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FC Bayern München: FCB-Legende als Bundestrainer? "Gibt kein Hätte, Täte, Wäre"
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von SIDran Fußball
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Videoclip • 01:48 Min
FC-Bayern-Legende Paul Breitner wäre 1998 gerne Bundestrainer geworden, trauert der verpassten Chancen aber heute nicht mehr nach.
Paul Breitner wäre 1998 beinahe Bundestrainer geworden, blickt auf diese Anekdote aber nicht im Groll zurück. "Es gibt für mich kein Hätte, Täte, Wäre", sagte der Weltmeister von 1974, der am Samstag 75 Jahre alt wird, im Klubmagazin "seines" FC Bayern.
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) habe nach dem Rücktritt von Berti Vogts "eine riesige Chance, Tabula rasa zu machen", sagte Breitner damals, ehe sein Engagement beim Verband doch noch scheiterte.
Er hätte das Amt "sofort" und auch "für neun Monate, zwölf Monate, ohne Vertrag" angetreten, sagte Breitner jetzt: "Ich hätte das gemacht, was sie auch heute wieder bräuchten: eine völlig neue Ausrichtung in der Ausbildung, im Training unserer Kinder und Jugendlichen."
Dort liegt laut Breitner einiges im Argen. "Wir haben uns wieder zu sturen Aufgaben-Erfüllern auf dem Platz trainieren lassen. Du machst das, du machst das, du machst das. Ohne Freiheit." Es sei ein regelrechtes "Geschwür", dass im Nachwuchs "zu viel von den Großen übernommen wird. Verdammt noch mal, die sollen sich entwickeln wie außerhalb des Fußballs auch – entsprechend ihrem Talent, entsprechend ihrer körperlichen Möglichkeiten."
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Paul Breitner kritisiert Umgang mit jungen Spielern
Aus Breitners Sicht wäre es "bequem" und "falsch" zu sagen: "Die Spieler sind alle angepasst, wir brauchen wieder Typen mit Charakter." Die Kicker seien "ein Spiegelbild unserer Gesellschaft. Es ist die Zeit, in der wir leben: Das Sicherheitsdenken und die Angst abzustürzen sind größer als je zuvor."
Selbst er, der frühere Rebell und Revoluzzer mit der Mao-Bibel, "wäre heute logischerweise einer wie alle anderen", glaubt Breitner. "Auf dem Platz sowieso, weil dir jeder Trainer jeden Pass vorgibt. Aber auch in dem, was ich tue und was ich sage. Mir wäre ständig bewusst, dass hinter jedem Baum jemand mit der Handykamera steht. Die Spieler, die wir heute haben, die sind da hineingewachsen."
Mit sich selbst ist Breiter "im Reinen", wie er betonte: "Wenn ich irgendwann mal mit mir nicht im Reinen gewesen wäre, hätte ich das sofort geändert. Da bin ich stur, konsequent. Ich kann nicht haben, dass ich mich anlüge."
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