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Champions League

Champions League: Mehr VAR-Einsätze, weniger Zeitspiel? Das sind die neuen Regeln in der Königsklasse

Veröffentlicht:

von ran.de

Sat.1 NRW

Borussia Dortmund vor Champions-League-Auftakt

Videoclip • 50 Sek


Mit Start der diesjährigen Champions-League-Saison treten neue Regeln in Kraft. Unter anderem soll konsequenter gegen Zeitspiel vorgegangen werden und auch die Eingriffs-Befugnis des VAR wird erweitert. Erstmals wurden diese Regeln bei der WM 2026 angewandt.

Bereits bei der Weltmeisterschaft 2026 wurden diverse neue Regeln getestet. Einige dieser Änderungen wurden in der Bundesliga übernommen, andere fanden keinen Platz im Regelkatalog des deutschen Oberhauses. Nun übernimmt auch die UEFA ausgewählte Regeln für die Königsklasse.

Das neue Regelwerk geht besonders vehement gegen Zeitspiel vor und auch die Einsatzmöglichkeiten des VAR werden erweitert.

Bei ran erfahrt ihr, welche neuen Regeln zum Start der diesjährigen Königsklasse in Kraft treten.

Konsequentes Vorgehen gegen Zeitspiel

Besonders wichtig sind die neuen Regelungen, die zur Verminderung von Zeitspiel zukünftig Anwendung finden. In mehreren Situationen soll so eine schnellere Spielfortsetzung gewährleistet werden.

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Auswechslungen

Wird ein Spieler ausgewechselt, muss er den Platz innerhalb von zehn Sekunden verlassen. Sollte er dies nicht tun, darf der Ersatzspieler das Feld erst bei der nächsten Spielunterbrechung betreten. Das würde bedeuten, dass seine Mannschaft das Spiel in diesem Fall für eine gewisse Zeit in Unterzahl bestreiten muss.

Einwurf und Abstoß

Bei Einwürfen und Abstößen kann der Schiedsrichter einen Fünf-Sekunden-Countdown starten, welchen er dem ausführenden Spieler per Handgeste anzeigt.

Verzögert ein Spieler den Einwurf um mehr als fünf Sekunden, wechselt der Ballbesitz und der gegnerischen Mannschaft wird ein Einwurf zugesprochen.

Sollte es beim Abstoß zu einer übermäßigen Verzögerung kommen, erhält das gegnerische Team einen Eckstoß. Auch hier gibt es den Countdown von fünf Sekunden.

Medizinische Behandlungen

Verletzt sich ein Spieler und wird daraufhin versorgt, darf dieser erst eine Minute nach Verlassen des Feldes wieder zurückkehren. Auch hier droht eine kurzfristige Unterzahl seines Teams. Mit dieser Regelung soll verhindert werden, dass Spieler Verletzungen simulieren, um so in engen Partien Zeit von der Uhr zu nehmen.

Ausnahmen dieser Regelung gibt es bei Behandlungen von Torhütern oder gefoulten Spielern, deren Gegner für dieses Foul verwarnt oder vom Platz gestellt werden.

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VAR-Einsatz

Auch der VAR darf zukünftig in mehr Situationen eingreifen, als dies in der Vergangenheit der Fall war und so für mehr Fairness sorgen.

Falsche Verwarnungen

Zukünftig darf der VAR unter anderem eingreifen, wenn der Schiedsrichter auf dem Feld dem falschen Spieler eine Karte zeigt. Dabei darf das Vergehen an sich jedoch nicht vom Videoschiedsrichter bewertet werden. Eine Gelbe Karte kann deshalb nicht in eine Rote umgewandelt werden, auch wenn der anfangs nicht verwarnte Spieler ein grobes Foulspiel begangen hat. Die Befugnis des VAR bezieht sich ausschließlich auf die Ermittlung der Identität des foulenden Spielers.

Revision Gelb-Roter Karten

Ebenso darf der VAR ab dieser Saison Gelb-Rote Karten überprüfen. Sollte die zweite Gelbe Karte eindeutig falsch sein oder überhaupt kein Foul vorliegen, darf sich der VAR einschalten und den Schiedsrichter auf dem Feld darauf hinweisen. Eine Revision der ersten Gelben Karten findet nicht statt.

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Falscher Eckstoß

Eine weitere Neuerung findet im Fall falsch gegebener Eckstöße Anwendung. Sollte der Schiedsrichter einem Team fälschlicherweise eine Ecke zugesprochen haben, darf der VAR dies korrigieren. Weiter geht es dann ganz normal mit Abstoß. Diese Korrektur darf jedoch nur dann vorgenommen werden, wenn die Situation eindeutig ist und ohne lange Spielverzögerung entschieden werden kann.

Gelbsperren

Ab dieser Saison werden Spieler und Trainer nicht mehr wie bisher nach drei Gelben Karten für eine Partie gesperrt, sondern erst ab vier Verwarnungen. Eine weitere Sperre würde nach sechs, acht oder jeder weiteren geraden Anzahl an Gelben Karten erfolgen.

Alle gesammelten Gelben Karten werden nach dem Viertelfinale gelöscht. Eine Gelbsperre, die ein Spieler sich im Viertelfinale eingehandelt hat, bleibt dagegen bestehen.

Mit der Grenz-Verschiebung für Gelbsperren reagiert die UEFA vor allem auf die gestiegene Anzahl an Spielen, die Vereine im neuen CL-Modus bestreiten müssen.

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