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NFL - NFC South im Division-Check: Baker Mayfield hat mit den Tampa Bay Buccaneers viel zu beweisen
Veröffentlicht:
von Raman RooprailNFL
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Videoclip • 01:04 Min
Bevor die NFL in ihre neue Saison startet, nimmt ran alle acht Divisions genau unter die Lupe. Heute im Fokus: die NFC South.
Jedes Jahr gibt es eine Division, die eigentlich keinen Playoff-Teilnehmer stellen dürfte.
Diese unschöne Ehre hatte in der vergangenen Spielzeit die NFC South, aus der letztlich die Carolina Panthers mit einer negativen Bilanz in die Postseason einzogen - allein wegen des besseren direkten Vergleichs gegenüber den Atlanta Falcons und Tampa Bay Buccaneers.
Auch in dieser Saison ist ein enges Rennen um die Krone denkbar, in das sogar auch die New Orleans Saints eingreifen könnten.
ran blickt auf die vier Franchises der NFC South.
Atlanta Falcons
Letzte Saison: 8-9, keine Playoff Teilnahme
Wichtige Neuzugänge: Tua Tagovailoa (Quarterback), Jawaan Taylor (Offensive Tackle)
Wichtige Abgänge: David Onyemata (Defensive Tackle), Darnell Mooney (Wide Receiver)
Head Coach: Kevin Stefanski (seit 2026)
Analyse: Offense
Man muss kein Experte sein, um den Falcons ein Quarterback-Problem zu attestieren: Michael Penix Jr. verpasste die gesamte Vorbereitung verletzt, Tua Tagovailoa ist in seinem Spiel extrem limitiert - gerade, wenn die erste Option nicht frei ist.
Sobald Penix Jr. fit ist, wird er wohl den Starter-Job bekommen, doch noch ist nicht klar, wann das der Fall sein wird. Den Falcons droht ein ungemütlicher Start in die neue Saison.
Das ist bitter, weil die restliche Offense viel Qualität mitbringt. Drake London ist ein klarer Nummer-1-Receiver, Bijan Robinson einer der besten Running Backs der Liga und Kyle Pitts hat seine Qualitäten in der vergangenen Saison endlich öfter gezeigt. Auch die Offensive Line hat die Qualität, eine Top-10-Einheit zu bilden. Wie viel das am Ende wert sein wird, hängt maßgeblich am Quarterback-Spiel.
Analyse: Defense
Die Falcons stellten 2025 mit starken 57 Sacks den zweitbesten Pass Rush der Liga. Doch wenn alles normal läuft, wird Atlanta in dieser Kategorie einbrechen. Denn mit James Pearce Jr. verpasst der beste Quarterback-Jäger des Teams gesperrt die ersten acht Spiele, Jalon Walker fällt verletzungsbedingt sogar das gesamte Jahr aus. Zudem haben David Onyemata und Leonard Floyd das Team verlassen.
Atlanta reagierte Mitte August mit der Verpflichtung des eigentlich zurückgetretenen Za'Darius Smith. Das ist aber im Grunde genommen nicht mehr als eine Verzweiflungstat - Smith bestritt in der vergangenen Spielzeit lediglich fünf Spiele für die Philadelphia Eagles.
Immerhin haben die Falcons in anderen Bereichen Qualität. Divine Deablo hat in der Mitte der Defense das Sagen und glänzt mit seiner Reichweite, Cornerback A.J. Terrell ist einer der besten seines Fachs.
Fazit
Die Falcons haben keine gute Saison hinter sich - und 2026 scheinen die Vorzeichen nochmal deutlich schlechter zu sein.
Sollte der neue Head Coach Kevin Stefanski es nicht schaffen, die Schwächen seiner Quarterbacks deutlich zu kaschieren, droht Atlanta ein ernüchterndes Jahr. Die Fragezeichen im Pass Rush deuten darauf hin, dass auch die Defense einen Schritt zurück macht. Eine Playoff-Teilnahme wird für Atlanta ein hartes Stück Arbeit werden.
ran-Tipp: 6-11, Platz 4 in der NFC South
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Carolina Panthers
Letzte Saison: 8-9, Niederlage in der Wild Card Round gegen die Los Angeles Rams
Wichtige Neuzugänge: Jaelan Phillips (Edge), Devin Lloyd (Linebacker), Rasheed Walker (Offensive Tackle)
Wichtige Abgänge: Rico Dowdle (Running Back), A'Shawn Robinson (Defensive Tackle)
Head Coach: Dave Canales (seit 2024)
Analyse: Offense
Bryce Young hat nach einem enttäuschenden Start in die Karriere in seiner dritten Saison endlich einen Schritt nach vorne gemacht - die Konstanz fehlte dem ehemaligen Erstrundenpick aber. Wollen die Panthers wieder die Division gewinnen, muss der Quarterback seine Entwicklung fortsetzen.
