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Fußball

Mario Basler wettert gegen Bayern-Star: "Ist ganz, ganz weit weg von einem Superstar"

Veröffentlicht:

von Malte Ahrens

ran Fußball

Nach Kompany-Schock: Kovac über Schattenseiten des Trainerjobs

Videoclip • 01:28 Min


Mario Basler hat in seinem Podcast über den Status von Lennart Karl geredet und sich auch über die Belastung von Fußballtrainern geäußert. Unter ihm hätten die Coaches ein verpflichtendes Privileg.

Mario Basler hat in der aktuellen Folge seines Podcasts "Basler ballert" deutliche Worte in Richtung Bayern-Talent Lennart Karl gefunden. Auch die Belastung für Fußballtrainer kritisiert er und nennt einen interessanten Lösungsansatz.

Neben der Einschätzung, dass er Karl großes Potential zugesteht, bremst Basler gleichzeitig den Hype um ihn - und auch Nationalmannschaftskollegen Said El Mala: "Ich habe immer gesagt, Karl und El Mala sind beide große Talente. Aber für mich sind es keine Unterschiedsspieler."

Stattdessen vertritt Basler eine deutliche Meinung zum Bayern-Jungstar: "Lennart Karl ist ganz, ganz weit weg von einem Superstar."

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Basler sieht Schuld auch bei den Medien

"Wir sind bei zwei guten Spielen, und schon sind es alle Superstars, riesengroße Talente, alle müssen zur Nationalmannschaft", fügt er an und nimmt auch die Medien in Verantwortung: "Und das ist auch ein großer Fehler von unseren Journalisten, die immer wieder da reindrücken: Der muss zur Nationalmannschaft. Nee, muss man nicht."

Für die Zukunft wünscht er sich für Karl vor allem Spielzeit und damit einhergehend Platz zur Entwicklung: "Lass einen 18-Jährigen doch erst einmal ein halbes Jahr spielen und gib ihm zwei Jahre Zeit, sich zu entwickeln."

Als Superstar sieht er den jungen Offensivspieler trotzdem auch zukünftig nicht: "Er muss es unter Beweis stellen. Und wenn ich ehrlich bin, ich zweifle nach wie vor dran, dass es der Superstar wird."

Cheftrainer müssen laut Basler vom Verein mehr geschützt werden

Auch zum Zusammenbruch von Bayern-Trainer Vincent Kompany äußert sich Basler. Der Europameister von 1996 wünscht sich mehr Schutz von den Vereinen für die Trainer, die unter großem Druck stehen.

"Ich würde meinem Cheftrainer, wenn ich in der Vorstandschaft wäre, einen Tag sagen: Du bleibst zu Hause", dafür haben die Vereine große Trainerstäbe und genug Mitarbeitende, dass die Aufgaben der Cheftrainer aufgefangen werden können.

Unabhängig von der Einschätzung des Cheftrainers, ob er einen solchen Tag brauche oder nicht, würde Basler einen solchen durchsetzen: "Bleib du zu Hause, kümmere dich um deine Familie, geh Kaffee trinken, geh spazieren, wie auch immer. Ich würde das verpflichtend für einen Trainer machen."

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Emotionaler Support für Familie Kimmich

Auch an Joshua Kimmich und seine Familie Kimmich richtet Basler nach dem überraschenden Tod des Vaters des Bayern-Stars emotionale Worte: "Mein herzliches Beileid. [...] Das ist schwierig zu verarbeiten. Deshalb soll sich jeder die Zeit nehmen, die er dafür braucht. Es gibt am Schluss immer noch wichtigere Dinge, als ein Fußballspiel zu verlieren. Gesundheit und Familie stehen über allem."

Ein solcher Schicksalsschlag relativiere das Sportliche, so Basler: "Im Fußball wird manchmal so getan, als wäre eine Niederlage eine Katastrophe. Aber wenn es um Gesundheit oder die Familie geht, dann sieht man, was wirklich wichtig ist. Das sollte man sich immer wieder vor Augen führen."

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