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Manchester City: Whistleblower Rui Pinto bleibt vorerst unter Polizeischutz - "zahlreiche Morddrohungen"

Veröffentlicht:

von SID

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Vincent Kompany reagiert auf City-Schuldspruch

Videoclip • 01:05 Min


Rui Pinto wird auch künftig unter Polizeischutz stehen. Der portugiesische Whistleblower hatte mit seinen "Football Leaks" die Ermittlungen gegen Manchester City ins Rollen gebracht.

Whistleblower Rui Pinto, der maßgeblich zur Aufdeckung der Finanzaffäre von Manchester City beitrug, bleibt unter Polizeischutz. Das gaben die portugiesischen Behörden am Freitag bekannt.

Die zuständige Kommission erklärte die Entscheidung, den Zeugenschutz für den 37 Jahre alten Portugiesen, der hinter den Enthüllungen der "Football Leaks" über das Fußballgeschäft steckt, am Samstag auslaufen zu lassen, "für nichtig". Pinto sei "nicht ordnungsgemäß über die Gründe dieser Entscheidung informiert worden" und habe keine Gelegenheit gehabt, sie anzufechten, erklärte das Justizministerium in einer Mitteilung. Die Schutzmaßnahme bleibt somit vorerst in Kraft.

Vor einer Woche hatten Pintos Anwälte gewarnt, dass reale Drohungen gegen ihren Mandanten bestünden, der im April in Lissabon angegriffen worden war. "Ich habe keine andere Wahl, als in den nächsten Tagen an einen geheim gehaltenen Ort umzuziehen, für eine unbestimmte Dauer, aufgrund der zahlreichen Morddrohungen, die ich erhalten habe", schrieb Pinto bei X.

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"Football Leaks": Pinto nach Festnahme in Zeugenschutzprogramm

Die Enthüllungen ihres Mandanten, der 2019 festgenommen worden war und über ein Jahr später ins Zeugenschutzprogramm aufgenommen wurde, hätten "mächtige Persönlichkeiten mit umfangreichen finanziellen Mitteln belastet, und zahlreiche daraus hervorgegangene Gerichtsverfahren sind noch immer anhängig", betonten seine Anwälte. Rui Pinto war zugleich Angeklagter und geschützter Zeuge. Außerdem arbeitet er mit Ermittlern anderer europäischer Länder zusammen.

Im April war er in einem zweiten Verfahren der portugiesischen Justiz von allen Anklagepunkten freigesprochen worden, nachdem er im September 2023 wegen ähnlicher Taten verurteilt worden war. Damals erhielt er eine vierjährige Bewährungsstrafe wegen einer Reihe von Cyberkriminalitätsdelikten sowie des Versuchs, einen Sportinvestmentfonds zu erpressen.

In seinem ersten Prozess hatte er eingeräumt, illegal in Computersysteme eingedrungen zu sein, um Millionen von Dokumenten zu erlangen. Mit deren Veröffentlichung im Internet hatte er Ende 2015 begonnen. Die Informationsflut wurde anschließend an ein europäisches Konsortium investigativer Medien weitergegeben. Dadurch kam unter anderem der "Fall Manchester City" ins Rollen.

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