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Darts - Mensur Suljovic nach Provokation schwer unter Beschuss: "Wenn er ein absoluter Idiot sein will ..."
Veröffentlicht:
von Chris Lugertran Mehr Sport
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Videoclip • 01:06 Min
Bei der Swiss Darts Trophy legt Mensur Suljovic im Achtelfinale gegen Ross Smith ein diskutables Verhalten an den Tag. Mit seiner Rechtfertigung macht er es danach nicht besser.
Dartsprofi Mensur Suljovic hat bei der Swiss Darts Trophy in Basel für Schlagzeilen gesorgt - allerdings nicht mit seiner sportlichen Leistung am Board. Im Achtelfinale gegen Ross Smith stachelte der Österreicher das Publikum dazu an, seinen englischen Gegner auszubuhen.
Beim Stand von 5:5 hatte Smith noch 61 Punkte übrig und zwei Matchdarts. Das Publikum buhte bereits beim ersten Versuch, als dieser das Doppelfeld verpasste, legte Suljovic jedoch nach. Mit klaren Gesten animierte er die Zuschauer, noch heftiger zu buhen. Tatsächlich verpasste der Europameister von 2022 auch den zweiten Dart auf das Doppel. Suljovic staubte ab und gewann selbst mit 6:5.
Smith bekam von Suljovics Verhalten auf der Bühne zunächst nichts mit, äußerte sich allerdings im Nachgang auf Social Media. Die Schuld an seinem Ausscheiden gab er dem Wiener nicht, kritisierte das Verhalten des früheren Top-10-Spielers aber deutlich.
"Ich gebe Mensur keine Schuld daran, dass ich dieses Spiel verloren habe. Ich habe zwei Matchdarts verfehlt. So einfach ist das. Natürlich kann ich nicht wissen, was er hinter meinem Rücken macht, wenn ich werfe – abgesehen von den Reaktionen des Publikums", sagte er und legte nach: "Wenn er ein absoluter Idiot sein will, ist das seine Sache. Karma wird ihn einholen."
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Suljovic rechtfertigt sich: "Frauen beschweren sich ..."
Suljovic gewann wenige Stunden nach seinem Sieg gegen Smith auch sein Viertelfinale gegen Dirk van Duijvenbode. Im Anschluss an das Spiel wurde er im Siegerinterview vom Master of Ceremonies Philip Brzezinski auf sein Verhalten in der Schlussphase gegen Smith und dessen Kritik angesprochen.
Von Einsicht war allerdings nichts zu hören, stattdessen rechtfertigte sich der Österreicher. "Ross Smith ist einer der besten Spieler auf der Welt. Was beschwert sich der Kerl?! Der soll sein Spiel spielen, ansonsten kann er direkt nach Hause gehen", meinte er und driftete danach auch noch in Richtung Sexismus ab: "Frauen beschweren sich, sorry… Das macht man nicht, wenn man verliert."
Suljovic gab zu, dass er "das Publikum etwas herausgefordert" habe, allerdings brauche er die Unterstützung der Zuschauer. "Ohne die Fans schaffe ich nichts. Dankeschön… Was beschwert der sich? Wenn ich in England bin, sind die Fans gegen mich, überall sind sie gegen mich, und jetzt auf einmal beschwert er sich, soll er gleich daheimbleiben."
Für Suljovic endete das Turnier anschließend im Halbfinale durch ein 4:7 gegen Ex-Weltmeister Luke Humphries.
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