ei neben die Stangen. In der Verlängerung machte er es dann besser und traf aus 42 Yards zum Sieg, nachdem zuvor beide Teams punten mussten.

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Indianapolis Colts @ Jacksonville Jaguars 7:42

Die Colts (2-6) befinden sich endgültig im Draft-Modus. Nach den Trades von Quenton Nelson zu den Seahawks und DeForest Buckner zu den 49ers sowie dem anstehenden Trade von Jonathan Taylor hat das Team aus Indianapolis auch im Spiel bei den Jaguars bewiesen, dass der Fokus nicht mehr auf dieser Saison liegt.

Schon zur Pause lagen die Gäste in Florida aussichtslos mit 0:28 hinten. Besser wurde es auch danach nicht wirklich. Quarterback Daniel Jones kam insgesamt auf mickrige 144 Yards 1 TD, 2 INT), während sein Gegenüber Trevor Lawrence glänzen konnte (10/14, 210 Yards, 3 TD, 0 INT). Die Jaguars stehen nach sieben Spielen bei einer Bilanz von 5-2.

Las Vegas Raiders @ New York Jets 38:33

In einem spannenden Touchdown-Spektakel setzten sich die Raiders (4-4) bei den Jets (2-6) knapp durch und konnten somit den freien Fall nach zuvor vier Niederlagen in Serie erst einmal stoppen. Raiders-Quarterback Kirk Cousins warf drei Touchdown-Pässe (247 Yards, 0 INT), Geno Smith auf der anderen Seite kam auf deren zwei (290 Yards, 1 INT).

Im Metlife Stadium entwickelte sich von Beginn an ein rasantes und abwechslungsreiches Spiel mit vielen Führungswechseln. Nachdem die Jets noch mit 23:14 zur Pause geführt hatten, drehten die Raiders in der zweiten Hälfte mit 24 Punkten auf und kamen damit noch zum Sieg, den Kicker Matt Gay mit einem 53‑Yard-Field-Goal in der letzten Minute sicherte. Die Playoffs dürften allerdings für beide Teams nur schwer zu erreichen sein.

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Atlanta Falcons @ Tampa Bay Buccaneers 0:16

Im Verfolgerduell der NFC South hatten die Buccaneers (3-5) gegen die Falcons (3-5) klar das bessere Ende für sich. Damit bleiben die Carolina Panthers in dieser Division trotz der Niederlage im Thursday Night Game gegen die Packers und einer negativen Bilanz von 3-4 an der Spitze.

Kurios: Baker Mayfield brachte im gesamten Spiel nicht einen einzigen Passversuch an den Mann - so etwas gab es seit 1974 nicht mehr - und war im Duell der Quarterbacks seinem Gegenüber Michael Penix Jr. dennoch deutlich überlegen. Denn der war völlig von der Rolle und warf gleich vier Interceptions (8/24, 125 Yards).

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