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NFL: New England Patriots im Panikmodus? Drake Maye muss mehr wie Tom Brady sein! Ein Kommentar
Aktualisiert:
von Kai EsserNFL
NFL: Drake Maye im Kreuzfeuer - Netz reagiert gnadenlos nach Patzer
Videoclip • 01:39 Min
Die New England Patriots haben das Eröffnungsspiel der NFL-Saison 2026 verloren. Besteht jetzt schon Grund zur Panik beim AFC-Champion? Nein, ein großes "Aber" gibt es trotzdem. Ein Kommentar.
Die Vorzeichen hätten für die New England Patriots im Season Opener bei den Seattle Seahawks nicht besser sein können.
Nach dem ersten Drive, der mit einem Sack nahe der Mittellinie endete, konnte Sam Darnold nicht weiterspielen.
Doch trotz einer 10:0-Führung ließen sich die Patriots das Spiel noch nehmen und verloren 10:13.
Herrscht schon nach dem ersten Spiel Grund zur Sorge in New England?
Nein, so viel vorweg. Aber die Lehren aus den Fehlern müssen dringend gezogen werden.
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New England Patriots: Unkreatives Playcalling vor allem auf dem Boden
Überhaupt ist Woche eins immer so ein bisschen ein Ausreißer. Niemand weiß so recht, wo er steht. Nur als Beispiel: Vor genau einem Jahr gewannen die Las Vegas Raiders, am Ende das schlechteste Team der AFC, bei den Patriots, dem Champion der AFC.
Doch gerade die Offense brachte die Patriots im Opener 2026 um den durchaus möglichen Sieg im Lumen Field. Offensive Coordinator Josh McDaniels callte 24 Laufspielzüge, diese resultierten in gerade einmal 62 Yards, also nicht einmal drei Yards pro Lauf. Viel zu wenig, um Drake Maye zu entlasten.
Unkreativität zog sich durch das Spiel, gefühlt die Hälfte dieser Läufe gingen durch die Mitte. Ja, Treveyon Henderson, einer der Finalisten für den letztjährigen Offensive Rookie of the Year, fehlte verletzt und machte das Laufspiel nicht besser - doch das ist keine Entschuldigung.
Beinahe jeder Fan - und somit auch die Coaches, wissen, dass die Offensive Line der Patriots der Defensive Front der Seahawks unterlegen ist. Diese Aggressivität hätte man durchaus für sich nutzen können, doch New England blieb relativ eindimensional. Das dürfte in der sehr langen Pause vor Woche zwei nun auf der Agenda stehen.
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Drake Maye: Ein bisschen mehr wie Tom Brady
Doch selbst trotz des mehr als unkreativen Playcallings hätten die Patriots gewinnen können - hätte Drake Maye nicht drei Interceptions in den drei Drives des vierten Viertels geworfen.
Freilich, Maye ist noch immer jung. Aber in seinem dritten Jahr sollte er sich nicht davon treiben lassen, wie das Spiel läuft. Wahrscheinlich hatte auch er im Hinterkopf, dass der Sieg im Auftaktspiel auf dem Silbertablett liegt und wollte Dinge forcieren.
"Inakzeptabel", kommentierte Maye später seine Leistung. Vor den Medien machte er seinem geistigen Vorgänger Tom Brady alle Ehre, doch auch auf dem Feld hätte er mehr wie Brady sein müssen.
Damit sind nicht die sieben Super-Bowl-Ringe und dutzende Rekorde gemeint - sondern wie Brady spielte. Der hatte auch oft nicht das beste Laufspiel, sondern operierte mit dem, was die Defense ihm gab. Hier ein Vier-Yard-Pass, da ein drei-Yard-Pass, danach ein sechs-Yard-Pass - First Down.
Maye: Alle Interceptions bei tiefen Pässen
Es gab Fans und Kritiker, die das "langweilig" nannten. "Checkdown Tom" wurde er einst gerufen. Das war Brady mit Blick auf seine Siege und Ringe aber wohl herzlich egal.
Maye unterliefen alle seine Interceptions bei tiefen Pässen, die Seahawks bestraften ihn dafür. Im letzten Drive lief es eigentlich gut, bis er wieder einen Schuss in die Endzone versuchte - abgefangen.
Patriots: Lieber erfolgreich und langweilig als spektakulär und sieglos
Brady war der Beste, weil er die einfachen Dinge quasi immer richtig machte. Nicht etwa, weil ihm oft die spektakulären Dinge gelangen. Selbst Patrick Mahomes, der in den ersten Jahren seiner Karriere auf dem Weg war, mit Bradys Vermächtnis gleichzuziehen, steht nicht mehr für Spektakel.
Panik wäre bei den Patriots unangebracht. Eine konsequente Aufarbeitung der Fehler muss jedoch folgen, denn am Ende steht auch: Wären die krassen Fehler nicht gewesen, hätten die Patriots eins der besten Teams der Liga auswärts geschlagen. Und das sollte mindestens mal Auftrieb geben.
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