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Bundesliga

SV Elversberg legt erneut Protest gegen Sperre für Vincent Wagner ein

Aktualisiert:

von SID

17:30 SAT.1 Bayern

Historischer Bundesliga-Moment: FC Augsburg erstmals Tabellenführer

Videoclip • 01:05 Min • Ab 12


Elversbergs Trainer Vincent Wagner ist nach seiner Gelb-Roten Karte gegen Borussia Mönchengladbach gesperrt und droht das Spiel gegen den FC Bayern zu verpassen. Der Verein legt nun erneut Einspruch ein - die Entscheidung fällt am Freitag.

Bleibt Vincent Wagner für das bislang größte Spiel seiner Trainerkarriere gesperrt? Das Sportgericht des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) wies den Einspruch der SV Elversberg gegen die Gelb-Rote Karte aus dem Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach nach nur wenigen Stunden zurück.

Nun hat der SV Elversberg erneut Einspruch eingelegt. Damit geht der Fall in die nächste Instanz und muss nun am Freitag ab 12 Uhr vor dem DFB-Bundesgericht verhandelt werden.

Sollte die Sperre dennoch Bestand haben, gilt das auch für die mit dem Platzverweis verbundene automatische Sperre von einem Meisterschaftsspiel. Wagner würde seinem Team damit am Sonntag (17.30 Uhr im Liveticker) im Spitzenduell gegen den FC Bayern fehlen.

SV Elversberg: Deshalb lehnte das DFB-Sportgericht den 1. Einspruch ab

Das Sportgericht schrieb in seiner vorherigen Begründung, dass es "keine Anhaltspunkte für einen offensichtlichen Irrtum des Schiedsrichters gemäß § 11 Nr. 3 der DFB-Rechts- und Verfahrensordnung und damit für eine ausnahmsweise Aufhebung der automatischen Sperre" gebe. Gemäß Rechtsprechung der UEFA sei "ein solcher Ausnahmetatbestand nur dann gegeben, wenn eine Personenverwechselung vorliegt, oder es zwischen Trainer und Schiedsrichter keinerlei Kontakt gab und sich der vom Platz gestellte Trainer auch sonst in keiner Weise sportwidrig verhalten hat".

Im Urteil gibt das DFB-Sportgericht an, dass Wagner gemäß den Angaben des Unparteiischen aus größerer Entfernung auf diesen zugelaufen sei, obwohl der Vierte Offizielle den Trainer zuvor aufgefordert habe, dies zu unterlassen. Diese Darstellung werde durch die Fernsehbilder bestätigt. Somit liege eine Tatsachenentscheidung des Referees vor, an die auch das Sportgericht "grundsätzlich gebunden" sei.

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Matthäus kritisiert Wagner-Sperre deutlich

Zudem habe das Gericht keine Anhaltspunkte dafür gefunden, "dass die automatisch eintretende Sperre grob unbillig oder willkürlich sein könnte". Schiedsrichter-Chef Knut Kircher hatte am Sonntag im Doppelpass bei "Sport1" eingeräumt, dass der Platzverweis gegen Wagner "in Summe eine unglückliche Situation" gewesen sei. Selbst die Verantwortlichen vom kommenden Elversberger Gegner sprachen sich gegen eine Strafe aus. "Es wäre ja möglich, für das nächste Spiel keine Sperre auszusprechen. Wenn das alle so sehen", sagte Bayern-Boss Jan-Christian Dreesen.

Überhaupt kein Verständnis für eine Sperre hat Rekordnationalspieler Lothar Matthäus. "Man geht halt mal aufs Spielfeld und redet mit dem Unparteiischen. Es ist Alltag. Dass man nun am jungen Elversberg-Trainer ein Exempel statuiert, finde ich mehr als lächerlich. Das sind so Sachen, wo ich sage: 'Der Fußball macht keinen Spaß'", schrieb Deutschlands Weltmeister-Kapitän von 1990 in seiner "Sky"-Kolumne.

Nachdem durch eine falsche Einwurf-Entscheidung ein Gegentor gegen seine Mannschaft gefallen war, hatte sich Wagner aus stillem Protest aufs Feld gestellt. Dafür gab es die erste Verwarnung. Der Platzverweis folgte, obwohl Wagner weder aggressiv auf den Schiedsrichter zugegangen war, noch ihn verbal attackierte. Das sorgte für Diskussionen.

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