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Borussia Dortmund verteidigt Nationalspieler Felix Nmecha, nachdem er von BVB-Fans für Jubelgeste heftig kritisiert wurde
Aktualisiert:
von SIDran Fußball Bundesliga
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Videoclip • 01:30 Min
Felix Nmecha war der Matchwinner für den BVB beim 2:1-Heimsieg gegen die SV Elversberg. Seine Jubelgesten nach beiden Toren sorgen aber für massiven Unmut.
Borussia Dortmund hat den in die Kritik geratenen Nationalspieler Felix Nmecha verteidigt, will in der Debatte um dessen Kronenjubel aber ein Gespräch mit ihm führen.
Für den BVB sei es "essentiell, Hinweise und Bedarfe aus der Fanszene ernst zu nehmen und ihnen nachzugehen", teilte der BVB auf SID-Anfrage mit: "Selbstverständlich nehmen wir auch die aktuelle Berichterstattung und die damit verbundenen Fragen und Diskussionen sehr ernst."
Die Geschäftsführung, vermutlich Sportchef Lars Ricken, werde "diese zum Anlass nehmen, das Gespräch mit dem Spieler zu suchen". Borussia Dortmunds Nationalspieler Felix Nmecha sieht sich aufgrund seines Torjubels scharfer Kritik aus den eigenen Reihen ausgesetzt.
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Nmecha: BVB-Jubel bereits im DFB-Dress bei WM gezeigt
Am Sonntagmorgen hatte die Fan- und Förderabteilung des BVB in einer umfangreichen Stellungnahme Kritik an Nmecha geübt.
Nachdem der 26-Jährige gegen die SV Elversberg (2:1) am Samstag erneut mit einer Geste die Kampagne "The King's Return" unterstützt hatte, forderten die Fans eine klare Abgrenzung von evangelikalen Netzwerken.
Hintergrund der Kritik ist der wiederkehrende Torjubel, bei dem Nmecha eine imaginäre Krone abnimmt und diese kniend vor sich auf den Rasen legt. Bei der WM im Sommer bejubelte Nmecha bereits im DFB-Dress mit derselben Geste.
"Auftreten muss den Grundwerten von Borussia Dortmund entsprechen"
Der BVB betonte in seinem Statement an den "SID", dass der Verein "die Religions- und Glaubensfreiheit jedes Einzelnen" respektiere.
Dort hieß es auch: "Wir wissen um die Sensibilität religiös konnotierter Gesten und erwarten von allen Mitarbeitenden und Spielern, dass sie in ihrem Verhalten und Auftreten den gesetzlichen Vorgaben und den Grundwerten von Borussia Dortmund entsprechen."
Und weiter: "Dazu gehören Respekt, Vielfalt, Gleichberechtigung und die klare Ablehnung jeder Form von Diskriminierung", hieß es: "Felix Nmecha verhält sich seit seinem ersten Tag bei Borussia Dortmund respektvoll und gibt durch sein tagtägliches Handeln wie jeder andere unserer Spieler keinerlei Anlass, daran zu zweifeln."
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"Bezugspunkt" sei der Grundwertekodex des BVB
Der Dialog mit den Fans sei "offen, auch mal kontrovers, aber vertrauensvoll". Die Fans wiederum hatten einen sensiblen Umgang mit dem Thema gefordert. Man dürfe es nicht als "bloß private Religionsausübung" abtun, wenn die Reichweite eines Profis "gezielt für Missionierung" eingesetzt werde.
"Wo religiöse Überzeugungen dazu benutzt werden, Menschen ihre Würde oder Gleichwertigkeit abzusprechen, endet für uns die Toleranz gegenüber Intoleranz", hieß es in der Stellungnahme der Fans. Der Grundwertekodex des BVB sei "der maßgebliche Bezugspunkt."
Und weiter: "Für seine konsequente Umsetzung setzen wir uns ein. Deshalb haben wir in den vergangenen Monaten mehrfach Gespräche zu diesem Thema geführt."
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