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Basketball-WM: Wer kann die USA aufhalten und wo landet Deutschland? Das Power Ranking

Veröffentlicht:

von Dominik Hager

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Basketball-WM 2026: Das ist Team Deutschland

Videoclip • 01:40 Min


Die Basketball-WM in Berlin verspricht Spannung pur. Wer kann die USA kitzeln und was ist eigentlich für Deutschland drin? Wir werfen einen Blick auf das Power Ranking.

Die Basketball-Weltmeisterschaft der Frauen findet vom 4. bis 13. September 2026 in Deutschland statt. 16 Nationen werden beim Turnier in Berlin teilnehmen und zunächst in vier Vierergruppen aufgeteilt.

Deutschland trifft in Gruppe A auf Mali, Spanien und Japan und hat das große Ziel, sich für das Viertelfinale zu qualifizieren. Alles darüber hinaus wäre für die DBB-Damen eine Art Bonus.

Wir analysieren in unserem Power Ranking, wie gut die Chancen von Deutschland sind und welche Teams als Top-Favoriten ins Turnier starten.

10. Italien

Der letzte Auftritt der Italiener auf einer WM-Bühne ist inzwischen schon 32 Jahre her. Dies bedeutet aber noch lange nicht, dass die Italienerinnen komplett chancenlos sind. Die Damen aus Südeuropa haben einen bemerkenswerten Aufschwung hinter sich und sich bei der EM 2025 überraschend die Bronzemedaille gesichert.

Zentrale Figur im Spiel der Italienerinnen ist Cecilia Zandalasini. Die 30-Jährige bringt WNBA-Erfahrung mit, war für zahlreiche europäische Top-Teams aktiv und besitzt die Fähigkeiten, Spiele im Alleingang zu entscheiden.

Darüber hinaus verfügt Italien über einen ausgewogenen Kader, der taktisch diszipliniert agiert und in der Defense nicht leicht zu knacken ist.

Der Einzug ins Viertelfinale ist möglich, jedoch darf das Team nicht zu sehr von Zandalasini abhängig sein. Es wird eine zweite Leaderin brauchen, um unter die besten acht Nationen zu kommen.

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9. Nigeria

Nigeria gilt als eine Art gefährlicher Außenseiter und Geheimfavorit. Es ist zu erwarten, dass die Nigerianerinnen ihre enorme Athletik und Physis einsetzen werden - und damit den ein oder anderen Gegner vor große Probleme stellen.

Der zweimalige Afrikameister besticht durch seine Unberechenbarkeit und kann an guten Tagen auch die ganz großen Nationen ins Taumeln bringen. Jüngst gab es in einem Testspiel ein überzeugendes 88:77 gegen China. Nur wenige Tage später setzte es dann aber eine klare Pleite gegen Spanien.

Nigeria wird dann gefährlich, wenn ihre Defensive über 40 Minuten stabil steht und in der Offense die nötige Konstanz an den Tag gelegt werden kann. Ein Viertelfinal-Einzug ist definitiv möglich, zumal Frankreich zwar ein starker Gruppengegner ist, Ungarn und Südkorea aber schlagbar sind.

8. Japan

Die Japanerinnen sind zwar nicht so athletisch wie das Team aus Nigeria, haben aber andere Qualitäten, die dem Gegner wehtun können. Japan kann den Ball schnell und sicher bewegen und verfügt zudem über gefährliche Schützinnen. In erster Linie wären hierbei Rui Machida und Ramu Tokashiki zu nennen, die international viel Erfahrung mitbringen.

Die große Frage wird sein, wie viele gegnerische Offensiv-Rebounds die Japanerinnen zulassen. Zuletzt gab es einen knappen und einen deutlichen Testspiel-Erfolg gegen Südkorea, jedoch werden bei der WM noch deutlich athletischere Teams warten.

Japan benötigt eine gute Trefferquote von draußen und muss als Team entschlossen und kompakt verteidigen. Dann dürfte auch die ein oder andere Überraschung möglich sein.

7. China

Konträr zu den Japanerinnen bringt China mit das größte Team auf das Parkett. Insbesondere im Frontcourt sind die Chinesinnen oft nur schwer zu stoppen, weil es unter dem Korb schlichtweg sehr athletische und große Spielerinnen gibt.

Diese Präsenz kann für gegnerische Teams zum Ärgernis werden, selbst wenn die besten Nationen der Welt individuell sicherlich bessere Spielerinnen zu bieten haben.

Wichtig wird aus chinesischer Perspektive sein, dass man nicht nur unter dem Korb punktet, sondern Guard-Spielerin Shuyu Yang ihre Qualitäten als Kopf des Teams auf den Court bekommt.

Beim Vize-Weltmeistertitel 2022 und beim Sieg bei der Asienmeisterschaft 2023 hat China gezeigt, dass es ganz vorne mitmischen kann. Die jüngsten Testspiel-Ergebnisse waren aber eher ernüchternd.

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6. Deutschland

Natürlich träumt man in Deutschland beim Heim-Turnier vom ganz tiefen Run, jedoch müssen zunächst in der Gruppenphase die nötigen Hausaufgaben gemacht werden.

Talent und Potenzial ist im Team definitiv vorhanden. Dafür sorgen Leonie Fiebich, Frieda Bühner, Nyara Sabally, Luisa Geiselsöder und Alexis Peterson. Inzwischen haben einige deutsche Spielerinnen WNBA-Erfahrung sammeln können, was für ein solches Turnier wichtig werden dürfte.

Es bleibt jedoch festzuhalten, dass der Ausfall von Satou Sabally enorm schwer wiegt. Die individuelle Klasse von der älteren Sabally-Schwester kann nur als Team kompensiert werden.

