Fußball
Nations League: Nach Spuckvorwürfen - Irland will nicht mehr gegen Israel spielen
Veröffentlicht:
von SID/ranNFL
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Videoclip • 02:08 Min
Beim brisanten Nations-League-Duell zwischen Irland und Island kommt es erneut zu unschönen Vorfällen. Irlands Athletiktrainer behauptet, bespuckt worden zu sein. Irlands Nationalcoach fordert die UEFA zum Handeln auf.
Beim politisch aufgeladenen Nations-League-Duell zwischen Irland und Israel soll es zu einem weiteren Eklat gekommen sein. Damian Doyle, Athletiktrainer des irischen Teams, behauptet, auf dem Weg in die Kabine zur Halbzeitpause von israelischen Spielern bespuckt worden zu sein.
Videoaufnahmen von dem Vorfall gab es zunächst keine, es war lediglich zu sehen, dass Spieler und Betreuer beider Teams heftig diskutierten. "Ich werde das nicht kommentieren, das ist vermutlich etwas, das sich die UEFA-Disziplinarkommission anschauen wird", sagte Irlands Nationaltrainer Heimir Hallgrimsson auf der Pressekonferenz nach dem Spiel am Sonntag.
Unter unschönen Bedingungen hatten sich die beiden Teams zuvor am Sonntag auf neutralem Platz im serbischen Backa Topola mit 1:1 (1:0) getrennt. Die irische Führung durch Troy Parrott (39., Foulelfmeter) glich Dor Peretz (47.) aus.
Wie vor einer Woche beim 3:0 der Iren im ungarischen Debrecen verzichteten die Spieler beider Teams auf die sonst üblichen Gesten. Die Iren neigten ihre Köpfe beim Abspielen der israelischen Hymne zu Boden, es gab weder Shakehands noch das Übergeben eines Wimpels. Das Spiel fand vor fast leeren Tribünen statt.
Irlands Trainer fordert: Keine Spiele mehr gegen Israel
Im Interview mit dem irischen TV-Sender "RTE" sprach sich Hallgrimsson nach dem Spiel dafür aus, dass die beiden Länder nicht mehr gegeneinander antreten sollten.
"Das liegt nicht in unserer Hand – das entscheidet die UEFA. In Irland gibt es offensichtlich eine große Unterstützung für Palästina. Es gibt nicht viele Länder, die Palästina so sehr unterstützen wie Irland. Ich würde keiner Nationalmannschaft wünschen, das durchzumachen, was wir in diesen zwei Wochen durchgemacht haben. Vielleicht muss die UEFA da einfach eingreifen und etwas unternehmen", sagte der Isländer.
Israels Mannschaft trug in Gedenken an die Opfer des Terrorangriffs der Hamas am 7. Oktober 2023 schwarze Armbinden. Die Republik Irland gehört seit Beginn der israelischen Militäroffensive im Oktober 2023 zu den europäischen Ländern, die besonders deutlich ihre Unterstützung für die Palästinenser zum Ausdruck gebracht haben.
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In Irland gab es Boykottforderungen
Wegen des militärischen Vorgehens Israels im Gazastreifen als Reaktion auf den Überfall der Hamas hatte es in Irland im Vorfeld Forderungen nach einem Boykott gegeben. Hallgrimsson hatte die Diskussionen durch Aussagen bei der Nominierung des Kaders angeheizt.
Nach dem Rückspiel sagte er erneut, er hätte diese besser unterlassen. "Heute denke ich, dass ich damals einen Fehler gemacht habe, weil ich meine persönlichen Gefühle und Ansichten hätte zurückstellen müssen, wenn ich als Sprecher einer Organisation und einer Gruppe auftrete", so Hallgrimsson.
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