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Frauen-WM zeigt: Darum ist Deutschland eine Basketball-Nation - Kommentar

Aktualisiert:

von Martin Jahns

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Basketball-WM - Bittere Tränen bei Leonie Fiebich: "Tut einfach weh"

Videoclip • 01:27 Min


Die deutschen Basketballerinnen schreiben mit Platz vier bei der WM Geschichte. Auch wenn zur absoluten Weltspitze noch ein Stück fehlt, hat diese zehntägige Sport-Party gezeigt: Deutschland ist eine Basketball-Nation – sportlich, aber auch beim Drumherum. Ein Kommentar.

Der Medaillentraum mag geplatzt sein. Doch wenn die Tränen getrocknet sind, sollte bei den deutschen Basketballerinnen vor allem eines von dieser WM bleiben: Stolz.

Wer hätte gedacht, dass die deutschen Frauen nach der Lehrstunde gegen Spanien zum Turnierauftakt am letzten Turniertag überhaupt noch auf dem Parkett stehen würden? Diesmal im Spiel um Platz 3.

Binnen zehn Tagen hat das Team um Leonie Fiebich und Nyara Sabally eine atemberaubende Entwicklung hingelegt: Als Gruppenzweite hinter Spanien ging es in die K.o.-Runde, im Viertelfinale wurde Europameister Belgien eindrucksvoll mit 93:74 bezwungen. Erstmals überhaupt erreichten die DBB-Frauen das Halbfinale.

Ein phänomenaler Aufschwung, der Deutschlands Status als Basketball-Nation weiter verfestigt.

Das Abschneiden der deutschen Basketballerinnen und Basketballer in den vergangenen drei Jahren liest sich wie ein viel zu schöner Fiebertraum: Die deutschen Frauen gehören zu den besten vier Teams der Welt. Im 3x3-Basketball sind sie gar amtierende Olympiasiegerinnen.

Die Männer wurden 2023 Welt- und 2025 Europameister.

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Basketball in aller Munde: Preise, Stars und Ticket-Rekord

Das Schöne: Die Top-Leistungen der deutschen Männer und Frauen im Basketball werden längst auch in der Öffentlichkeit gewürdigt. Bei den Preisverleihungen zur Mannschaft des Jahres in Deutschland räumten die Basketballerinnen und Basketballer seit 2023 alle Auszeichnungen ab.

Die WM-Besuche unter anderem von Hall of Famer Dirk Nowitzki und Weltmeister Dennis Schröder zeigten zudem, wie eng das deutsche Basketball zusammensteht. Im Rahmen des Halbfinals trafen sich 60 deutsche Basketballerinnen der Gegenwart und Vergangenheit.

Auch abseits des Courts war diese Heim-WM ein Fingerzeig: Mit über 200.000 verkauften Tickets avancierte das Turnier in Berlin zur bestbesuchten Frauen-Basketball-WM der Geschichte.

Auch das große Zuschauerinteresse bei den Übertragungen der Frauen-WM auf ProSieben MAXX und im Stream bei Joyn zeigt: Deutschland hat Bock auf Basketball!

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Das nächste Highlight steht schon vor der Tür

Zwar waren die Spanierinnen und zuvor im Halbfinale die Französinnen über die volle Spielzeit sportlich noch eine Nummer zu groß für das deutsche Team. Doch diese Basketball-Party hat Lust auf mehr gemacht und das deutsche Team ging aufgrund des Turniermodus' mit deutlich weniger Erholung in die Duelle. Wer weiß, ob ausgeruht der nächste Schritt drin ist?

Da trifft sich gut, dass das nächste Highlight nicht einmal ein Jahr entfernt ist: Im Juni 2027 steigt die EM der Frauen.

Bundestrainer Olaf Lange und Leistungsträgerin Fiebich haben jedenfalls schon kurz nach dem verlorenen Spiel um Platz drei angekündigt, noch stärker zurückzukommen.

Vielleicht geht dann sogar ein Medaillentraum in Erfüllung. Für die DBB-Mädels und die Basketball-Nation.

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