Das Erreichen des Viertelfinals ist vor eigenem Publikum eigentlich Pflicht, jedoch kann sich Japan als Stolperstein erweisen, sollten sich diese beide Teams hinter Spanien um Platz zwei duellieren.

Deutschland benötigt einen guten Start ins Turnier und eine optimistische Stimmung im Team. Nach den jüngsten Testspiel-Niederlagen gibt es natürlich ein paar Sorgenfalten, was die Form des Teams angeht, jedoch ist damit zu rechnen, dass alle Beteiligten noch einige Prozentpunkte draufsatteln können.

5. Belgien

Angeführt von Emma Meesseman und Spielmacherin Julie Allemand hat Belgien durchaus seine Chancen, zum Überraschungsteam der WM zu werden. Die Belgierinnen spielen einen sehr ansehnlichen und disziplinierten Basketball und sind gleichermaßen in der Offense und Defense gut in Schuss.

Der Europameister aus den Jahren 2023 und 2025 wartet noch auf den ersten Top-3-Platz bei Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen. Die Chance ist durchaus vorhanden, jedoch müssen die Belgierinnen besser spielen als jüngst beim 67:95 gegen Spanien.

Man kann die Pleite womöglich aber auch als kleinen Ausrutscher abstempeln, zumal zuvor neun Partien in Serie gewonnen wurden. Dabei handelte es sich aber nur selten um konkurrenzfähige Gegner.

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4. Australien

Rein von der individuellen Qualität her ist Australien enorm stark aufgestellt. Ezi Magbegor, Alanna Smith und Steph Talbot sind allesamt Top-Spielerinnen, die sich gegenseitig die Last von den Schultern nehmen können. Australien gehört zu den größten und athletisch stärksten Teams und ist unter dem Brett eine Macht. Nicht umsonst spielte das Team bei den jüngsten großen Turnieren eigentlich immer um eine Medaille mit.

Bei den Olympischen Spielen 2024 reichte es zur Bronzemedaille. Seitdem hat Australien jedes Spiel gewonnen, obwohl sich die Mannschaft ein wenig im Umbruch befindet. Bitter ist allerdings der Ausfall von Sami Whitcomb, die als sehr gute Shooterin von Downtown äußerst gefährlich wäre.

Das Spiel gegen Belgien in der Gruppenphase wird für Australien ein erster spannender Gradmesser. Zuletzt hat das Team meist gegen eher schwächere Gegner gespielt.

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3. Frankreich

In Sachen individueller Qualität kann Frankreich den USA wohl noch am ehesten Paroli bieten. Gabby Williams, Marine Johannes, Dominique Malonga, Janelle Salaün und Valériane Ayayi sind allesamt große Namen im Frauen-Basketball.

Im olympischen Finale 2024 konnten die Französinnen die USA zumindest schon mal kitzeln, wenngleich es am Ende nicht zu Gold reichte. Genau aus solchen Spielen kann man aber in der Regel gewinnbringende Lehren ziehen.

Frankreich verfügt über ein athletisches Team, welches insbesondere unter den Brettern meist sehr dominant agieren kann.

Es bleibt jedoch abzuwarten, wie Frankreich die enorme EM-Enttäuschung 2025 verkraftet hat. Nach Niederlagen gegen Spanien und Italien war hier bereits in der Vorrunde Schluss. In diesem Jahr verlief die Testspielphase jedoch wieder überaus erfolgreich.

2. Spanien

Spanien ist individuell zwar einen Ticken schwächer als Frankreich besetzt, funktioniert als Team jedoch enorm gut. Die Südwesteuropäerinnen reisen mit einem jungen und hungrigen Team zur EM, haben aber auch wichtige Säulen wie Maria Conde und Raquel Carrera mit dabei.

Die Spanierinnen sind taktisch diszipliniert und insbesondere in der Defense über 40 Minuten präsent. Auf diese Weise kann es ihnen gelingen, auch individuell noch besser besetzte Nationen wie die USA oder Frankreich den letzten Nerv zu rauben.

In der Vorbereitung haben die Spanierinnen bereits bewiesen, dass mit ihnen zu rechnen sein wird. Insbesondere die deutlichen Siege gegen Nigeria (83:58) und Belgien (95:67) waren absolute Kampfansagen. Im März konnte Spanien auch die USA ein wenig kitzeln, wenngleich das Spiel mit 70:84 verloren ging.

Nach zuletzt nicht ganz so erfolgreichem Abschneiden bei großen Turnieren könnte Spanien nun wieder an der Reihe sein.

1. USA

Ähnlich wie bei den Männern ist auch das US-amerikanische Frauenteam in Sachen Qualität und Kaderbreite unantastbar. Breanna Stewart, Caitlin Clark, Paige Bueckers, Napheesa Collier, Angel Reese, Rhyne Howard und Kahleah Copper zählen allesamt zu den absoluten Top-Spielerinnen. Die USA können sich eigentlich nur selbst schlagen, jedoch ist genau dieser Faktor die größte Gefahr.

Mit A’ja Wilson und Kelsey Plum fallen zudem zwei wichtige Spielerinnen aus und wurden durch nicht ganz so erfahrene Kräfte ersetzt. Womöglich sind die USA angreifbarer als bei den meisten Turnieren in der Vergangenheit, jedoch spricht die Statistik eine klare Sprache. Das letzte verlorene Länderspiel war ein 54:67 gegen Brasilien im Juli 2023. Seitdem folgten nur noch Siege.

Das letzte große Turnier, das die USA nicht gewonnen haben, war die WM im Jahr 2006 - also vor genau 20 Jahren.

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