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Cristiano Ronaldo: Seine größte Stärke ist ihm zum Verhängnis geworden - ein Kommentar
Veröffentlicht:
von Tobias Wiltschekran Fußball
Fans nach Ronaldo-Abgang: "Ich verfluche Portugal!"
Videoclip • 01:11 Min
Mehr als jeder andere Spieler auf der Welt kämpft Ronaldo um Rekorde. Diese Gier durfte er zuletzt nicht mehr stillen. Seine Reaktion darauf offenbart seine größte Schwäche.
Peinlich, lächerlich, kindisch - es gibt viele Attribute, mit denen man Crisriano Ronaldos Flucht aus dem Trainingslager der Portugiesen in Dänemark beschreiben kann.
Vor allem aber ist sie eines: unwürdig! Unwürdig eines Mannes, der zum größten Idol einer ganzen Generation aufgestiegen ist. Nicht hauptsächlich aufgrund seines Talents. Damit stach er nicht heraus.
Vielmehr deshalb, weil er seine ganze Karriere über so hart an sich gearbeitet hat, immer besser werden wollte und einen geradezu unersättlichen Erfolgshunger an den Tag legte wie kein Zweiter. Und das natürlich in der Öffentlichkeit auch zur Schau zu stellen wusste.
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Ronaldo ist besessen davon, alle Rekorde zu brechen
Mehr noch als sein talentierterer Dauerrivale Lionel Messi ist er bis heute geradezu besessen davon, jeden nur denkbaren Rekord zu brechen.
Ein Hunger, der ihm nun in grotesker Weise zum Verhängnis geworden ist. Noch bevor er mit seinen Portugiesen unter dem neuen Trainer Jorge Jesus in die Nations-League-Spiele gestartet ist, sprach er wieder einmal davon, die 1000 Tore-Marke knacken zu wollen.
Erst danach formulierte er das Ziel, mit Portugal die Nations League erneut gewinnen zu wollen. Zweimal schon hatte er in diesem Wettbewerb triumphiert. Dazu feierte er 2016 mit dem Gewinn des EM-Titels seinen größten Erfolg mit der Nationalmannschaft.
Außerdem holte mit seinen Vereinen zig nationale und internationale Titel.
Die Jagd nach persönlichen Erfolgen aber war es, die ihn am meisten angespornt haben.
Fünfmal Weltfußballer, dreimal Europas Fußballer des Jahres, Rekordtorschütze bei EM-Endrunden und in der Champions League. Dazu unzählige weitere Auszeichnungen. All das nennt CR7 sein Eigen.
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Cristiano Ronaldo mangelt es an Würde
Bleibt nur noch die magische 1000! Unvorstellbare 979 Tore hat der 41-Jährige schon erzielt, darunter 146 Länderspieltreffer - selbstverständlich auch das ein Rekord. Ob für die Iberer noch mehr Tore hinzukommen? Eher nicht, nachdem er unter dem neuen Coach kaum berücksichtigt wurde und daraufhin beleidigt angedeutet hatte, nie mehr für Portugal spielen zu wollen.
Gut möglich ist es dennoch, dass er die fehlenden 21 Tore noch schießt. Sein Vertag beim arabischen Klub Al-Nassr läuft erst Ende der Saison ab.
Was er allerdings nicht mehr erreichen wird, ist die Würde, mit der Spieler wie Lionel Messi, Pele oder Franz Beckenbauer mit dem nahenden Ende ihrer großen Karrieren umgegangen sind.
So viel steht schon jetzt fest.
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