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DFB-Pokal: Eskalation bei Derby-Sieg von Kaiserslautern über Mannheim - fliegende Feuerwerksköper sorgen für Fast-Abbruch
Aktualisiert:
von Dominik HagerBeim Spiel zwischen Kaiserslautern und Mannheim kam es zu skandalösen Szenen.
Bild: foto2press
Fliegende Feuerwerkskörper und ein drohender Platzsturm haben beim Pokal-Derby zwischen Mannheim und Kaiserslautern für unschöne Bilder gesorgt. Die Lauterer gewinnen das Skandal-Match nach Verlängerung.
Der 1. FC Kaiserslautern hat Waldhof Mannheim nach einem späten Treffer in der Verlängerung von Ibrahim Kanate mit 1:0 bezwungen.
Das packende Pokal-Derby wurde jedoch von schockierenden Szenen auf den Rängen überschattet, wodurch der sportliche Aspekt zwischenzeitlich völlig in den Hintergrund rückte.
Nach Ablauf der regulären Spielzeit sollte beim Stand von 0:0 eigentlich die Verlängerung angepfiffen werden. In der kurzen Pause flogen dann jedoch plötzlich Feuerwerkskörper aus dem Waldhof-Block auf die Rasenfläche.
Einige der Leuchtraketen trafen beinahe Spieler des 1. FC Kaiserslautern. Daraufhin warfen Zuschauer aus dem Lautern-Block Feuerwerkskörper auf die Mannheimer Tribünen. In beiden Blöcken krachte es gewaltig.
Schiedsrichter Robert Schröder reagierte umgehend und bat die Akteure in die Kabine. Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte eine Rudelbildung auf dem Platz die ohnehin schon aufgeheizte Stimmung auf den Rängen zusätzlich befeuert.
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Chaos in Mannheim
Bild: picture-alliance/foto2press/SID/foto2press
DFB-Pokal: Polizei hält Mannheim-Anhänger vom Platzsturm ab
Dafür begab sich die Polizei - begleitet von einigen Polizei-Pferden - auf den Platz und formierte sich vor dem Block, um einige völlig aufgebrachte Mannheimer Anhänger von einem Platzsturm abzuhalten. Dabei flogen weiterhin Feuerwerkskörper und landeten zum Teil in der Nähe der Tiere.
Hinter dem Mannheimer Tor zeigten sich Bilder der Verwüstung - inklusive abgerissene Werbebanden und Fahnen.
Der Stadionsprecher versuchte, mit Durchsagen zur Deeskalation beizutragen, jedoch entspannte sich die zunächst äußerst bedrohliche und aggressive Lage nur langsam.
Mannheim-Routinier Lukas Klünter machte sich einige Minuten später auf den Weg zu den Krawallmachern und redete auf diese ein - als die Situation wieder einigermaßen unter Kontrolle schien. Kurz darauf rückte auch die Polizei vom Platz ab.
Nachdem zwischenzeitlich schon einiges auf einen Abbruch hingedeutet hatte, gab der Stadionsprecher zu verstehen, dass die Partie fortgesetzt werden solle, jedoch sofort abgebrochen werde, wenn erneut Gegenstände fliegen.
Rund eine halbe Stunde nach Beginn der unschönen Szenen betraten die beiden Teams tatsächlich wieder den Platz und begannen, sich mit betretenen Mienen für die Verlängerung zu präparieren.
Wenige Minuten später konnte es dann auch wieder mit dem Fußball weitergehen. Alles deutete auf einen finalen Showdown im Elfmeterschießen hin, ehe Ibrahim Kanate in der 120. Minute den entscheidenden Treffer markierte.
Zwar wurden nach dem Abpfiff noch wenige Rauchkörper gezündet, jedoch blieb die Lage zum Glück ruhig und die Anhänger besannen sich darauf, ihre Mannschaften zu feiern.
Ohne Konsequenzen wird der Vorfall aber definitiv nicht bleiben.
DFB-Pokal: Schober stellt Lautern-Profi an den Pranger
Nach dem Spiel herrschte bei beiden Klubs Ärger und ein Stück weit Fassungslosigkeit.
"Dass Fans auf den Platz stürmen, das geht überhaupt nicht, das gehört auf keinen Fall ins Stadion", sagte Mannheims Sportdirektor Mathias Schober, der am Sky-Mikrofon nach dem Spiel aber massive Provokationen von Lauterns Profi Marlon Ritter anprangerte.
FCK-Sportgeschäftsführer Thomas Hengen war vor allem sauer auf die Unruhestifter auf der Tribüne: "Das war ein Derby, das muss auf dem Platz bleiben. Was dann auf den Rängen abgegangen ist, war drüber." Hengen fügte an: "Das schadet uns, das schadet allen, das schadet dem Fußball."
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DFB-Pokal: Schon vor dem Anpfiff wird gezündelt
Bereits vor dem Anpfiff hatte sich angedeutet, dass das Derby nicht friedlich verlaufen wird. Im FCK-Fanblock wurden Pyros gezündet und teilweise auf das Feld geworfen und auch im gegenüberliegenden Mannheimer Block rauchte es schon eine Stunde vor dem Beginn ordentlich.
Nach nur wenigen gespielten Minuten musste die Partie bereits zum ersten Mal unterbrochen worden. Ein Vorbote für das, was sich vor Anpfiff der Verlängerung ereignete.
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