England
Pokalspiel in England muss nach Schiri-Fehler komplett wiederholt werden
Veröffentlicht:
von Mike Stiefelhagenran Fußball
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Videoclip • 01:07 Min
Ein englischer Klub hatte sein Weiterkommen schon sicher geglaubt. Doch eine Szene aus der ersten Halbzeit sorgt im Nachhinein für mächtig Ärger.
Ein Schiedsrichterfehler hat im FA Cup ungewöhnliche Konsequenzen: Die Partie zwischen Woodford Town und den Mulbarton Wanderers muss am Dienstagabend komplett wiederholt werden.
Dabei hatte Mulbarton das Duell in der zweiten Qualifikationsrunde am 19. September auswärts mit 2:1 gewonnen. Dieser Sieg wurde nachträglich annulliert.
Woodford hatte wegen einer Entscheidung nach einem Elfmeter Protest beim englischen Fußballverband FA eingelegt. Ein Unterausschuss stellte einen Fehler bei der Anwendung der Regeln fest und ordnete eine Neuansetzung an.
Diese findet am 29. September um 20:45 Uhr deutscher Zeit statt. Gespielt wird diesmal in Mulbartons Abode Arena.
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FA Cup: Freistoß statt Tor oder Elfmeter-Wiederholung
Auslöser war eine Szene in der 30. Minute. Woodford verwandelte einen Elfmeter, doch der Schiedsrichter erkannte den Treffer nicht an, weil mehrere Woodford-Spieler zu früh in den Strafraum gelaufen waren.
Anschließend gab er einen indirekten Freistoß für Mulbarton. Genau darin lag der Fehler: Wie Woodford in seiner Vereinsmitteilung erklärte, hätte nach Einschätzung des FA-Gremiums entweder das Tor zählen oder der Strafstoß wiederholt werden müssen.
Die Regel 14 des International Football Association Board sieht bei einem direkt verwandelten Elfmeter eine Wiederholung vor, wenn ein zu früh hineingelaufener Mitspieler des Schützen den Torwart klar beeinträchtigt hat.
Ohne eine solche Beeinträchtigung bleibt der Treffer gültig. Ein indirekter Freistoß für die verteidigende Mannschaft war in der geschilderten Situation somit die falsche Spielfortsetzung.
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Mulbarton kritisiert Entscheidung der FA
Bei den Wanderers sorgte die Anordnung für großen Frust. In einer Stellungnahme äußerte sich der Klub tief verärgert und enttäuscht. Nach seiner Darstellung hatte die FA den Protest zunächst als unzulässig eingestuft, bevor der Fall nach weiteren Einwänden Woodfords an einen Unterausschuss ging.
Mulbarton holte nach eigenen Angaben rechtlichen Rat ein und setzte sich für den Bestand des Ergebnisses ein. Der Verein befürchtet Folgen für die Verbindlichkeit künftiger FA-Cup-Ergebnisse und die Integrität des Spiels. Die Entscheidung sei jedoch endgültig und könne nicht angefochten werden.
Woodford begrüßte den Beschluss und dankte dem Verband für die gründliche Prüfung. Laut Vereinsmitteilung hatte das Gremium unter anderem Videomaterial, Angaben beider Klubs und Stellungnahmen der Unparteiischen sowie der Schiedsrichterverantwortlichen berücksichtigt.
Der Sieger soll am Dienstagabend feststehen, bei Bedarf nach Verlängerung und Elfmeterschießen. In der dritten Qualifikationsrunde wartet am Samstag, 3. Oktober, ein Heimspiel gegen Gloucester City.
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