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Portugal-Eklat: Cristiano Ronaldo verlässt Nationalmannschaft - Rückennummer 7 bereits neu vergeben

Aktualisiert:

von Raman Rooprail

ran Fußball

Fans nach Ronaldo-Abgang: "Ich verfluche Portugal!"

Videoclip • 01:11 Min


Cristiano Ronaldo sorgt bei der portugiesischen Nationalmannschaft für einen Eklat. Nach seiner Nichtberücksichtigung gegen Norwegen verlässt der 41-Jährige das Teamcamp und deutet sogar sein Karriereende im Nationaltrikot an. Seine Rückennummer wurde bereits neu vergeben.

Bei der portugiesischen Nationalmannschaft sorgt Cristiano Ronaldo für einen Paukenschlag. Nachdem Trainer Jorge Jesus dem Superstar erneut keinen Platz in der Startelf zugesichert hatte, verließ der 41-Jährige das Teamquartier in Dänemark.

Gleichzeitig deutete Ronaldo an, dass seine Zeit im Trikot der Selecao möglicherweise vor dem Ende steht.

Bereits beim heutigen Spiel gegen die Dänen wird die Rückennummer 7, auf die Cristiano buchstäblich ein Patent hat, neu vergeben. Flüglstürmer Rafael Leao wird mit der prestigeträchtigen Nummer auflaufen. Aus "CR7" wird also "RL7".

Hintergrund: Die UEFA gibt vor, dass alle Rückennummern von 1 bis 23 vergeben sein müssen, ein Verzicht auf die 7 war also keine Oprion.

Cristiano droht harte und lange Strafe

Für seine Flucht aus dem Teamcamp des Nationalteams droht ihm nun eine Strafe. Wie die portugiesische Zeitung "A Bola" mit Verweis auf die Disziplinarordnung des Verbandes meldete, könnte der Superstar bis zu einem halben Jahr gesperrt werden.

"Ein Spieler, der ordnungsgemäß einberufen wurde und das Training, ein Spiel oder eine Veranstaltung der Nationalmannschaften oder im Zusammenhang mit der sportlichen Vertretung der FPF oder Portugals unentschuldigt verlässt oder nicht daran teilnimmt, wird mit einer Sperre von einem bis sechs Monaten belegt", heißt es da.

Die Abwesenheit oder das Verlassen der Veranstaltung habe eine automatische vorsorgliche Sperre des Spielers gemäß den Bestimmungen dieser Verordnung zur Folge.

Ronaldo war beim 2:1-Erfolg Portugals gegen Norwegen am Sonntag nicht zum Einsatz gekommen. Am Mittwochnachmittag verließ der Kapitän das Trainingslager und bestätigte damit entsprechende Medienberichte anschließend selbst.

"Nach der Pressekonferenz des Nationaltrainers und im Anschluss an ein Gespräch mit dem Präsidenten des portugiesischen Fußballverbands habe ich beschlossen, das Trainingslager der Nationalmannschaft zu verlassen", heißt es in einem Statement, das CR7 via Instagram veröffentlichte.

Und in dem er gar sein Karriereende in der Selecao andeutete: "Zu gegebener Zeit werde ich allen Portugiesen die Wahrheit über die Gründe für meinen Abschied von der Nationalmannschaft sagen, der ich mich stets mit ganzer Kraft gewidmet habe. Jetzt ist es an der Zeit, Portugal und all meinen Mannschaftskameraden, ohne Ausnahme, viel Glück zu wünschen."

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Cristiano Ronaldo: Nun meldet sich seine Schwester zu Wort

Zwar überwiegt die Kritik an Ronaldo, jedoch hat der Portugiese auch seine Fürsprecher.

Seine Schwester teilte auf Instagram einen Kommentar eines Fans: "Was die Portugiesen betrifft, nun ja … Sie verdienen es nicht, in irgendetwas den Besten zu haben. Wir sind neidisch, verächtlich und ignorant und verdienen es, zu der Mittelmäßigkeit zurückzukehren, die wir im Fußball vor CR7 immer hatten. Danke für alles, CR7! Du hättest mehr verdient!“, schrieb dieser. Ronaldo-Schwester Elma Aveiro kommentierte das knapp mit: "Alles gesagt".

Cristiano Ronaldo nach Bankplatz angefressen

Schon die Partie gegen Norwegen hatte für Unruhe gesorgt. Ronaldo blieb über die gesamte Spielzeit auf der Bank und soll darüber alles andere als erfreut gewesen sein. Nach Abpfiff verzichtete der Superstar zudem auf den üblichen Gruß an die portugiesischen Anhänger.

Jesus hatte anschließend noch ein Gespräch mit seinem Kapitän angekündigt. Statt einer Beruhigung der Situation kam es am Mittwoch jedoch offenbar zur Eskalation. Ronaldo fehlte zunächst bei einer Trainingseinheit im Vorfeld des Duells mit Dänemark am Donnerstagabend.

Statt auf dem Trainingsplatz war der Angreifer Medienberichten zufolge mit einem Kaffee und seinem Handy unterwegs. Wenig später sprach er kurz mit Jesus und kehrte anschließend ins Hotel zurück. Der portugiesische Verband erklärte dazu, dass das Fitnessstudio im Trainingszentrum nicht über die für Ronaldo benötigte Ausstattung verfügt habe.

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Jorge Jesus setzt auf Ramos statt CR7

Am Abend sorgte Jesus dann mit einer weiteren Personalentscheidung für zusätzlichen Zündstoff. Auf der Pressekonferenz stellte der Coach klar, dass Goncalo Ramos erneut von Beginn an spielen werde: "Wenn es normal läuft, wird Goncalo spielen".

Für Ronaldo war damit offenbar eine Grenze erreicht. Sein Privatjet soll sich bereits von Madrid in Richtung Kopenhagen auf den Weg gemacht haben. Wenig später folgte die Bestätigung seines vorzeitigen Abschieds aus dem portugiesischen Teamcamp.

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