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Fußball

FIFA soll Präsident Gianni Infantino wohl massive Steuervorteile ermöglicht haben

Veröffentlicht:

von ran.de

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FIFA nimmt mit WM-Tickets Milliarden ein

Videoclip • 01:22 Min • Ab 12


Die FIFA soll laut Berichten die US-Steuern ihres Präsidenten Gianni Infantino übernommen haben. Der Weltverband betont, alle Regeln seien eingehalten worden, öffentlich gemacht wurde der Vorteil aber offenbar nicht.

Der Fußball-Weltverband FIFA gerät wegen seines Präsidenten Gianni Infantino erneut unter Druck.

Laut Berichten der "New York Times" und der französischen Zeitung "Le Monde" vom Montag hat die FIFA die Steuern Infantinos in den USA vollständig bezahlt.

Der Schweizer war vor der Weltmeisterschaft 2026 von seinem Heimatland nach Miami gezogen, wo er höhere Einkommensteuern zahlen muss.

Beschlossen wurde die Regelung laut "New York Times" im Mai 2024 bei einer Sitzung des dreiköpfigen Vergütungskomitees der FIFA in Bangkok.

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FIFA: Komitee stimmte für Steuerentlastung von Infantino

Der Schweizer Buchhalter Bruno Chiomento, bei der FIFA für Governance, Compliance und Audit zuständig und zugleich Vorsitzender des Komitees, soll angeregt haben, die steuerliche Mehrbelastung bis 2026 zu übernehmen. Das Gremium stimmte demnach schnell zu.

Als Begründung verwies Chiomento darauf, dass die FIFA diese Mehrkosten bereits für rund zehn Mitarbeiter übernommen habe, die für die WM in die USA gezogen waren. Am Ende der dreijährigen US-Zeit Infantinos soll der Verband rund vier Millionen Dollar an Steuern für ihn gezahlt haben. Laut Geschäftsbericht verdient der FIFA-Präsident rund sechs Millionen Dollar pro Jahr.

Brisant ist der Fall, weil die FIFA nach dem Korruptionsskandal von 2015 Transparenz versprochen hat. Die Bezüge der Führungsspitze sollen veröffentlicht werden. Der Steuervorteil taucht laut den Dokumenten nirgends auf. Mehrere hochrangige Funktionäre sollen sich daran gestoßen haben.

Die FIFA erklärte, alle internen Vorschriften und geltenden Gesetze seien befolgt worden, Meldepflichten und Steuerauflagen würden erfüllt. Zahlungen an das Top-Management seien unabhängig geprüft worden. Weitere Angaben zur Steuervereinbarung machte der Verband nicht.

Infantino, der im März zur Wiederwahl antritt, steht bereits seit Juli wegen angeblicher Geheimgespräche über den Verkauf von WM-Rechten an eine Firma aus dem Umfeld der Familie von Jared Kushner in der Kritik.

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