Nations League
DFB-Team - Karim Adeyemi: Die traurige Wahrheit hinter den lauten Anfeuerungsrufen - "wir fühlten uns hilflos"
Aktualisiert:
von Tobias Wiltschek:newstime
DFB-Team: Kimmich reist widerwillig ab
Videoclip • 58 Sek • Ab 12
Immer wieder waren im Spiel gegen Griechenland laute Schreie eines Fans zu vernehmen. Dahinter steckt eine ernste Angelegenheit.
Wer am Sonntagabend das Nations-League-Spiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Griechenland vor dem Bildschirm verfolgte, hat während der ersten Halbzeit immer wieder seltsame Rufe vernommen.
Vor allem wenn Karim Adeyemi am Ball war, gab es einen Fan, der den deutschen Stürmer besonders laut anfeuerte.
"Jetzt Karim, hol ihn dir" oder "jetzt Karim, mach ihn nass", rief der Anhänger so laut, dass die Rufe während der "ARD"-Übertragung über die Außenmikrofone sehr gut zu vernehmen waren.
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Wer steckte hinter den Anfeuerungen? Instagram-Post klärt auf
Was hinter diesen Anfeuerungen steckte, wurde später in den Sozialen Medien deutlich. Dort nämlich, genauer gesagt unter einem Instagram-Post des Sportstudios, wurden Pfiffe gegen die deutschen Spieler thematisiert.
Eine Userin namens Nata Lie meldete sich daraufhin und schrieb: "Die Pfiffe kamen von einem, der alle unsere Spieler ausgebuht hat." Mit dem nächsten Post ergänzte sie: "Bedankt euch bei meinem Freund "sti7i", der damit die Buhrufe übertönt hat, die von einem sehr ekelhaften Menschen kamen."
Auch dieser User meldete sich später unter dem Post und schrieb: "Hinter uns wurde Menschenunwürdiges zu deutschen Spielern gerufen. Die einzige Antwort darauf ist positiver Support am Limit."
Wir haben die Beleidigungen nicht verstanden und fühlten uns hilflos
Steven Pawlowicz ist Sportfotograf aus Nürnberg
Mittlerweile ist bekannt, dass sich hinter "sti7i" Steven Pawlowicz verbirgt. Der 32 Jahre alte Sportfotograf aus Nürnberg, der auch bei der Weltmeisterschaft im Sommer für die FIFA unterwegs war, saß am Sonntag auf der Gegengerade in der ersten Reihe.
Er sei eigentlich kein Brüll-Fan, sagte Pawlowicz dem "Hamburger Abendblatt". Aber er habe den Beleidigungen der Zuschauer hinter ihm etwas entgegenhalten wollen, sagte der Fan des 1. FC Nürnberg über den doch sehr ernsten Anlass seiner Rufe.
"Wir haben die Beleidigungen nicht verstanden und fühlten uns hilflos", erklärte er weiter.
Bei seinen lauten Zwischenrufen hat er es deshalb nicht belassen. Nachdem er und andere Fans sich mehrfach bei den Ordnern beschwert hatten, waren die beiden pöbelnden Zuschauer nach der Pause verschwunden.
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