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NFL - San Francisco 49ers: Kyle Shanahan erklärt Unfall-Hintergründe und spricht über seine Verletzungen

Veröffentlicht:

von ran.de

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Videoclip • 06:15 Min


Für Kyle Shanahan geht es nach seinem folgenschweren Verkehrsunfall langsam wieder zurück zur Normalität. Jetzt äußerte sich der Head Coach der San Francisco 49ers erstmals wieder ausführlich vor Journalisten.

Rund zwei Monate liegt der Verkehrsunfall nun zurück, der Kyle Shanahan einige Zeit außer Gefecht setzte. Unter anderem zog sich der Head Coach der San Francisco 49ers eine Gehirnerschütterung, Brüche dreier Rippen und eine Fraktur der linken Hand zu. Am Samstag sprach er erstmals ausführlich über den Vorfall und seinen Zustand kurz vor dem ersten Preseason-Spiel seines Teams.

Bei dem Aufeinandertreffen mit den Tennessee Titans am Donnerstag will Shanahan auch bereits wieder an der Seitenlinie stehen. Allerdings gibt er zu: "Die wichtigste Erkenntnis für mich mit Müdigkeit, Kopfschmerzen und Ähnlichem ist: Versuche ich, alles zu erledigen, bekomme ich die Folgen später zu spüren." Daher fokussiere er sich auf die wichtigen Dinge.

Zu diesen wesentlichen Aspekten seiner Arbeit zählen Videoanalysen, Besprechungen mit seinen Trainern und den Spielern, gelegentliche Mannschaftssitzungen und Trainingseinheiten, bei denen die gesamte Mannschaft mitmischt. Vorerst hat Shanahan die Anzahl der Teamsitzungen, die er leitet, ebenso reduziert wie die Pressegespräche.

Der 46-Jährige will versuchen, "nicht jeden einzelnen Tag hierherzukommen, denn ich habe das Gefühl, dass ich sonst meine gewohnte Routine nicht einhalten könnte – also stundenlang Videomaterial zu sichten und auch nachts noch in Ruhe Dinge analysieren zu können". Zwar trägt er noch einen Verband um seine verletzte Hand, dieser soll aber bald abgelegt werden. Die Rippen bereiten ihm nur beim Niesen Sorgen und die Symptome der Gehirnerschütterung würden nachlassen.

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Shanahan nach Unfall: "Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung"

"Mein Kopf fühlt sich viel besser an", verrät Shanahan: "Die Nachwirkungen einer Gehirnerschütterung halten sich noch etwas hartnäckig. Eigentlich habe ich nur noch mit Kopfschmerzen und Müdigkeit zu kämpfen." Seiner Routine komme er dennoch bereits sehr nah.

Dabei musste Shanahan erfahren, dass die Genesung einer Gehirnerschütterung nicht linear verläuft. So habe er ein Team-Meeting eine Woche zuvor bereits als Wendepunkt wahrgenommen, weil er das Gefühl hatte, er sei über den Berg, um am nächsten Tag einen kleinen Rückschlag zu erleiden.

Auch habe er sich zu jener Zeit bereit für einen Pressetermin gefühlt. Letztlich sei er aber froh gewesen, diesen nicht wahrgenommen zu haben, als er sich beim Aufwachen am nächsten Tag schlecht fühlte. Mittlerweile blickt der Assistant Coach of the Year 2016 daher auch mit anderen Augen auf Gehirnerschütterungen, die sich seine Spieler auf dem Platz zuziehen.

"Die Jungs haben mir so oft gesagt, ich solle Gehirnerschütterungen beim Sport nicht mit Gehirnerschütterungen nach einem Unfall vergleichen. Jetzt beginne ich das zu verstehen", betonte Shanahan: "Jeder Fall ist ein bisschen anders. Und ich kann nachvollziehen, wie beängstigend es ist, nicht zu wissen, ob man jemals wieder beschwerdefrei sein wird. Aber ich habe dadurch definitiv mehr darüber gelernt."

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Shanahan über Unfall: Warum verhinderte der Autopilot den Zusammenprall nicht?

Sein Comeback vor der Presse stand daher auch erst wirklich fest, nachdem Shanahan die Trainingseinheit ohne Probleme hinter sich gebracht hatte. Dadurch wurde ihm klar, dass er wieder bereit dafür ist, diese eigentliche Routine mitzumachen.

Zum Thema wurde auch der Unfall in Kalifornien selbst. Zum Zusammenprall seines Tesla mit dem Fahrzeug einer 21-Jährigen kam es, als Shanahan nach seinem heruntergefallenen Handy langte und damit den Blick von der Straße nahm. Eigentlich hätte das seiner Meinung nach kein Problem sein sollen, denn sein Fahrzeug sei auf Autopilot unterwegs gewesen. Seit neun Jahren nutze er das System und fühle sich damit sehr wohl.

Unklar sei, warum der Autopilot offenbar nicht mehr aktiviert war, als Shanahan nach dem Handy griff. "Wer weiß schon, was genau passiert ist, als ich mich weggedreht habe: ob es eine Fehlfunktion gab oder ich ihn (den Autopiloten, d. Red.) versehentlich deaktiviert habe – das weiß ich noch nicht", führte er aus: "Aber so oder so: Es ist immer die eigene Schuld. Ob mit oder ohne Autopilot – man kann den Blick nicht von der Straße abwenden."

Ihm sei klar, dass man beim Autofahren die Kontrolle nicht einfach einem Computer überlassen könne. Der Unfall jedenfalls hängt ihm nicht nur wegen der erlittenen Verletzungen nach: "Immer, wenn du einen Unfall verursachst, den du verhindern kannst, kommst du dir ziemlich dumm vor. Besonders, wenn die Gefahr besteht, jemanden zu verletzen."

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