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DFB-Team - Ex-Star kritisiert Hype um Jürgen Klopp: "Nagelsmann hätten sie zerrissen"
Aktualisiert:
von Leopold Grünwaldran Fußball
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Videoclip • 01:11 Min
Die Euphorie vor der Premiere von Jürgen Klopp als neuer Bundestrainer ist groß. TV-Experte Didi Hamann warnt vor überhöhten Erwartungen.
Didi Hamann teilt den gegenwärtigen Optimismus um die deutsche Nationalmannschaft nach der Verpflichtung von Jürgen Klopp als neuem Bundestrainer nicht uneingeschränkt.
"Die Euphorie entsteht durch ihn. Er kann ja im Moment machen, was er will. Und schon sagen die Leute: 'Das war die beste PK, das beste dies, das beste das.' Um ihn hat sich ein Personenkult entwickelt", merkte Hamann bei "Sky" an.
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Hamann: Hype um Jürgen Klopp "irgendwo auch verständlich"
Der Hype um Klopp sei angesichts von dessen Erfolgen "irgendwo auch verständlich", so der TV-Experte, aber: "Man muss nur vorsichtig sein, dass alles, was gemacht wird, nicht kritisch hinterfragt wird."
Konkret bezog sich Hamann auf die Berufung von 44 Spielern für Klopps erste Länderspielpause, die weitgehend positiv aufgenommen worden war.
"Es gibt einen Ansatz, viele Spieler einzuladen. Ob er alle hätte einladen müssen, lasse ich mal dahingestellt. Ob er damit jemandem einen Gefallen tut, ist die andere Frage", erklärte Hamann: "Einige werden nicht spielen und dann die Nationalmannschaft möglicherweise nie wieder sehen. Sie sind dann aber Nationalspieler – und werden daran gemessen."
Dennoch werde mit Klopp anders umgegangen als mit seinem Amtsvorgänger Julian Nagelsmann. "Stell dir mal vor, der Nagelsmann hätte das gemacht. Ich will nur mal ein warnendes Wort aussprechen. Den Nagelsmann hätten sie zerrissen. Bei Klopp sagen alle 'wunderbar’", monierte Hamann.
Jürgen Klopp
Bild: IMAGO/Sven Simon
Hamann: DFB-Team unter Klopp wird "nicht die Welt erobern"
Klopps großer Vorteil sei seine offene Art, analysierte der ehemalige Liverpool-Profi: "Er ist ein guter Kommunikator." Damit alleine sei aber noch nichts gewonnen. "Ich will nur davor warnen, dass wir nicht die Welt erobern. So einfach ist es nicht. Da gehört harte Arbeit dazu."
Alles wollte der Champions-League-Sieger von 2005 aber nicht schlechtreden: "Die Zeichen sind schon mal gut. Dass er zu den Vereinen fährt, was noch nie einer gemacht hat – da bin ich großer Fan von.“
Am wichtigsten bleibe trotzdem die Leistung auf dem Platz: "Jetzt müssen wir hoffen, dass sich das auf dem Feld auch widerspiegelt."
Klopp gibt sein Debüt als DFB-Coach im Nations-League-Duell mit den Niederlanden am Donnerstag, 24. September. Seine Heimpremiere folgt am Sonntag, 27. September, mit der Partie gegen Griechenland, die in Augsburg stattfindet.
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