Nations Legaue
DFB-Team: Joshua Kimmich heimgeschickt, Nico Schlotterbeck verletzt - er ist Jürgen Klopps Kapitän
Aktualisiert:
von SIDran Fußball
DFB-Spiel: Wer wird Kapitän?
Videoclip • 01:43 Min
Kapitän Joshua Kimmich verlässt nach dem Fehlstart unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp das DFB-Team schweren Herzens. Wer trägt jetzt die Binde? Die Entscheidung ist gefallen.
Kapitän Joshua Kimmich verlässt nach dem Fehlstart unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp die deutsche Fußball-Nationalmannschaft schweren Herzens.
"Ich hatte bis zuletzt gehofft, zu bleiben und wäre natürlich gerne geblieben. Aber ich verstehe, dass der Trainer einfach auch andere Jungs kennenlernen möchte", sagte Kimmich nach dem 0:1 (0:0) in der Nations League gegen Griechenland in Augsburg.
Enttäuscht: Joshua Kimmich
Bild: AFP/SID/MICHAELA STACHE
DFB-Team: Jürgen Klopp gönnt Joshua Kimmich eine Auszeit
Klopp tauscht nach den ersten beiden Spielen in der Nationenliga seinen Kader fast komplett aus, auch Kimmich erhält wie angekündigt eine Auszeit.
"Das war von vornherein so der Plan, dass wir einen großen Kader haben, dass wir einmal durchwechseln. Dementsprechend werde ich von zu Hause die Daumen drücken", sagte Kimmich, der nun sein "Heimspiel" am Donnerstag (im Livestream auf Joyn) gegen Serbien in München und das Rückspiel in Griechenland (4. Oktober) verpassen wird.
Vor dem Serbien-Spiel machten dann aber ein paar Klopp-Zitate die Runde und sorgten für Wirbel. Denn Kimmich war wohl hartnäckig und wollte unbedingt beim DFB-Team bleiben. "Er hat tatsächlich ein paar Mal nachgefragt", sagte Klopp bei BR24Sport: "Aber da kann ich Jo sagen, je öfter man fragt, desto weniger wahrscheinlich bekommt man das, was man will." Dazu meinte er: "Deshalb hat die Familie Kimmich jetzt Familienurlaub. Ich hoffe, er macht den auch, um ehrlich zu sein."
Am Abend beschwichtige der Bundestrainer im "ZDF" und erklärte seine Ausführungen nochmals: "Da war gar nichts dabei. Jo hat einen überragenden Eindruck hinterlassen. Aber auch Jo Kimmich - das wünsche ich ihm nicht - kann theoretisch verletzt sein oder sonst was. Wir müssen also schauen, was passiert, wenn er nicht da ist. Man muss alle Facetten eines Zusammenlebens kennenlernen. Das ist nichts gegen ihn. Es war vornherein klar, dass er nicht dabei sein wird. Dass er unbedingt dabei bleiben wollte, zeichnet ihn aus. Da war nichts dabei, ich wollte ihm keine Message senden."
Kimmich nach Griechenland-Pleite selbstkritisch
"Generell", betonte der gewohnt selbstkritische Kimmich nach der Griechenland-Pleite, "ist es von der Raumaufteilung her ein bisschen anders als wir es bei Bayern machen."
Klopp lässt in der DFB-Auswahl in seinem 4-3-3 mit einer tieferen Sechs (Kimmich) und einem Achter (Felix Nmecha) spielen. In München bildet Kimmich mit dem inzwischen zur Nationalmannschaft angereisten Aleksandar Pavlovic eine Doppelsechs.
Nmecha vernachlässigte in den ersten beiden Nations-League-Spielen aber seine Defensivaufgaben, dadurch sah auch Kimmich nicht immer gut aus. Der Dortmunder legte vor dem Siegtor der Griechen ein amateurhaftes Zweikampfverhalten an den Tag - dass Kimmich beim entscheidenden Gegentor den Schuss von Dimitrios Kourbelis unglücklich abfälschte, passte ins traurige Bild.
Klopp schickt Kimmich heim: Gnabry ist neuer Kapitän
Durch Kimmichs Abwesenheit ergab sich für Klopp ein neues Problem. Wer gibt gegen Serbien und in Griechenland (Sonntag ab 20:45 Uhr im Liveticker) den Interims-Kapitän?
Abwehrchef Nico Schlotterbeck verletzte sich im Abschlusstraining und fiel damit aus. Am Ende wurde es Serge Gnabry, da er in der Startelf die meisten Länderspiele absolviert hatte.
Klopp hatte das auf der Pressekonferenz vor dem Spiel gegen Serbien angekündigt. "Die Mannschaft wird von dem Spieler aufs Feld geführt, der die meisten Länderspiele hat."
Die nächsten Fußball-Livestreams auf Joyn
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Klopp sieht Kimmich als Mittelfeldspieler
Trotz der mageren Ausbeute von nur einem Punkt aus zwei Spielen darf er sich sicher sein, dass er bei seiner Rückkehr zum DFB-Team im November wieder auf seiner Lieblingsposition eingesetzt wird.
"Wir sehen ihn als Mittelfeldspieler", hatte Klopp nach seiner Amtsübernahme betont: "Wir hatten nicht ein Gespräch, in dem wir von ihm als Rechtsverteidiger gesprochen haben."
Zudem haben sich für die Position hinten rechts in der Viererkette Alternativen aufgetan: Philipp Treu und Josha Vagnoman haben ihre Aufgabe dort gut bzw. ordentlich erfüllt. Daher richtete Kimmich den Blick in den Katakomben der Augsburger Arena nach vorne. "Wir werden besser werden", versprach er. In den nächsten beiden Spielen muss dies aber ohne ihn gelingen.
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