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DFB-Team, Klopp und die Fans: Stehplätze können nur der Anfang sein - ein Kommentar

Veröffentlicht:

von Andreas Reiners

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DFB-Team: Kimmich überrascht mit Klopp-Aussage

Videoclip • 01:08 Min • Ab 12


Der DFB nutzt die Chance und führt nach 25 Jahren wieder Stehplätze ein. Das könnte die Stimmung verbessern, darf aber nur ein erster Schritt sein. Ein Kommentar.

Die Gelegenheit ist günstig.

Ob der Schritt des DFB die Stimmung verbessert, muss man abwarten. Aus dem traditionellen Operetten-Publikum bei Länderspielen der deutschen Nationalmannschaft macht man mit der Einführung von Stehplätzen nicht automatisch ein Tollhaus.

Das bedingt sich beim DFB-Team noch ein bisschen gegenseitiger als sonstwo. Denn die Stimmung ist immer etwas zäh, abwartend und kritisch.

DFB-Team: Wichtiger Bestandteil der Fankultur

Heißt: Es wird vor allem darauf ankommen, was die Truppe unter dem neuen Bundestrainer Jürgen Klopp bietet, damit der Funke überspringt.

Aber: Der durch die UEFA ermöglichte Schritt, nach 25 Jahren wieder Steher einzuführen, ist grundsätzlich richtig und wichtig. Präsident Bernd Neuendorf begründete das mit Stehplätzen als "wichtigem Bestandteil der Fankultur und des Stadionerlebnisses in Deutschland".

Günstig sind die Plätze auch, 15 Euro für Fanklub-Mitglieder, 18 Euro für die anderen Fans.

Womit wir beim Thema wären, denn die Einführung zugunsten der in den vergangenen Jahren extrem gerupften Fannähe kann das nur der Anfang sein.

Denn neben einer neuen günstigsten Kategorie und den bereits zuvor existierenden günstigeren Karten wie zum Beispiel in den Familienblöcken wäre eine Maßnahme für mehr Nähe eine generelle Reduzierung der Preise.

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DFB: Weiteres Zeichen für mehr Fannähe?

In Zeiten, in denen die nächste Erhöhung nur eine Frage der Zeit ist, könnte der DFB ein weiteres Zeichen für seine Anhänger setzen.

Zur Erinnerung: Im vergangenen Jahr hatte es während der WM-Qualifikation Fan-Proteste gegen die hohen Preise gegeben. So kosteten die teuersten Eintrittskarten im September in Köln gegen Nordirland bis zu 115 Euro. Die Folge neben den Protesten: leere Plätze. Ein fatales Zeichen.

Erschwinglichere Karten in einigen Bereichen des Stadions wäre stattdessen noch einmal eine flächendeckendere Annäherung zum Publikum als eine zahlenmäßig begrenzte neue Kategorie. Ein ausverkauftes Haus wäre so quasi garantiert. Auch gegen weniger attraktive Gegner.

Der Zeitpunkt ist mit dem Klopp-Einstieg sowieso perfekt. Den zu erwartenden positiven Effekt seiner ersten Monate als neuer Bundestrainer kann so mitgenommen und potenziert werden.

DFB-Team: Immer wieder Diskussionen

Zum Beispiel auch dadurch, dass es nicht wieder wie vor der WM Diskussionen darüber gibt, ob Nationalspieler Fans vor dem Hotel oder vor dem Trainingsgelände Autogramme geben sollten. Ein Dauerthema.

Dabei sollte das selbstverständlich sein. Wie auch erschwingliche Ticketpreise. Im ganzen Stadion.

Denn die Gelegenheit ist günstig.

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