Das könnte allerdings schwierig werden, weil Young mindestens zu Saisonbeginn wohl auf seine beiden Starting-Tackles verzichten muss. Taylor Moton kämpft mit Blutgerinnsel in seiner Lunge und wird definitiv die ersten vier Wochen verpassen, Ikem Ekwonu befindet sich noch in der Reha nach seiner schweren Knieverletzung im Playoff-Spiel gegen die Rams. Mit Rasheed Walker und Erstrundenpick Monroe Freeling haben die Panthers zwar Tiefe auf der Position, zu Saisonbeginn könnte das Duo aber noch wacklig agieren.
Auf den Skill-Positionen hat sich fast nichts verändert, einen "Quasi"-Neuzugang gibt es trotzdem: Jonathon Brooks, der 2024 in der zweiten Runde gedraftet wurde, hat sich von seinen Verletzungen erholt und könnte die Saison sogar als Starter beginnen, weil Chubba Hubbard mit einer Oberschenkelverletzung zu kämpfen hat. Der Running Back könnte die Offense variabler machen.
Analyse: Defense
Die Panthers haben viel Geld in ihre Defense gesteckt. Vor allem Pass Rusher Jaelan Phillips sollte die Defensive Line sofort verbessern. Das war auch bitter nötig: Mit lediglich 30 Sacks beendete Carolina die Saison ligaweit auf dem 28. Platz.
Der zweite namhafte Neuzugang, Devin Lloyd, könnte hier ebenfalls helfen. Der Linebacker überzeugte in der vergangenen Saison als Blitzer und kam auf starke 25 Pressures, sollte gerade als Lautsprecher eine wichtige Rolle einnehmen.
Carolina stellte 2025 eine unterdurchschnittliche Defense, die in der kommenden Saison definitiv das Potenzial hat zu überraschen. Dafür wäre aber auch eine Leistungssteigerung des Defensive Backfield nötig, allen voran von Jaycee Horn. Der Cornerback kassiert über vier Jahre 100 Millionen Dollar, bisher konnte er den Vertrag aber nicht rechtfertigen.
Fazit
Vieles in Carolina hängt davon ab, ob Young sich weiter steigern kann. Denn klar ist: Auch wenn die vergangene Saison besser war, reicht das nicht, um langfristig ein regelmäßiger Playoff-Teilnehmer zu sein. Die Umstände rund um die Offensive Line könnten die Entwicklung limitieren.
Die Defense hat definitiv einen Sprung nach vorne gemacht. Die Panthers haben das Potenzial, ihrer Offense gerade gegen schwächere Teams den Rücken freizuhalten - dafür muss aber auch in Coverage mehr kommen.
ran-Tipp: 7-10, Platz 3 in der NFC South
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New Orleans Saints
Letzte Saison: 6-11, keine Playoff-Teilnahme
Wichtige Neuzugänge: Travis Etienne (Running Back), David Edwards (Guard), Kaden Elliss (Linebacker)
Wichtige Abgänge: Luke Fortner (Center), Demario Davis (Linebacker), Taysom Hill (Quarterback/Tight End)
Head Coach: Kellen Moore (seit 2025)
Analyse: Offense
Die Saints haben ihre Quarterback-Frage vorerst gelöst: Tyler Shough überzeugte in der Schlussphase der Saison, als er vier der letzten fünf Spiele gewann und im Schnitt über 290 Yards auflegte.
An seiner Seite hat Shough eine gute Offensive Line, die ihm den Rücken freihält und auch im Laufspiel Lücken regelmäßig aufreißt. Neuzugang Travis Etienne sollte also viele Gelegenheiten bekommen zu glänzen.
Aber auch im Passspiel wird Etienne eine große Rolle hinter Chris Olave spielen, nachdem klar geworden ist, dass Erstrundenpick Jordyn Tyson wohl bis zu zwei Monate ausfallen wird. Die fehlende Tiefe auf den Receiving-Positionen könnte in der Anfangsphase für New Orleans zum Problem werden.
Analyse: Defense
Die Saints hatten bereits in der vergangenen Saison eine unterschätzte Defense. Bei zugelassen Yards pro Spiel belegte die Mannschaft den neunten Platz, besonders gegen den Pass zeigte die Einheit starke Leistungen.
