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Darts-EM 2026 - Martin Schindler nach historischem Coup für Top-Turnier qualifiziert: "Wahrscheinlich das Beste daran"

Aktualisiert:

von SID

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Videoclip • 01:06 Min


Mit dem Finaleinzug bei der Darts-EM 2026 überraschte sich Martin Schindler selbst. Dass der ganz große Coup in Dortmund nicht gelang, konnte der Dartsprofi verkraften.

Auf der Bühne kamen Martin Schindler die Tränen, nicht aus Enttäuschung, sondern vor Glück, nach der Finalniederlage bei der EM in Dortmund war der Dartsprofi einfach nur stolz und hob die Daumen. "Ich bin ein wirklich glücklicher Junge", sagte Schindler trotz der verpassten Chance gegen Ross Smith, schließlich hatte die deutsche Nummer eins beim Turnier über Tage geglänzt - und sich selbst überrascht.

Denn der Erfolg kam ein wenig aus dem Nichts, ein bemerkenswerter Lauf endete am Sonntag bei bester Stimmung in der Westfalenhalle mit einem 8:11. "Ich spiele dieses Jahr nicht gerade gut", sagte Schindler, aber so sei "Darts eben manchmal. Man hat nicht wirklich das Gefühl, dass man sein Bestes gibt, und dann erreicht man das Finale eines Majors."

Und dieser Schritt war historisch. Nie zuvor hatte es ein Deutscher bei einem der großen PDC-Turniere in ein Endspiel geschafft. Für Max Hopp 2018 bei der European Championship und Gabriel Clemens bei der WM 2023 sowie den Players Championship Finals im selben Jahr war jeweils in der Vorschlussrunde Schluss gewesen.

Darts-EM: Martin Schindler bricht den deutschen Bann

Jetzt brach Schindler den Bann, dabei hatte sich der Strausberger erst auf den letzten Drücker für die Europameisterschaft vor eigenem Publikum qualifiziert. Dabei setzte sich der 30-Jährige gegen die Niederländer Wessel Nijman (6:5) und Jermaine Wattimena (10:4) durch, sorgte dann gegen den Waliser Jonny Clayton für ein echtes Ausrufezeichen (10:1). Im Halbfinale gelang ein Sieg über Krzysztof Ratajski aus Polen (11:6), der seinerseits zuvor sensationell Weltmeister Luke Littler (England) ausgeschaltet hatte.

"Als ich vor zehn Jahren mit dem professionellen Darts angefangen habe, habe ich nichts erwartet. Jetzt war ich in einem Majorfinale. Ich habe alles getan, um es zu gewinnen", sagte Schindler, als Nummer 31 der Setzliste angereist. Der Engländer Ross sei "wirklich gut unterwegs" gewesen, "ich war nicht auf meinem Level."

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Darts-EM 2026: Schindler dank Preisgeld wieder in Top 20

Schindler bedankte sich spät abends herzlich bei den Fans, nahm sie mit ins Boot und entschuldigte sich fast ein bisschen: "Wir sind weit gekommen. Ich hätte wirklich gerne mehr gemacht. Danke, Dortmund!", sagte Schindler emotional ins Mikro.

Bislang hatte es 2026 bei "The Wall" ziemlich gehakt. Bei der vergangenen WM in London war Schindler noch Weltranglisten-13., vor der EM aber zehn Plätze abgestürzt. Dank der 80.000 Pfund Preisgeld ist er nun wieder zurück in den Top 20.

Dartsprofi Martin Schindler

Bild: picture alliance/Action Plus/SID/Aidan Hunter


Darts: Schindler für Grand Slam qualifiziert

Max Hopp, in Dortmund als Experte im Einsatz, verneigte sich. "Er hat die kleine Trophäe so gefeiert, als wäre es die Siegertrophäe", sagte der 30-Jährige, "er ist ein großer Fighter. Ich bin mir sicher, er nimmt dadurch viel Erfahrung mit, um weiterzumachen, um weiter zu arbeiten, um den nächsten Schritt zu machen, vielleicht beim Grand Slam, bei den Players Championship Finals oder sogar bei der WM, wer weiß."

Für den Grand Slam in Wolverhampton (14. bis 22. November) qualifizierte sich Schindler durch seinen EM-Erfolg - für ihn mehr als ein Nebenaspekt: "Das ist wahrscheinlich das Beste daran."

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