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Darts-EM: Schindler sensationell im Finale - Littler scheitert überraschend

Veröffentlicht:

von SID

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Videoclip • 01:06 Min


Martin Schindler hat schon jetzt Darts-Geschichte geschrieben: The Wall besiegt Krzysztof Ratajski und steht im Finale. Für Luke Littler ist das Turnier dagegen schon beendet.

Martin Schindler greift bei der Darts-EM sensationell nach dem Titel. Die deutsche Nummer eins setzte seinen überraschenden Erfolgslauf in Dortmund fort und besiegte im Halbfinale den Luke-Littler-Bezwinger Krzysztof Ratajski aus Polen mit 11:6. Im Endspiel trifft Schindler auf den Engländer Ross Smith.

Schindler spielt noch am Sonntagabend (jetzt im Livestream auf Joyn) um den ersten deutschen Majortitel überhaupt. Der 30-Jährige ist auch der erste Deutsche, der ein Finale bei den großen Turnieren der PDC erreicht. Zuvor hatten nur Max Hopp 2018 bei der European Championship und Gabriel Clemens bei der WM 2023 den Sprung in die Vorschlussrunde geschafft.

Unter dem großen Jubel der über 6000 Fans in der Westfalenhalle war Schindler kaum aufzuhalten. Der Strausberger nahm seinem Gegner gleich fünfmal den Anwurf ab, nach einem kurzen Wackler fand er rechtzeitig zurück.

Insgesamt spielte Schindler einen Average von starken 98,88 Punkten. Ratajski konnte seine Leistung aus dem Viertelfinale nicht wiederholen, als der 49-Jährige sensationell Weltmeister Littler mit 10:6 aus dem Turnier geworfen hatte.

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Schindler auf den Spuren von Hop

Littler muss damit mindestens ein weiteres Jahr warten, um seine Majortitel-Sammlung zu komplettieren. Dem 19-jährigen Engländer fehlt nur noch der EM-Titel - sowie die im kommenden Jahr erstmals ausgetragenen European Open in Salzburg.

Schindler hatte sich auf den letzten Drücker für das Turnier qualifiziert. Auf dem Weg ins Halbfinale setzte sich der Weltranglisten-23. gegen die Niederländer Wessel Nijman (6:5) und Jermaine Wattimena (10:4) durch, in der Runde der letzten acht folgte ein 10:1 über den Waliser Jonny Clayton. Die Nummer fünf des Rankings hatte in Runde eins den zweiten deutschen Teilnehmer Niko Springer ausgeschaltet.

80.000 Pfund hat Schindler durch den Finaleinzug bereits sicher, dem Sieger winken 150.000 Pfund. Damit ist "The Wall" zurück in den Top 20 der Order of Merit. Vor der EM hatte Schindler in diesem Jahr nur wenige Erfolgserlebnisse eingefahren.

Im zweiten Halbfinale setzte sich Smith mit 11:7 gegen Ex-Weltmeister Gerwyn Price aus Wales durch. Gegen den 37-Jährigen, der vor vier Jahren in Dortmund seinen ersten Majortitel gefeiert hatte, hat Schindler die letzten beiden der insgesamt vier Duelle gewonnen.

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Auch Pryce und Smith noch im Rennen

Littler, der am Samstag im Achtelfinale gegen Nathan Aspinall den zweithöchsten Average der Turniergeschichte gespielt hatte, zeigte ungewohnte Schwächen, traf aber auch auf einen hervorragend aufgelegten Gegner. Erst beim Stand von 2:8 drehte Littler, der bei seinen zwei vorigen EM-Teilnahmen in der ersten Runde und im Achtelfinale gescheitert war, auf. Allerdings zu spät: Ratajski machte die Sensation mit seinem zweiten Matchdart perfekt.

Im zweiten Halbfinale trifft Ex-Weltmeister Gerwyn Price (Wales) auf den Engländer Ross Smith, der das Turnier 2022 gewonnen hatte.

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