Mit Demario Davis verlor die Defense zwar ihr Herz, dafür kehrt aber zumindest Franchise-Legende Cameron Jordan für ein weiteres Jahr zurück. Der Routinier kam mit seinen 36 Jahren 2025 auf starke 10,5 Sacks und bildet mit Chase Young, der zehn Sacks auflegte, ein starkes Pass-Rush-Duo.
Davis wird durch Kaden Elliss ersetzt. Der ehemalige Siebtrundenpick hat sich mittlerweile einen Namen in der NFL gemacht, braucht aber auch Unterstützung von Nebenmann Pete Werner, der eine enttäuschende Saison absolvierte. Im Defensive Backfield überzeugen Kool-Aid McKinstry und Justin Reid, daneben fehlen aber weitere starke Verteidiger.
Fazit
Der Pfeil zeigt bei den Saints ganz klar in die richtige Richtung. Tysons Ausfall zu Saisonbeginn wird zwar schmerzen, kann aber über Olave und Etienne aufgefangen werden. Behält Shough seine Vorjahresform, können die Saints definitiv ein paar Favoriten ärgern.
Insgesamt fehlt dem Team über alle Mannschaftsteile aber eine Positionsgruppe, die ganz klar hervorsticht. Offensiv wie defensiv bekommt vieles das Prädikat "solide" - mehr aber auch nicht.
ran-Tipp: 8-9, Platz 2 in der NFC South
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Tampa Bay Buccaneers
Letzte Saison: 8-9, keine Playoff Teilnahme
Wichtige Neuzugänge: Kenneth Gainwell (Running Back), A'Shawn Robinson (Defensive Tackle), Alex Anzalone (Linebacker)
Wichtige Abgänge: Mike Evans (Wide Receiver), Lavonte David (Linebacker), Jamel Dean (Cornerback)
Head Coach: Todd Bowles (seit 2022)
Analyse: Offense
Baker Mayfield erlebte eine Saison zum Vergessen. Eine Reihe von Verletzungen ruinierten einen 5-1-Saisonstart, letztlich verpassten die Bucs sogar die Playoffs. Vollkommen auskuriert sollte Mayfield der wechselhaften Offense aus der vergangenen Spielzeit wieder mehr geben können.
Vor allem auch, weil er wieder eine gesunde Offensive Line um sich herum hat. Nur Center Graham Barton absolvierte in der vergangenen Saison mehr als 800 Snaps, insgesamt acht O-Liner kamen auf mindestens 250 Spielzüge. Wenn die Offensive Line um Star-Tackle Tristan Wirfs gesund ist, kann sie definitiv eine Top-10-Gruppe sein.
Der Abgang von Mike Evans schmerzt zwar, kann im Verbund aber aufgefangen werden. Chris Godwin und Emeka Egbuka, der den Saisonbeginn mit einer Zehenverletzung verpassen könnte, bilden ein vielversprechendes Receiving-Duo. Zudem zeigten auch Tez Johnson und Jalen McMillan immer wieder ansprechende Leistungen. Zudem wurde Tight End Cade Otton gehalten.
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Analyse: Defense
Franchise-Legende Lavonte David hat zwar seine Karriere beendet, war aber ohnehin keine feste Säule in der Mitte der Defense mehr. Mit Alex Anzalone ist den Bucs hier ein Upgrade gelungen.
Die Front sollte generell gut aufgestellt sein. Yaya Diaby ist ein guter Pass Rusher, Erstrundenpick Rueben Bain Jr. gilt für viele Experten als Favorit auf den Award des Defensive Rookie of the Year. Zudem haben die Bucs, trotz Trade-Forderungen, mit Vita Vea verlängert, der ein stetiger Unruheherd für jede Offensive Line ist.
Das Defensive Backfield bereitet dagegen Sorgen. Der Verlust von Jamel Dean wiegt schwer, wirklich ersetzt wurde der Cornerback nicht. Benjamin Morrison erlebte eine schwache Rookie-Saison, wird sich in seiner zweiten Spielzeit steigern müssen. Auch von Zyon McCollum muss mehr kommen, sonst könnten die Bucs in einige Shootouts verwickelt werden.
Fazit
Auch wenn es wegen seiner ausbleibenden Vertragsverlängerung zuletzt Unruhe bei den Bucs gab, sollte das Mayfields Leistung nicht beeinflussen. Einem fitten Baker ist mit seiner Mentalität zuzutrauen, dass er die fehlende Anerkennung als Motivation für sich nutzen wird.
Die Buccaneers gehen mit dem klar besten Quarterback der Division als Favorit in die NFC South. Haben sie dieses Jahr mehr Glück mit Verletzungen, führt wohl kein Weg an Tampa Bay vorbei.
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