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Cristiano Ronaldo abgereist: Portugal-Coach Jorge Jesus legt nach - "Regeln gelten für alle gleich"

Veröffentlicht:

von Chris Lugert

ran Fußball

Fans nach Ronaldo-Abgang: "Ich verfluche Portugal!"

Videoclip • 01:11 Min


Die Saga um Cristiano Ronaldos Abreise ist das bestimmende Thema im portugiesischen Fußball. Jetzt legte Nationaltrainer Jorge Jesus noch einmal nach.

Das Erdbeben rund um Cristiano Ronaldo erschüttert den portugiesischen Fußball auch Tage nach der plötzlichen Abreise des Superstars weiter. Ohne den 41-Jährigen gewann Portugal in der Nations League in Dänemark mit 4:2, doch alles drehte sich um den Spieler, der nicht dabei war.

Jetzt legte Nationaltrainer Jorge Jesus nach und verteidigte sein Handeln, Ronaldo gegen Norwegen 90 Minuten auf der Bank zu lassen. "Es hat sich nichts geändert. Es gibt Spieler mit einem besonderen Status, aber die Regeln gelten für alle gleich. Das habe ich während meiner gesamten Karriere so gesehen und daran werde ich auch festhalten", stellte er klar.

Vielmehr lobte er ausdrücklich die Leistung seiner Mannschaft beim Sieg in Kopenhagen. "Das Tor von Gonçalo Ramos ist ein großartiges Angriffstor, ebenso wie das von Joao Félix. Wir alle wissen, dass wir uns in allen fünf Phasen des Spiels verbessern müssen. Es war ein großartiger Sieg und wir haben tolle Tore erzielt", sagte er. Subtext: Es geht auch ohne Ronaldo.

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Brach Jesus ein Versprechen gegenüber Ronaldo?

Inzwischen gibt es weitere Mutmaßungen, was genau zwischen Jesus und Ronaldo vorgefallen sein soll, was schließlich zur Flucht des fünfmaligen Ballon-d'Or-Siegers aus dem Quartier der Nationalmannschaft führte.

Der spanische Journalist und Ronaldo-Experte Edu Aguirre behauptete bei "El Chiringuito", Jesus habe sich öffentlich bei seinem Superstar für die Nichtberücksichtigung gegen Norwegen entschuldigen wollen, auf der Pressekonferenz dann aber genau das Gegenteil getan.

"Er entschuldigte sich nicht nur unter vier Augen, sondern versprach ihm auch eine öffentliche Entschuldigung, dass er seinen Fehler öffentlich eingestehen würde. Das war Jorge Jesus’ Versprechen an Cristiano", sagte Aguirre: "Und dann geht er zur Pressekonferenz und erzählt so viele Lügen, dass ihm niemand glaubt. Deshalb rastet Cristiano aus, weil er sich verraten fühlt. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen, so einfach ist das."

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Ronaldo-Kumpel attackiert Jesus: "Arrogantes Arschnloch"

Auf besagter Pressekonferenz machte Jesus überdeutlich, dass er sich in puncto Aufstellung nicht reinreden lässt. Von einer Entschuldigung, wie sie angeblich kommen sollte, war dort nichts zu hören. Ganz im Gegenteil.

"Ich kann versprechen, was ich will. Ich bin der Trainer. Ich habe dem Spieler gesagt, dass er nicht spielen wird. Ich setze ihn auf die Bank. Wenn ich ihn 30 Minuten brauche, spielt er, wenn nicht, dann nicht. Kein Spieler wird mich jemals umstimmen. Nicht er, nicht irgendjemand im Fußball. Nicht irgendein Präsident. Niemals, absolut niemand", polterte Jesus.

Unterstützung in der Causa erhielt Ronaldo von seinem Kumpel Piers Morgan, dem er 2022 ein viel beachtetes Interview gegeben hatte. Beide sind seither eng verbunden. Und der britische Reporter hielt mit seiner Meinung über Jesus nicht hinter dem Berg.

"Was für ein arrogantes Arschloch. Jesus war nie gut genug, um für Portugal zu spielen, und jetzt macht es ihm Spaß, die größten Spieler des Landes herabzuwürdigen", schrieb Morgan bei "X".

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