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Fußball

FIFA unter Druck - "Vertrauen gebrochen": UEFA und Co. legen gegen Gianni Infantino nach

Veröffentlicht:

von SID

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FIFA-Krise: Infantino bleibt im Amt

Videoclip • 56 Sek • Ab 12


Der Machtkampf im Weltfußball spitzt sich weiter zu. Jetzt legen die UEFA und ihre Verbündeten mit ihrer Kritik an FIFA-Präsident Gianni Infantino nach.

Der zunehmend schmutzige Machtkampf im Weltfußball geht in die nächste Runde: UEFA-Präsident Aleksander Ceferin und seine Verbündeten haben im Streit mit Gianni Infantino nachgelegt und den Druck auf den FIFA-Präsidenten weiter erhöht.

"Fußball ist die größte gemeinsame Leidenschaft der Welt. Er gehört weder einer Einzelperson noch einer Institution", schrieben sie in einem offenen Brief an die "Fußball-Familie". Das Wachstum der FIFA in der jüngeren Vergangenheit sei zwar "real", aber "niemals das Werk einer einzelnen Person" gewesen.

Unterschrieben haben den Brief neben Ceferin auch Salman bin Ibrahim Al Chalifa, der Präsident der Asiatischen Fußball-Konföderation (AFC), und Victor Montagliani, Chef des Verbandes von Nord- und Mittelamerika sowie der Karibik (CONCACAF). Hinzu kommen die Unterschriften der jeweiligen Generalsekretäre der Kontinentalverbände. Man spreche gemeinsam als "Konföderationen, die ihre Mitglieder vertreten".

"Führung im Fußball" gehe mit der Pflicht einher, "der Fußballfamilie zu dienen, die einem diese Verantwortung anvertraut", heißt es in dem Schreiben: "Wenn Vertrauen durch Täuschung gebrochen wird, wenn sich eine Person über das Kollektiv stellt, das ihr Autorität anvertraut hat, dann wurde diese Pflicht vernachlässigt." Auf eine namentliche Nennung Infantinos wurde in dem Schreiben verzichtet.

Es gehe den Verfassern nicht darum, die Mitgliedsverbände zu spalten oder gemeinsam getroffene Entscheidungen - wie etwa die Vergabe von Weltmeisterschaften - zu revidieren, sondern "um etwas Grundlegenderes: die Integrität des Spiels und die Integrität derjenigen, die gewählt wurden, um es zu führen."

Am Wochenende hatte der Weltverband Infantino den Rücken gestärkt und zu einem Rundumschlag gegen Kritiker ausgeholt. "Es wird immer deutlicher, dass es gezielte und anhaltende Bemühungen einiger Akteure gibt, die FIFA und ihren Präsidenten zu untergraben", teilte die FIFA in einem Statement mit. Nun folgte die erwartete Replik.

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FIFA: Gegner erneuern Vorwürfe

Auch das Einräumen von "Fehlern" rund um den Prozess des inzwischen geplatzten Investorendeals durch die FIFA konnte die führenden Köpfe der Kontinentalverbände nicht überzeugen. Sie erneuerten ihren Vorwurf, dass es ein bewusster Plan gewesen sei, die Fußball-Institutionen vor vollendete Tatsachen zu stellen. "Ein Vorschlag, der unter Zeitdruck und ohne sinnvolle Konsultation vorgebracht und auf eine Frist hin vorangetrieben wurde, bevor die Mitgliedsverbände seine Bedingungen ordnungsgemäß prüfen konnten, ist nicht das Ergebnis eines Versehens, sondern das Ergebnis einer Absicht, die darauf abzielte, die Kontrolle einzuschränken", heißt es in dem Brief.

Der Versuch, die "FIFA-Weltmeisterschaft zu verkaufen", stelle einen "grundlegenden Vertrauensbruch gegenüber genau jenen Institutionen, denen die FIFA eigentlich dienen soll", dar. Zudem kritisierten Ceferin und Co., dass die von der FIFA angekündigte Aufarbeitung der Vorfälle der vergangenen Wochen nicht vollständig von einer unabhängigen Instanz durchgeführt werden soll. "Es herrscht Schweigen, wo Rechenschaftspflicht, und Distanz, wo Offenheit herrschen sollte".

Infantino, der bislang der einzige erklärte Kandidat für die Wahl im März 2027 ist, steht seit der überraschenden Vorstellung des inzwischen zurückgezogenen Investorenplans massiv in der Kritik.

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